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DeftOne

Welches Spiel habt ihr zuletzt beendet?

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Interessante Optik auf den Titel. Für mich hat eben gerade das WIE so sehr geklickt. Ich denke, hier bewegen wir uns relativ stark im Bereich der reinen Geschmacksfrage, da sich das Spiel halt ziemlich kompromisslos an die eingeschlagene Erzählweise hält. Ich fand auch, dass die langsame Fortbewegung absolut gewollt ist. Sie zwingt den Spieler gewissermassen zur introspektiven Herangehensweise, was in diesem Fall für mich eben gerade etwas Gutes ist.

 

Aber ansonsten sehe ich viel ähnlich wie Du. :thumbsup:

 

Das WIE kann ich auch durchaus verstehen und ich denke, mein Fazit wäre auch anders ausgefallen, wenn das Gerüst nicht schon in den ersten Spielstunden zerfallen wäre. Dieser erste Moment hat meinen ganzen Durchgang irgendwie geprägt. Ich fühlte mich einfach wirklich ungenügend in die Mechaniken eingeführt, aber die Mechaniken waren letztendlich auch bestimmt ein wichtiger Grund, das mir die Story so gefallen hat. Ich finde diese fragmentierte Art von Storytelling und das selber konstruieren von Geschichten, eine absolut unglaublich tolle Sache und liebe es wenn Games es gut machen (was leider immer noch viel zu wenig ist). Gibt fast nichts tolleres wenn man als Spieler in der ersten Reihe von der Geschichte sitzt und die Geschichte durch eigene Interpretationen zum Leben erweckt wird (vermute jetzt auch mal stark, dass das der Grund für die extreme Popularität der Dark Souls Story ist). In der Hinsicht sind die Nebencharaktere in Gone Home da auch immer noch bei meinen absoluten Favoriten, besonders die Geschichte vom Vater. Und Everybody's Gone To The Rapture macht dies auch wirklich gut, nur klickten die Mechaniken einfach nicht bei mir.

 

Hat mir letztendlich nicht so gefallen, aber ich mag die selbstbewusste Art vom Design. Es ist eine klare Linie erkennbar und die Entwickler haben die ziemlich streng umgesetzt, solche Sachen kann ich auch immer respektieren. Man will eine Geschichte auf genau die Art erzählen und setzt das letztendlich genau so um.

 

Auf Gamasutra haben die Entwickler noch zwei aufschlussreiche Artikel geschrieben, fand vor allem den zweiten sehr interessant :thumbsup: :

 

http://www.gamasutra.com/view/news/246572/Game_mechanics_and_player_agency_in_Everybodys_Gone_to_the_Rapture.php

 

http://www.gamasutra.com/blogs/DanPinchbeck/20150608/245370/How_Everybodys_Gone_to_the_Rapture_is_a_response_to_the_state_of_story_and_game_writing_over_the_last_few_years.php

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Ich finde diese fragmentierte Art von Storytelling und das selber konstruieren von Geschichten, eine absolut unglaublich tolle Sache und liebe es wenn Games es gut machen (was leider immer noch viel zu wenig ist).

 

Her Story :mushy:

 

Aber neben Gone Home fällt mir spontan auch kein weiteres ein. ^^

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Am Weekend Uncharted 4 platiniert. :fyeah:

 

- Squall

 

Grats :ugly:... wobei ich mir das bei DIESER Trophyliste dann doch eher als mühsam vorstelle... ist jetzt jedenfalls kein Spiel, bei dem mich die Platintrophäe auch nur im geringsten interessiert :ugly:....

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The Last of Us Remastered konnte ich diese Woche auch noch beenden. Seit dem PS4-Kauf spiele ich das häppchenweise und jetzt wars mal Zeit dafür :focus: .

 

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Ich fands wirklich schön, wie viel von der Faszination und Begeisterung für den Titel auch drei Jahre nach Release bei mir noch bleiben. Es ist auf so vielen Ebenen immer noch ein richtig beeindruckender Titel. Von der Präsentation her macht die Remaster eigentlich alles richtig, eine hervorragende Aufwertung des Spiels auf die nächste Generation. Es wirkt auch eine Konsolen-Generation später wie ein absolutes Meisterstück der Präsentation.

 

Die Story um Joel und Ellie berührt weiterhin, die lange und beschwerliche Reise bringt einem die Charaktere einfach ungemein nah und die Auflösung der Geschichte ist immer noch fabelhaft. Spiele von diesem Kaliber hören selten besser auf und das Ende verfolgt mich nun auch wieder seit Tagen ^_^ .

 

Das Gameplay mit seinen Survival-Elementen, toller Balance zwischen Action und ruhigen Momenten hat sich ebenfalls fabelhaft gehalten. Wobei ich hier sagen muss, dass das Spiel auf Schwer einfach besser ist. Ich kann jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass das Game auf Schwer ein doch ziemlich anderes Spiel als auf Normal ist. Die Survival und Stealth-Elemente kommen bedeutend besser zur Geltung auf Schwer und sie geben dem Gameplay irgendwie auch einen anderen Stand in der Geschichte. Die Art wie die KI und Stealth-Systeme ineinanderflechten kommt erst auf einem höheren Schwierigkeitsgrad wirklich zur Geltung. Auf Normal ist das Gameplay eher der Wegbegleiter und gibt es Abwechslung in das Game, auf Schwer ist das Gameplay teil der Geschichte und viele Auseinandersetzungen haben einen bleibenden Effekt oder erzählen nur aus ihren Mechaniken eine Geschichte. Es war für mich jedenfalls ziemlich eindrücklich wie ein paar meiner liebsten Gameplay-Momente aus dem Schwer-Playthrough komplett an Bedeutung verloren haben. Man spielt wohl wirklich zwei sehr verschiedene Spiele mit den beiden Schwierigkeitsgraden und ich kann jedem nur empfehlen, dieses Spiel auf Schwer zu spielen. Man verpasst imo wirklich was.

