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DeftOne

Welches Spiel habt ihr zuletzt beendet?

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Posted (edited)
4 minutes ago, DeftOne said:

Aber wenn ich so über die ganze Serie hinweg denke, ist für mich ausser Dark Souls kein Spiel drunter, das ich erneut sehr gerne durchzocken würde.

Und ich würde liebend gerne nochmal Bloodborne durchzocken (statt DS 1 z.B.).

Aber ich kanns mir auf der PS4 nicht mehr geben, hätte da sooo gern ein 60fps Remaster oder gar eine PC-Version (man darf ja träumen).

Oder halt sowieso BB2 :D

 

Edited by BliNkEr]

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BB hatte für mich einfach am meisten Abwechslung für das erneute durchzocken, da ich ich meine NG+ immer mit unterschiedlichen Waffen durchgezockt habe...bei DS konnte man auch dank den verschiedenen Klassen einen anderen Run wagen...dies fehlt mir bei Sekiro komplett. 

 

Wie einige schon oft geschrieben haben, Sekiro mit DS oder BB zu vergleichen geht einfach nicht, da es einen anderen Weg einschlägt...was auf der einen Seite gut ist aber eben bei einigen auch auf (verständlicherweise) auf Missmut stösst. 

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Jede spielt waner zockt, will jede macht waner tuet. 

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Enchanted Arms (X360)

 

Ich habe am 22. Januar 2007 mit dem Spiel begonnen und kurz vor dem Endgegner aufgehört. Nun habe ich nochmals über 30 Stunden investiert und es nach über 12 Jahren endlich komplett durchgespielt. Nimm das, du dämlicher Backlog!

 

btw, das ist mein erstes und wahrscheinlich auch mein einziges Spiel von From Software, das ich gespielt habe :ugly:

 

@Defti: Möchtest du das Game für deine Sammlung/Shop? Ich würde dir das sonst gerne spenden :waltz:

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vor 21 Stunden schrieb hoochli:

@Defti: Möchtest du das Game für deine Sammlung/Shop? Ich würde dir das sonst gerne spenden :waltz:

Wäre nett, wäre aber schon nur für den Shop. Glaub ich hab meins dazumal entweder von Schnegge oder Brawly mal gekauft. :ugly:

Bis heute allerdings auch nie gezockt, habe zwar sehr viele RPG's auf der 360 gespielt, aber irgendwie hat mich das nie gereizt.

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The Last Remnant Remaster (PS4)

 

Ich habe das Game damals auf der XBox 360 gekauft und angefangen, habe es dann aber relativ früh aufgegeben, insbesondere weil ich frustriert war, dass ich den einen Kampf nicht geschafft habe, weil das Game mir nie die Aktionen zur Verfügung gegeben hat, die ich gebraucht hätte. Dazu muss man wissen, dass das Kampfsystem des Games sehr zufallsbasiert ist. Am Ende hat man 18 Charaktere in der Party, die auf 4-5 Gruppen aufgeteilt sind und man gibt nur den Gruppen Befehle, nicht den einzelnen Charakteren (z.B. Heile, Verteidige, greif mit Single Target Spells an, benutze Waffenskills usw). Welche dieser Befehle man wählen kann ist abhängig von den Skills der Charaktere, aber auch stark vom Zufall. Die Charaktere machen dann irgendetwas, das einigermassen dazu passt und wozu sie gerade Lust haben. Ich wollte dem Remaster nocheinmal eine Chance geben, nachdem einige Leute das Game sehr lieben und schon die PC Fassung ein paar Verbesserungen gemacht hat (z.B. kann man kämpfe doppelt so schnell ablaufen lassen, oder einzelne Skills der Charaktere deaktivieren, so dass sie diese nie verwenden).

 

Obwohl es besser ist als die 360 Fassung, so ist das Game nach wie vor ein frustrierendes, riesiges Durcheinander. Es hat unglaubliche viele, sehr komplexe Systeme (z.B. wie Charaktere ihre Klasse wechseln), die aber im Game nie erklärt werden. Im wird nichtmal erwähnt, dass es Klassen gibt, ausser dass man es im Menü sieht oder nach dem Kampf kurz ne Meldung bekommt, wenn sich die Klasse ändert. Man sieht auch nicht, was die verschiedenen Klassen eigentlich machen. Und es seht nicht nur nirgends im Game, auch in der Spielanleitung (die es vor 10 Jahren noch zu den Games dazu gab) steht nichts dazu. Man muss sich all diese Info also in einem Wiki zusammensuchen. Aber selbst wenn man das macht, mit mehreren Stunden Aufwand, hilft das nur bedingt, weil das Game all die nötigen Informationen gar nicht anzeigt (z.B. welches Level die verschiedenen Skills haben, was sehr wichtig ist für die Klassenbestimmung), man kann sie nur anhand verschiedener Faktoren einigermassen erraten. z.B. beim Waffenlevel kann man nur sagen ob er 7 oder kleiner, 8 - 13, oder über 13 ist, genauer ist es nicht möglich.

 

Dann gibt es z.B. extrem viele Craftingmaterialien. Da alle Chars ausser dem Protagonisten alle ihre Ausrüstung selber auswählen und craften wollen, fragen sie immer wieder, ob man nicht die ensprechendne Craftingmaterialien sammeln gehen kann. Da es aber mehrere hundert Craftingmaterialien gibt, ist es ohne Wiki praktisch unmöglich zu wissen, wo man diese Items denn finden soll. Dazu kommt, dass die Charaktere auch keine Items aus dem Inventar nehmen, selbst wenn man also schon zig von dem gewünschten Item hat, muss man es noch einmal suchen gehen.

 

Oder die Guild Tasks, bei denen man irgendwelche Monster töten, materialien Sammeln, Waffen craften usw tun muss. Wenigstens gibts da ein paar hinweise, aber z.B. muss man oft Rare Monster besiegen, aber wie es der Name schon sagt, sind die selten. Wo man die genau findet, wenn sie denn überhaupt da sind, muss man auch wieder in einem Wiki suchen, oder riskieren dass man ein Gebiet stundenlang absucht.

 

Dann wäre noch zu erwähnen, dass man an 3/4 der Monster vorbeirennen muss, weil man aufgrund des ganzen Leveling Systems sonst auf lange Frist stark leidet, und gegen optionale Bosse eigentlich keine Chance hat. Zumindest bis man 3/4 durch das Spiel ist, und dann hiesse es erstmal eine weile Grinden. Das geht einfach gegen die üblichen Instinkte und macht auch keinen Sinn, mal abgesehen davon, dass man von der Problematik gar nichts weiss, wenn man sich nicht in einem Wiki einliest.

 

Alles in allem leidet das Game daran, dass Square Enix es einfach mit allem völlig übertrieben hat, die nötigen Informationen ingame nicht liefert und den Spieler schon fast in ein Wiki zwingt, und selbst das wegen Randomness teilweise nicht hilft. Wenn man einen Kampf 10 mal verliert, nur weil einem das Game nicht die gewünschten Kampfbefehle zur Verfügung stellt, dann ist das einfach enorm frustrierend.

 

Und zu allem Überfluss sind auch noch die Story und die Charaktere nichts besonderes.

 

Ich musste mich am Ende überwinden das Spiel noch zu beenden. Ich habe alle Sidequests und 95% der Monster links liegen gelassen und bin zum Ende gerusht, nachdem ich mir lange Zeit Mühe gegeben habe alle Sideqeusts zu machen und auch die meisten Monster zu besiegen (was auch lange gut ging, aber viel Zeit verbraucht hat und gewisse späte Sidequests verunmöglicht hat).

 

5/10

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Nachtrag zu Dragon Quest 11

 

Nach 107 Stunden und mit Level 99 Khalasmos besiegt und das Spiel definitiv beendet. Das Ende war wunderschön. Es war auch toll wie der Abspann Ausschnitte aus den vorangegangenen DQs zeigt. Wir haben uns jetzt gleich mal 7 und 8 für den DS organisiert.

 

Ein absolutes Ausnahmespiel. Ich verstehe absolut warum jeder Release in Japan ein Volksfest ist!

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An diesem Wochenende sozusagen zwei Meilensteile passiert. Alt traf auf neu, JRP traf auf Action-Adventure mit RPG-Elementen, vorgerenderte Hintergründe im Dia-Projektor-Spielstil prallten auf 2018-High-End-Open-World-Grafik und die Spielzeit für beide zusammen summiert sich bei überirdischen 75h.