 

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Heute würde ich auch fast etwas sagen, dass das Spiel vielleicht etwas zu lang ist. Die Spielzeit ist angemessen zur langen Reise die das Duo durchmacht, aber teilweise wirken gewisse Momente wie Filler. Dies trifft vor allem auf die "Puzzle-Sequenzen" zu, wo dann doch sehr viel recycelt wird und beispielsweise Ellie ein paar Mal zu viel von Joel übers Wasser geführt wird :ugly: .

 

Aber ja, das sind so Details die halt hervorstechen wenn man noch einmal spielt. Ausser meinen Vorbehalten zu den Schwierigkeitsgraden, ist imo immer noch ein absolut grandioses Game. Denke ist nicht übertrieben zu sagen, dass das Spiel wirklich was vom beeindruckendsten und tollsten im AAA-Bereich ist und wohl auch bleiben wird. Naughty Dog hat da wirklich eines der besten Spiele aller Zeiten geschaffen, das hat der erneute Durchgang mir einfach aufgezeigt. Das nächste Mal sicher wieder auf Schwer :circle: .

 

5/5

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Wunderbar - ist bei mir als Remaster auch noch fällig :ugly:

 

Aber witzig, wie in einigen Spielen jeder Brunz als Spoiler abgetan wird, aber die Giraffenszene von TLoU, eine der stärksten Szenen im Spiel... .die scheint kein Spoiler zu sein :ugly:...

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Uncharted 4: A Thief's End

 

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Pro & Contra

 

+ setzt neue grafische Massstäbe

+ grossartige Soundkulisse

+ geniale Panoramen

+ hervorragende Atmosphäre

+ viel Abwechslung in den Schauplätzen

+ gut funktionierender Gameplay-Mix

+ Balleranteil reduziert

+ angemessener Umfang

+ erstaunlich offene Levelarchitektur

+ sympathische Charaktere

+ ordentliche Handlung mit ansprechendem Ende

- Hüpf- und Rätselpassagen zu anspruchslos

- kleinere Bugs

- Steuerung nicht vollständig präzise

 

Fazit

 

Danke, Nate, danke Naughty Dog.

 

Naughty Dog steht derzeit ähnlich wie From Software gleichermassen für Qualität wie kompromisslose Treue zum eigenen Gamedesign. Was seinerzeit mit dem gelungenen, aber noch nicht gänzlich perfektionierten ersten Uncharted begann und über Among Thieves und Drake's Deception zu einer der ganz grossen Spieleserien der letzten 10 Jahre avancierte, findet nun in A Thief's End seinen würdigen und verdienten Abschluss.

 

Das macht mich einerseits traurig, aber letztlich auch glücklich: Naughty Dog hat uns Charaktere geschenkt, die - wie es auch andere schon gesagt haben - längst Videospielstereotypen hinter sich gelassen haben und zu waschechten Protagonisten gereift sind, die man auf ihrer Reise gerne begleitet hat. So ist das Trio um Nathan, Elena und Sullivan einfach nur wunderbar anzuschauen. Auch Sam fügt sich gut in das grosse erzählerische Ganze ein. Deshalb hat Uncharted 4 das, was es so von seinen Genrekollegen abhebt, nämlich Herz und Charme.

 

Among Thieves hatte seinerzeit das Action-Adventure Subgenre wie kein anderes Spiel voran gebracht. A Thief's End gelingt ähnliches spielerisch hingegen nicht. Es ist eine kleine, aber behutsame Evolution eines reifen Spielkonzeptes, welches souverän und jederzeit die nötige Mischung und das nötige Pacing trifft. Gewollt hektische und nervenaufreibende Momente wechseln sich mit sehr ruhigen, ja für die Serie fast schon kontemplativen Momenten ab, die doch eine gewisse Nähe zu The Last of Us erkennen lassen. Umso bedauerlicher ist es, dass die eigentlich gelungen platzierten Jump'n'Run- und Rätseleinlagen fast schon unisono zu einfach ausfallen. Dort hätte dem Titel mehr Anspruch definitiv gut getan. Deshalb ist der Serienabschluss spielerisch für mich nicht ganz so einprägsam gewesen wie die Teile zwei und drei. Auch haben sich gegen Ende gewisse Ermüdungserscheinungen gezeigt, weshalb einige der letzten Levels etwas repetitiv und uninspiriert auf mich gewirkt haben.

 

Nun gut, das ist letztlich meckern auf hohem, ja verdammt hohem Niveau. Naughty Dog hat erneut eindrücklich bewiesen, dass sie derzeit die technischen Pioniere im Konsolenbereich sind und ihren Spielen Charme und Herz abseits von all dem Technikbombast mitzugeben vermögen.

 

Vor einer solch konstant beeindruckenden Leistung des Studios darf man guten Gewissens den Hut ziehen. Letztlich reiht sich auch Uncharted 4 in die Hall of Fame des Action-Adventure Genres ein, gleich neben seinen Brüdern Among Thieves und The Last of Us.

 

PS4-Pflichtprogramm für jeden und ein Gesamtwerk, an das man sich noch lange erinnern wird!

 

Farewell, Nathan, you will be missed!