Es hiess: Final Fantasy IX vs. Assassin's Creed: Odyssey


Widmen wir uns zuerst dem Open-World-Monstrum:

Assassin's Creed: Odyssey (PS4)

 

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Griechenland, 431 V. Chr.
Das goldene Zeitalter der Helden und Götter - und antiker Kriege


Es gibt Momente im Leben eines Spielers, in denen er sich fragt: Wann ist gross gross genug? Und wie gross werden Spielwelten wohl mit der nächsten Systemgeneration? Ja... verflucht, der Spielplatz von AC: Odyssey ist gewaltig. Gewaltig und an sich wunderschön. Wie schon bei Origins haben es die Macher geschafft, eine historische Kulisse zu erschaffen, die sich aktuell keiner Konkurrenz bewusst sein muss. Wohl noch nie zuvor wurden die antiken Versionen Ägyptens oder auch Griechenlands so beispielhaft und authentisch umgesetzt. Es ist eine wahre Augenweide. Selbstredend trifft man auch auf einige bekannte Persönlichkeiten wie beispielsweise Sokrates, mit dem man sich immer wieder das eine oder andere Wortgefecht über Moral und Ethik und das Sein an sich liefern darf, gar muss. In solchen Momenten brilliert AC Odyssey. Nicht nur hat man immer wieder die Qual der Wahl bezüglich der Art der Antwort, auch kann man die Gespräche emotional in eine bestimmte Richtung lenken. Will man mit einer Person ins Bett hüpfen? Sie belügen? Bedrohen? Das alles ist schön gemacht und hat auch nicht selten direkte Auswirkungen auf den Spielverlauf.

Allerdings gibt es oft, wenn nicht etwas zu oft, Situationen, in denen das "Acting" bei den Charakteren nicht immer ganz dessen entspricht, was man antwortet - oder sie wirken extrem unbeholfen und animationstechnisch auf dem Stand von vor 10 Jahren. Es ist einer der Punkte, die ich seit jeher an der Spielereihe kritisiere. Die Welten, das Optische, neuerdings und endlich auch das teils immer noch behäbige Gameplay entwickeln sich weiter. Doch schaut man etwas genauer hin, hat man das Gefühl, als hätten 80% der virtuellen Bevölkerung nen Stock im Arsch. Auch nicht nachvollziehbare Bewegungsabläufe vom Nirgendwo hin zum andern Nirgendwo, nur um dann wieder auf die Strasse zu rennen und von dort einen gemütlichen Spaziergang zu unternehmen - das alles kann man bei der Bevölkerung, aber auch bei wichtigeren NPCs und/oder Söldnern beobachten. Abartig nervig ist auch der Umstand, dass man, hoch zu Ross, immer wieder nervig abgebremst wird, wenn man sich in der Nähe einer Ortschaft aufhält. Ernsthaft - das antike Griechenland ist keine Formel-1-Boxengasse, in der man sich an bestimmte Geschwindigkeiten halten muss. Ich kann morden, meucheln, rumhüpfen, in eine Feuerschale stehen und mich selbst den Flammen opfern - aber wehe, ich bin mit dem Pferd unterwegs. Dann soll ich mich gefälligst an eine geringere Reitgeschwindigkeit halten. Es wundert mich, hat man nicht gleich noch antike Radaranlagen an den Wegesrändern installiert. So ein paar Steinheufen, hinter denen sich sich ein antiker Sozialfall mit nem Spiegel in der Hand aufhällt, der bei direkter Sonnen-Einstrahlung zu "blitzen" anfängt. Ist dann halt nachts etwas doof - aber die alten Griechen waren ja erfinderisch nicht auf Holzpfaden unterwegs.