 

 

9/10

Edited by KiLLu

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Mögliche Spoiler vorhanden

 

Uncharted 4: A Thief's End

 

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Danke Naughty Dog... nach einem für mich rund 17-stündigen Abenteuer habt ihr wieder einmal bewiesen, warum ihr gerne auch mal als Naughty God bezeichnet werdet. Und angesichts desssen, was andere Studios so aus der PS4 gekitzelt haben, muss es an Magie grenzen, was "Der Grosse Nate" hier geschafft hat. Noch selten bin ich so oft während des Abenteuers stehen geblieben und habe die Share-Taste so gequält wie hier. Zugegeben: Schon die Vorgänger-Trilogie regte immer wieder, wenn nicht im Minutentakt, zum Staunen an. Und hätte die PlayStation 3 eine Share-Taste gehabt... ich hätte sie spätestens beim zweiten Teil ersetzen müssen (vielleicht doch besser, wenn ich die Trilogie auf der PS4 nicht mehr nachhole :ugly:).

 

Aber ganz egal Strände wie aus dem Bilderbuch, mit Moos überwucherte Höhlen, traumhaft schöne Lagunen, belebte Stadtmärkte, mehrheitlich naturbelassene Hochebenen von Madagaskar, klassisch-schöne Ballsääle, modrig-feuchte Weinkeller, nur mit einem Feuerzeug beleuchtet, von Felsen und peitschendem Regen zerfurchte Buchten - Uncharted 4 setzt dem die wohlverdiente Krone und wischt gleichzeitig mit einer erscheckend spielenden Leichtigkeit den Boden mit der Konkurrenz auf. Setting / Szenario / Spielwelt - selbst wenn sie streckenweise nicht wie aus einem Guss wirkt (*räusper, Einstieg Madagaskar, *hust*) - hier haben die Entwickler den Mount Everest der atmosphärischen Gestaltung erklommen. Und schütteln den Jungs von From Software freundschaftlich die Hände.

 

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Deutlich zeigen sich auch die Erfahrungen, die mit The Last of Us gemacht wurden. Spielerisch wie auch erzählerisch - wenngleich beides hier weniger konsequent respektive kohärent scheint. Ausgefeilte Charaktere, die in den abartig sehenswerten Zwischensequenzen, mögen sie ruhig oder actionreich sein, auf eine Weise und mit einer so lebensgetreuen Mimik agieren, dass einem schwindlig wird und sein Augenlicht ungläubig dem Bildschirm entgegenwirft, treffen auf immer wieder nicht nachvollziehbar platzierte Gegnerhaufen, die man nun neuerdings auch umgehen kann. Allerdings nicht in jedem Fall und auch nicht so oft, wie ich persönlich es gerne gesehen hätte. Ich bin auch der schweren Überzeugung, dass man zu mehr als bloss "zwei bis drei" Schiessereien gezwungen wird, aber die Anzahl der erzwungenen wiegt für mich jetzt um ein vielfaches weniger schwer als die Tatsache, dass zumindest "zwei bis drei" Schusswechsel vorhanden sind, die mit meinem manchmal arg strapazierten Frustpotential genau so spielend nachlässig umgegangen sind wie die Grafikengine mit den Ressourcen der Hardware.

 

Dabei spielte vor allem die Mischung aus immer noch unrealistisch hoher Anzahl Söldner (ich meine.. gefühlt waren das an die zwei Millionen....), das immer wieder mal gern angewendete "In-den-Rücken-des-Spielers-fallen", der Kombination aus normalen, gepanzerten und schwer gepanzerten (plus zusätzlich MG-tragenden) Söldnern eine Rolle. Wer kann sich bitte schön alle zwei Sekunden um seine "Rückendeckung" kümmern, wenn von vorne nicht nur Kanonenkugeln, sondern auch immer zentimetergenau geworfene Granaten und ab und an schon mal Panzerfäuste angeflogen kommen? Andere mögen da weniger Mühe damit haben als ich, aber wenn all das auf einem einzelnen Stockwerk in einer jahrhundertealten Häuserruine passiert, und die Scheisse wirklich aus allen Ecken geflogen kommt, dann löscht's mir einfach ab - da hätte ich - selbstverständlich nur zwei bis drei mal (:lamy:), auch fast den Controller in den TV geschmettert.

 

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Weniger, aber doch "auch", gestört hat mich da schon der offenkundig immer gleiche Ablauf des Abenteuers. Bei einem Spiel, dass auf so viele Details höchsten Wert legt - nur schon die Bartstoppeln von Nate ... meine Fresse :sabber:... oder die unfassbar detailreichen Dekorationen von Innenräumen mitsamt Holzschnitzereien, Ölgemälden etc. etc.!! -, dann fallen Unstimmigkeiten halt eben sofort auf. Das mag manche weniger stören als andere. Aber spätestens nach der 20. einstürzenden Brücke hat man den Joke dann auch mal abzuhaken. 90% aller Brücken im Spiel stürzen ein, wenn man drüber läuft oder fährt. Jeder dritte Felsvorsprung bricht und jedes fünfte Dach stürzt ein. Und wenn man gerade mal einen ruhigen Moment in luftiger Höhe zu geniessen scheint, kann man sicher sein, kommt die Söldnerbande angerannt und schiesst mit einem Raketenwerfer auf alles, was zwei Beine hat und auf Schatzsuche ist. Schon beinah als stümperhaft würde ich den Schlusskampf bezeichnen, der leider aus billigen und an Trial & Error grenzenden Ausweichmanövern, die sich nach jeder "bestandenen" Stufe um ein bis zwei Aktionen des Gegners anreichern, bestehen. Spätestens da werden die Ermüdungserscheinungen des Rätsellösen - Ballern - Erkunden - Ballern - irgendwo runterfallen - Ballern -Prinzip auffällig. Und ich wünschte mir das Ende wirklich sehnlichst herbei.

 

Ok - ich ging jetzt zeilenweise hart, aber wie ich finde auch fair, mit Uncharted 4 ins Gericht. Dass es spielerische Mängel hat, die auch die zuweilen etwas ungenaue Steuerung betrifft.. das lässt sich glaube ich nicht von der Hand weisen. Manchen mögen auch die aufgelisteten Mängel überhaupt nicht stören.. das ist schön - und das will ich auch überhaupt nicht in Abrede stellen ^_^.. ich finde einfach, dass bei solch einem Product Value auch viel Wert auf eben diese Kleinigkeiten gelegt werden sollte. Nichtsdestoweniger hatte ich aber fast 17h lang viel Spass mit Nathan und seinem - man es nur ins Herz schliessen - liebenswerten Umfeld. Für den nächsten Naughty-Dog-Titel würde ich mir einfach wünschen, dass nicht bei jedem zu überwindenden Hindernis 5m daneben die rettenden Holzkiste / der rettende Metallcontainer wartet. Der abschliessende Epilog aber entschädigt für vieles, was an UC4 nicht ganz so stimmig ist. Er bezeugt die unglaublich fähigen Entwickler und zeigt auch, dass man eine auf Bombast ausgelegte Serie ohne grossen Bombast, sondern mit sehr viel Gefühl zu einem notabene überaus zufriedenstellenden Ende bringen kann.

 

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Hut ab vor dieser grandiosen Leistung, Hut ab davor, all die Fäden zusammenzuführen, Hut ab vor dem Mut, die von mir immer wieder etwas kritisierte Uncharted-Mechanik mit sinnvollen und spassigen Neuerungen, wie eben den Stealth- und Wurfhaken-Elementen, aufzulockern und dem Spieler zumindest in vielen Situationen eine Wahl zu geben. Das wertet das Abenteuer ungemein auf und macht es zum für mich mit Abstand besten der Serie, deren Stärken gewiss nicht in den Ballersequenzen liegen, sondern in unfassbar identitätsstiftenden Charakteren, Beziehungen, Charmeoffensiven, Settings, Erkundungstouren - und dem sehr gelungenen Spiel mit dem Entdecken längst vergessener Kulturen und unentdeckten Schätzen. Dafür muss man Uncharted einfach lieben - die Serie hat ihren Platz in der Hall of Fame nicht nur spielend leicht erkämpft, sondern ihn auch absolut verdient.

 

 

Danke, Naughty Dog. Danke!

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Edited by radiant

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Uncharted 4

 

Und schon wieder ein absolut würdiges Verabschieden einer Serie. Uncharted 4 fühlt sich wie der verdiente Abschied von einer tollen Serie an. Naughty Dog zaubert hier ein wunderbares Abenteuer auf den Schirm, welches wohl rein von der Präsentation eines der schönsten Spiele aller Zeiten ist. Ein audiovisuelles Meisterwerk!

 

Die letzte Geschichte von Nathan Drake lässt sich dabei auch viel Zeit, es lässt die einzelnen Charaktere entwickeln, fängt neue Geschichten an und beendet einzelne Stories. Besonders grandios fand ich wie das Spiel (nach zwei eher mässigen Flashbacks) in das gewöhnliche Leben eines Nathan Drake im "Ruhestand" einsteigt. Hat mich wirklich auf das kommende Abenteuer eingestimmt und die Story geht eigentlich in der Qualität weiter, bis sie schliesslich in einem fantastischen Epilog endet. Naughty Dog zeigen hier mal wieder, dass sie wirklich ein paar tolle Schreiberlinge in House haben und diese durch fantastische Schauspieler vertont werden. Es ist in Sachen zwischenmenschlichen Interaktionen und Glaubwürdigkeit der Charaktere wirklich was vom besten im AAA-Bereich. Technisch ist es wie bereits angetönt wohl was vom Besten überhaupt. Es ist wirklich beeindruckend was Naughty Dog alles aus der PS4 rausholt. Bin quasi im 30 Minuten Takt immer wieder mit offenem Mund dagestanden, es sieht so gut aus. Das der Share-Ordner fast ein Giga umfasst, sollte auch Bände sprechen. Ich bin wirklich versunken in der Spielwelt. Die Levels sind so voller liebevoller Details, besonders die Innenräume sind oftmals extrem beeindruckend. Gleich gilt für die Musik und die Vertonung, der Uncharted-Theme aus dem Orchester ist unglaublich und alles wird von tollen Voice Actors getragen. Es ist schlichtweg eine überragende Produktionsqualität. Man kann doch sagen, dass es letztendlich eine tolle Kumulation von all den Sachen ist, die man von Uncharted über die Jahre lieben gelernt hat. Und wer Uncharted mag, wird auch mit dem Titel positiv wegkommen.

 

Nach all dem Lob muss ich nun aber noch ein paar Worte über das Gameplay verlieren, weil hier versagt Uncharted 4 imo auf ganzer Linie. Ich kann wohl mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich das Gameplay eigentlich durchs Band nicht mochte. Die Puzzles wirken eher wie Bremsklötze, wo die Lösung zwar jeweils sofort erkennbar ist, aber man durch irgendwelche komische Puzzle-Mechaniken ausgebremst wird. Das Plattforming wiederholt sich mit der Zeit wohl etwas zu oft und verpasst es immer noch, etwas die Anspruch in die ganze Sache zu bringen. Und die Shootouts sind so extrem 0815 Covershooter 1x1, dass es schon fast peinlich ist. Vor allem wenn man dazu noch die 4 gleichen Gegner in Unmengen umnietet. Und dabei fand ich es nicht einmal so frustrierend wie manche hier im Forum, es war irgendwie einfach langweilig und uninspiriert. Vielleicht ists weil ich The Last of Us quasi einen Tag vor Uncharted 4 beendet habe, aber ich finde wirklich, dass im Jahre 2016 ein Shooter mehr an den Tisch bringen muss und Naughty Dog auch bedeutend mehr drauf hat. Zu Zeiten von Uncharted 3 war dieses Gameplay vielleicht noch okay, aber heute erwarte ich dann doch deutlich mehr. Es gab so viele tolle Shooter in den letzten Jahren und für mich fühlt sich Uncharted 4 einfach nicht mehr zeitgemäss an.

 

So brillant Uncharted 4 in seinen audiovisuellen Aspekten und dem Storytelling ist, so macht es imo doch ein paar Schritte nach Hinten was das Gameplay betrifft. Eine wunderschön erzählte Geschichte in einer atemberaubenden Kulisse, nur schade bleibt das Gameplay auf der Strecke liegen. So sehr ich viele Aspekte von Uncharted 4 liebe, das Gameplay würde mich wohl hindern, die Sache noch ein zweites Mal durchzuspielen (und wenn dann nur auf Explorer :lamy: ). Aber eben, das Gameplay ist wohl auch ein gewisser „Standard“ der Serie und es ist fraglich, inwiefern hier auch Druck innerhalb der Franchise da ist, das man eben die klassische Uncharted-Erfahrung bieten kann. Für viele scheint das ja auch kein grosser Kritikpunkt zu sein, aber mich stört das dann halt irgendwie schon ziemlich. Man merkt sicherlich auch, wie ich etwas hin und her gerissen bin. Ich finde wirklich viele Sachen sehr beeindruckend in diesem Titel und bin eigentlich auch ein extrem grosser Fan vom Studio, aber je mehr ich über die Gameplay-Aspekte nachdenke, desto mehr bin ich einfach enttäuscht vom Titel. Es ist wohl nur passend, dass auch der letzte Teil bei mir wieder diese Ambivalenz zwischen Story und Gameplay auslöst, wie es schon fast in der gesamten Serie passiert ist. Aber da kann man wohl nichts machen, es muss ja nicht alles immer gleich das beste aller Zeiten sein. Es ist nichtsdestotrotz ein würdiger Abschluss zur Serie, ich denke die Geschichte wird der Serie wirklich gerecht und verabschiedet die Serie auch sehr angemessen. Innerhalb vom Genre ist aber dann doch zu viel passiert, als das man so eine sichere Linie fahren kann.

4/5

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Gestern nach 54 Stunden Digimon Story Cyber Sleuth beendet.

 

Meiner Meinung nach im Moment eines der besten JRPG's der aktuellen Generation. Die Geschichte dümpelt zwar sehr langsam vor sich hin, aber denke, wenn man noch bisschen was für die alten Digimon-Serien übrig hat (in Kombination mit etwas .hack), könnte auch mit dieser etwas anfangen können. Kampfsystem ist ein etwas verfeinertes Pokémon-Spiel. Nicht nur, dass es auf die jeweiligen Elemente ankommt, es ist auch wichtig den richtigen Typ einzusetzen um den jeweiligen Gegner besiegen zu können. Leider ist es ausser vielleicht 3 Kämpfe auch ein eher leichtes Spiel. Man kommt immer sehr gut voran, auch wenn man das mit dem Kampfsystem erst später verinnerlicht hat.

 

Habe das Spiel soweit ich weiss komplett durch ausser einer letzten Herausforderung für die ich jedoch noch ein bestimmtes Digimon hochleveln müsste, damit ich überhaupt eine Chance hätte. Daher hab ich es für mich beendet. Da die Kämpfe doch ziemlich viel Zeit fressen, wenn man ein Digimon leveln muss. Glücklicherweise kann man per Options-Taste die Kämpfe automatisch ablaufen lassen. Der Computer handelt zwar nicht immer intelligent, aber es reicht um gut durchzukommen. Komfortfunktionen wie Gegnerkämpfe zu starten oder Gegnerkämpfe wegzulassen werden mit der Zeit freigespielt.

 

8/10

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Battlefield 4

 

Ich habe letztens die BF4 Kampagne nachgeholt. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Abgelieferten (bis auf das abrupte Ende). Es gibt einige schön anzusehende Ortschaften. Da dies "nur" ein Port der vorherigen Gen war bin ich umso mehr gespannt wie dann BF1 aussehen wird.

Auch das Squadleben und die zerstörbare Umgebung tragen zur dichte der Atmosphäre und der Unterhaltung bei, und erreichen beinahe Bad Company 2-Güte.

 

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Schöne UC4-Reviews.

Bei den Rätseln bin ich einverstanden, die wirken aufgrund ihrer Einfachheit einfach nur deplatziert. Dort hatte man es in den vergangenen Titeln besser gelöst. Die sichere Linie fahren ist jedoch nichts per se Nachteiliges. Man hätte es einfach noch etwas besser umsetzen können (gilt auch für die Jump'n'Run-Abschnitte). Ich hätte dem Titel den Punkt deswegen trotzdem nicht abgezogen, aber ja, das ist letztlich eine Frage der individuellen Gewichtung.

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Merci für das Digimon Review Defti, werd ich mir auch noch holen.

 

Glaub dir wird es wohl eher nicht gefallen. :ugly:

 

Es ist optisch halt doch ziemlich schwach. Du bist ja da glaub etwas anspruchsvoller als ich, aber mich hat's eigentlich eher weniger gestört.

 

Man sollte auch Spass daran haben sich mit den Digitationen zu befassen, da du fast jedes Digimon in diverse Richtungen digiteren lassen kannst. Da wird dafür einiges abgedeckt für Fans der ersten beiden Staffeln.

 

Es ist aber halt auch ein eher langatmiges Spiel und braucht extrem lange um in Fahrt zu kommen. Sonst hätte ich kaum über 50 Stunden für so ein Spiel gebraucht (etwa 5-6 Stunden waren grinden, weil ich gewisse Digimons wollte).

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Schöne UC4-Reviews.

Bei den Rätseln bin ich einverstanden, die wirken aufgrund ihrer Einfachheit einfach nur deplatziert. Dort hatte man es in den vergangenen Titeln besser gelöst. Die sichere Linie fahren ist jedoch nichts per se Nachteiliges. Man hätte es einfach noch etwas besser umsetzen können (gilt auch für die Jump'n'Run-Abschnitte). Ich hätte dem Titel den Punkt deswegen trotzdem nicht abgezogen, aber ja, das ist letztlich eine Frage der individuellen Gewichtung.

 

Mir ist da einfach zu wenig gegangen, wenn man bedenkt, was AAA-Shooter für die Aufwertung von Combat in den letzten Jahren gemacht haben. Schon nur wenn man Tomb Raider anschaut, haben die Spiele von Uncharted als Vorlage dann doch gerade den Combat massiv weiterentwickelt und diesen dynamischer gemacht. Uncharted 4 fühlt sich wirklich wie in der Hinsicht einfach kaum was gegangen ist und das finde ich dann schon etwas enttäuschend.

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Uncharted 4 (PS4)

 

Naughty Dog verpasst durch stellenweise erstaunlich uninspiriertes Level- und Rätseldesign sowie insgesamt viel zu vorhersehbares Pacing die Chance, Nathan Drake auf der Spitze ihres künstlerischen Schaffens abtreten zu lassen. Auch die Geschichte rund um den verloren geglaubten Bruder und den Piratenschatz, die doch mit einer inszenatorisch brillanten Rückblende so gut begonnen hat, konnte mich längst nicht über die volle Spielzeit überzeugen, war zudem viel zu sehr in die Länge gezogen und an nicht wenigen Stellen schlicht unglaubwürdig. Zwar versteht es Naughty Dog wiederum wie niemand sonst, zwischenmenschliche Beziehungen relevant und stilvoll zu inszenieren. Insbesondere der Einfluss vom grundlegenden (und in dieser Hinsicht schlicht einzigartigen The Last of Us) ist überragend. Doch ging dadurch m.E. auch etwas von der Leichtigkeit und dem Charme, den die Serie bisher für mich immer ausgezeichnet hat, verloren. Damit einhergehend fällt für mich die für die Uncharted-Serie typische "ludonarrative Dissonanz", wie sie heutzutage so treffend bezeichnet wird, bei diesem Teil stärker ins Gewicht denn je, weil die Charakterzeichnung in den Zwischensequenzen so unglaublich gefühlvoll und glaubhaft ist, was Nathan im "spielerischen Teil" umso unglaubwürdiger und lächerlicher in Erscheinung treten lässt. Naughty Dog scheint bisweilen etwas vergessen zu haben, dass sich die Stärken ihres grossen Meisterwerks (Last of Us) nicht ohne weiteres auf die in ihrem Ton viel leichtere, unbeschwertere Uncharted-Serie übertragen lassen.

 

Dass Uncharted 4 insgesamt natürlich trotz dieser Kritikpunkte ein sehr gutes, stellenweise sogar exzellentes Spiel ist (und sicherlich kein "Grafikblender", wie teilweise völlig zu Unrecht behauptet wird), bedarf keiner näheren Begründung.

 

8/10

Edited by ploher

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Uncharted 4 (PS4)

 

Naughty Dog verpasst durch stellenweise erstaunlich uninspiriertes Level- und Rätseldesign sowie insgesamt viel zu vorhersehbares Pacing die Chance, Nathan Drake auf der Spitze ihres künstlerischen Schaffens abtreten zu lassen. Auch die Geschichte rund um den verloren geglaubten Bruder und den Piratenschatz, die doch mit einer inszenatorisch brillanten Rückblende so gut begonnen hat, konnte mich längst nicht über die volle Spielzeit überzeugen, war zudem viel zu sehr in die Länge gezogen und an nicht wenigen Stellen schlicht unglaubwürdig. Zwar versteht es Naughty Dog wiederum wie niemand sonst, zwischenmenschliche Beziehungen relevant und stilvoll zu inszenieren. Insbesondere der Einfluss vom grundlegenden (und in dieser Hinsicht schlicht einzigartigen The Last of Us) ist überragend. Doch ging dadurch m.E. auch etwas von der Leichtigkeit und dem Charme, den die Serie bisher für mich immer ausgezeichnet hat, verloren. Damit einhergehend fällt für mich die für die Uncharted-Serie typische "ludonarrative Dissonanz", wie sie heutzutage so treffend bezeichnet wird, bei diesem Teil stärker ins Gewicht denn je, weil die Charakterzeichnung in den Zwischensequenzen so unglaublich gefühlvoll und glaubhaft ist, was Nathan im "spielerischen Teil" umso unglaubwürdiger und lächerlicher in Erscheinung treten lässt. Naughty Dog scheint bisweilen etwas vergessen zu haben, dass sich die Stärken ihres grossen Meisterwerks (Last of Us) nicht ohne weiteres auf die in ihrem Ton viel leichtere, unbeschwertere Uncharted-Serie übertragen lassen.

 

Dass Uncharted 4 insgesamt natürlich trotz dieser Kritikpunkte ein sehr gutes, stellenweise sogar exzellentes Spiel ist (und sicherlich kein "Grafikblender", wie teilweise völlig zu Unrecht behauptet wird), bedarf keiner näheren Begründung.

 

8/10

 

Wort für Wort! This!

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Schöner Beitrag, auch wenn ich hier ebenfalls der Meinung bin, dass die Negativpunkte zu stark aufgewogen werden. Vor allem den Gap zwischen Gameplay und Zwischensequenzen, den ploher erwähnt hat, habe ich jetzt überhaupt nicht gesehen, im Gegenteil: Vieles aus Nathan's Charakterportraitierung findet auch während des Spielens Unterschlupf, vor allem natürlich während des Banters der verschiedenen Charaktere.

 

Und so düster und ernst ist A Thief's End jetzt wahrlich nicht, vielmehr eine Retrospektive auf Vergangenes, was halt manchmal einer gewissen Lockerheit entbehrt.

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Bayonetta 2

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Ach, das war ein tolles Spiel. Bayonetta 2 macht da weiter wo der erste Teil aufgehört hat, ein himmlischer Ritt durch ein höllisch abgedrehtes und verrücktes Abenteuer.

Kurz umschrieben ist Bayonetta 2 wohl mehr vom Gleichen. Zum Glück ist dieses "Gleiche" auch immer noch absolut verrückt und liess mich wieder mehrmals ungläubig auf den Bildschirm starren, was da jetzt alles abgeht :ugly: . Man muss es wirklich gesehen haben. Das Kampfsystem ist weiterhin eines der Besten im ganzen Genre und die Sache läuft auch ganz geschmeidig auf der Wii U. Es ist eine etwas kürzere, straffer inszenierte Rückkehr in ein Spiel, das ich doch sehr geliebt habe.

 

Was mir der Bayonetta Durchgang nämlich fast am meisten gezeigt hat, ist was für eine unglaubliche Nostalgie ich für den ersten Teil aufgebaut habe. Das Kampfsystem hat so etwas wunderbar freies und offenes an sich, Kombos und Waffen lassen sich wild kombinieren und innerhalb von Schlagserien wechseln. Es ist so einfach um damit zu starten, hat gleichzeitig aber auch eine unglaubliche Tiefe in sich. Es balanciert Zugänglichkeit und Anspruch auf so eine tolle Art, ich persönlich habe noch keinen Genre-Vertreter gespielt, der das ähnlich gut macht. Die Witch-Time in Kombination mit dem Dodge-Möglichkeiten zu jeder Zeit lässt ein Gefühl von Allmacht entstehen, liegt aber in einem Spiel verankert, dass nie Einfach ist. Man muss das Geschehen auf dem Bildschirm beobachten, die Animationen der Gegner kennen und die Dodges timen. Es ist wahrlich was vom Besten, das ich je gespielt habe und Bayonetta 2 hat mir das wieder wirklich gut aufgezeigt. In einer Art ist Bayonetta wirklich die Kumulation von all den tollen Elementen, die im Genre der "Character-Action-Games" vorkommen. Aber statt nur ausgewählte Sachen, vereint es irgendwie alles was cool ist unter einem Dach. Und dann ist Bayonetta auch noch ein cooler Charakter, eine gelungene Evolution von Dante, auch hier wieder vereint die Sachen die das Genre toll machen.

 

Gefällt mir jetzt Bayonetta oder Bayonetta 2? Ich denke es ist wirklich mehr vom Selben, aber Bayonetta 2 war für mich ein sehr willkommener Ausflug in eine Spielwelt, welche ich von A-Z liebe. Die Fortsetzung hat umfangmässig ein paar Federn gelassen (was vielleicht auch ein Nebenprodukt der turbulenten Entwicklung sein könnte) und kann im Endkampf nicht ganz so eine unglaublich verrückte Auflösung bieten (wie auch :ugly: .... ), aber ist im Gegenzug ein wirklich fokussiertes und zackiges "Best-of" von Bayonetta. Die kürzere Spielzeit hat es in sich und das Spiel braucht eigentlich keine grossen Filler-Szenen. Letztendlich konnte ich Bayonetta ein paar Kettensägen an die Füsse knallen und die für 50% der Spielzeit als Rollerskates benutzen, es ist einfach ein geiles Game :lol: . Ich habe es geliebt und werde wohl auch noch einen zweiten Durchgang starten (kürzere Spielzeit sei dank). Ausserdem gibts fürs komplementieren der höheren Schwierigkeitsstufe noch die Chain-Chomps aus Mario als Waffe und da bin ich schon gespannt wie sie umgesetzt wurden.

 

5/5

 

Das "gute" Platinum Games hat halt wirklich ein paar der geilsten Spiele aller Zeiten im Köcher, da kann man auch ein paar Fehltritte aus der Lizenzabteilung verzeihen :ugly:

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Salt and Sanctuary (PS4)

Als Demon's Souls 2009 in Japan erschien, war das Vertrauen Sonys in das Spiel so gering, dass es ursprünglich keinen westlichen Release erhalten sollte. Heute werden wir von Soulslike-Spielen geradezu überschwemmt. Eines dieser Soulslikes ist Salt and Sanctuary (S&S). Dabei dient die Reihe von Hidetaka Miyazaki nicht bloss als Inspiration - sie wird geradezu dreist kopiert. Hier werden beinahe alle Souls-Mechaniken 1:1 kopiert und in ein 2D-Gameplay übertragen. Doch dabei bleibt es nicht. S&S bedient sich zudem bei der Castlevania-Reihe, um dem Souls-Gameplay etwas mehr Agilität zu verleihen.

 

Diese unheilige Hochzeit funktioniert erstaunlich gut. Mehr als das: sehr gut, sogar! S&S übernimmt das faszinierende Kampfsystem von Dark Souls, wo jeder Kampf höchste Konzentration erfordert, damit ihr eure Seelen (hier: Salz) nicht verliert. Es warten abwechslungsreiche Bosse, bei denen man zuerst die Angriffsmuster erlernen muss, um sie schlagen zu können. Auch hier bekommt man das unglaublich belohnende Gefühl, wenn man den letzten Schlag in Slowmotion erteilt und der Boss in tausend Stücke explodiert. Unterstützt wird das Ganze von einem tollen Leveldesign voller Fallen, Gegner und Abkürzungen. Ganz so ausgefallen wie in Bloodborne ist es dann doch nicht. Zwar vermittelt das Spiel bei den Abkürzungen hin und wieder ein Überraschungsgefühl. Allerdings gibt es dann doch zu viele Sanctuaries (-> Leuchtfeuer), um sich erholen zu können. Die Levels wurden so designed, dass sie dem Castlevania-Einfluss bei der Bewegung gerecht werden. Somit wird es viel Plattforming geben, waghalsige Sprünge und alternative, freischaltbare Fähigkeiten.

 

Es fällt mir schwer, irgendwelche negative Punkte zu finden. Vielleicht ist das Leveldesign etwas unübersichtlich. Das mag in 3D funktionieren, weil die Orientierung einfacher fällt, aber in 2D ist man ohne Karte etwas gar verloren. Allerdings hatte ich damit wenig Probleme, wohl weil ich so viel Zeit jeweils darin verbrachte. Ebenfalls hatte ich in der Mitte des Spiels einen Durchhänger, da ich für bestimmte Gebiete ziemlich OP war. 2-3 Bosse waren dann doch etwas zu leicht zu schlagen. Danach passte sich das Spiel an und es wurde wieder anspruchsvoller.

 

Das ist aber nichts, was das Spiel irgendwie runterziehen würde. Für weniger als 20 Franken bekommt man hier eine beinahe perfekte Übersetzung von Dark Souls in 2D, angereichert mit Castlevania-Einflüssen. Fans von beiden Serien werden somit mehr als ordentlich bedient. Ich habe für meinen ersten Durchgang ca. 40h gebraucht. Nun wartet NG+ oder ein neuer Charakter auf mich. Allerdings warte ich auf die Vita-Version. Die sollte irgendwann mal erscheinen... irgendwann...

 

9/10

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Das "gute" Platinum Games hat halt wirklich ein paar der geilsten Spiele aller Zeiten im Köcher, da kann man auch ein paar Fehltritte aus der Lizenzabteilung verzeihen :ugly:

 

Müsste es nur von der besten Franchise einen weiteren Teil geben. :coolface:

Wie gern ich ein neues Vanquish hätte.

 

Ansonsten kann ich dir nur beipflichten. Denke, Bayonetta wird auch in dieser Generation das beste Hack n Slay. Ist zwar für mich von der Qualität und Spielbarkeit immer noch hinter Devil May Cry 1 + 3, aber ändert nichts, dran dass alle 4 Spiele genial sind in ihrem Genre.

 

Denke auch, dass Platinum Games in dieser Generation noch einiges abliefern wird. Scalebound bin ich immer noch sehr positiv gegenüber eingestellt.

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Müsste es nur von der besten Franchise einen weiteren Teil geben. :coolface:

Wie gern ich ein neues Vanquish hätte.

 

Ansonsten kann ich dir nur beipflichten. Denke, Bayonetta wird auch in dieser Generation das beste Hack n Slay. Ist zwar für mich von der Qualität und Spielbarkeit immer noch hinter Devil May Cry 1 + 3, aber ändert nichts, dran dass alle 4 Spiele genial sind in ihrem Genre.

 

Denke auch, dass Platinum Games in dieser Generation noch einiges abliefern wird. Scalebound bin ich immer noch sehr positiv gegenüber eingestellt.

 

Meine abgöttische Liebe zu Vanquish sollte ja hinlangst bekannt sein :ugly: . Ich würde mich schon nur mit einem PC-Port begnügen :glupsch: Eigentlich könnte ich das Teil mal wieder spielen, bei der PS3 Version gäbe es noch ein paar Trophies freizuschalten.

 

Zu Devil May Cry fehlt mir etwas der Bezug, bin da erst relativ spät zu den Spielen gestossen und Bayonetta dünkt mich da einfach zeitgemässer von der Spielbarkeit und fairer im Schwierigkeitsgrad. DMC 1 und 3 waren teilweise einfach auch etwas frustrierend für meinen Geschmack.

 

Also ich bin auch immer noch guter Dinge, dass Platinum Games richtig gute Games machen können. Denke die Lizenz Games sind nur bedingt aussagekräftig über die Qualität vom Studio. Die werden wohl kaum ein Budget über dem Minimum zur Verfügung haben (was man den Games ja auch gut ansieht). Bei Scalebound bin ich auch guter Dinge, dass das wieder ein Hit werden könnte. Hat ja keine beschissene Gimmick-Steuerung die mir das nächste Kamiya Spiel kaputt machen könnte :ugly: .

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