Wie dem aber auch sei - etwas mehr als 50 Stunden hab ich benötigt, um die Hauptgeschichte abzuschliessen. Das ist, sagen wir mal, amtlich. Allerdings nicht nur dem Umstand geschuldet, das man ab und zu mal eine Nebenquest erledigt. Auch die werden ja mehr oder weniger fast aufgezwungen. Nein - ich habe mich wirklich mehrheitlich am geschichtlichen roten Faden orientiert und versucht, die Geheimnisse des allgegenwertigen Kults (dessen Geheimnis glaube ich selbst nach Story-Abschluss immer noch nicht so richtig gelüftet ist ) zu lüften, meinen bösen bösen Bruder zu besänftigen (oder ihm schlicht die Fresse zu polieren)... und die Athener gegen die Spartiaten aufzuwiegeln. Dieser ist übrigens ein weitere nicht wirklich klar nachvollziehbarer Punkt und das Spiel gibt sich zu wenig restriktiv. Wenn ich als Spartiatin sozusagen als nicht ganz unbekannter Doppel-Agent Einrichtungen zerstöre... muss das etwas direktere Auswirkungen haben. Nicht nur auf die Glaubwürdigkeit von Kassandra, sondern auch auf andere Bereiche. Aber bitte hört auf, mir alle 20 Sekunden einen neuen Söldern auf dem Silbertablett zu präsentieren. Die Kämpfe laufen immer nach Schema F ab und sind entweder lächerlich einfach oder bringen mich fast zur Weissglut - besonders dann, wenn man eh schon gegen ein halbes gegnerisches Fort kämpft. Und wie zur Hölle kann es passieren, dass ich 20 Banditen in einer engen Höhle bekämpfe und mich dann noch zwei Söldner gleichzeitig von hinten fisten? Kassandra stand im Verlaufe ihrer Odyssee zwar auf so einiges, Frauen wie Männer... aber sowas hatte sie bestimmt nicht nötigt. Zumal so mancher Söldner auch noch einen fucking Löwen dabei hatte. Diente das der Übersicht in so einer Höhle? Dem Spielspass? Hat sich das einer der Entwickler überhaupt mal näher angeschaut?

A propos Glaubwürdigkeit: Deimos. Ohne gross was zu verkackspoilern, zumal sich da jeder Spieler eh unterschiedlich entscheiden kann letzten Endes: Aber wenn mich mein beschissener Bruder das ganze Spiel über mit harten Bandagen bekämpft... er mich gar abgrundtief hasst, so sehr gehirngewaschen vom Kult, dass er seine eigene Mutter nicht mal von einer Kartoffel unterscheiden könnte... dann kann es ABSOLUT UNMÖGLICH SEIN, dass ich ihm am Schluss sowas wie "Ich kämpfe nicht gegen dich" sage, der Pfosten in Spider-Man-3-Tränen ausbricht und von da an den treudoofen Bruder spielt, der seine Kassandra ja schon immer geliebt hat. Nach 50 Stunden des puren Hasses erlebt man eine 10-sekündige Passage, in der sich absolut alles ändert und die beiden ein Herz und eine Seele sind. Ich war mir wirklich nicht sicher, ob man sich hier einen schlechten Scherz mit mir erlaubt oder nicht.

Trotzdem: AC Odyssey macht unglaublich viel richtig - ansonsten hätte mich da wohl auch kaum durchgebissen. Jetzt mal davon abgesehen, dass die Map komplett überladen ist.. man wirklich alle 2m irgendwo hin und was entdecken / bekämpfen könnte... die Spielwelt ist fantastisch umgesetzt. Wunderschöne Landschaften und atmosphärische Stimmungen wechseln sich mit einem teils wirklich nicht zu verachtenden Story-Verlauf und wie immer schön inszenierten Kämpfen mit Schiffen auf hoher See ab. Nur schon das Feeling, mit dem eigenen Kutter zwischen all den griechischen Inseln hindurchzuföhnen - macht einfach Spass. Was Ubi jetzt einfach mal lernen muss: Die Illusion der Abwechslung zu schaffen, ist nicht das, was Abwechslung verspricht. Folge XYZ - Töte XYZ - Begib dich zu Punkt XYZ - ja das hat man langsam aber sicher mal gesehen. Die Kämpfe in den Forts sind immer dieselben. Das Synchronisieren von Aussichtspunkten bedarf einer Generalüberholung. Und trotzdem macht es ab un zu Spass, sich durch die Forts zu schleichen und im Tenchu-Style einen Gegner nach dem anderen wegzumeucheln. Es macht Spass, antike Ruinen oder Unterwasserlocations zu erkunden oder sich einfach nur an der wunderschönen Spielwelt zu ergötzen.

Darf man sich zum vergünstigten Preis absolut holen - besonders wenn man AC ohnehin mag und speziell Origins schon genossen hat. Sollte der nächste Teil wirklich bei den Wikingern handeln, würde ich frohlocken - und hoffen, dass bis dann wirklich mal ein paar traditionelle Behäbigkeiten der Reihe behoben werden. Das Kampfsystem beispielsweise ist auch noch nicht da, wo es sein müsste und fühlt sich besonders nach Sekiro: Shadows Die Twice an wie eine Zeitlupenhandlung. Und es ist alles anderes als fähig zur Rückmeldung. Das Block- und Ausweichsystem ist beschissen. Aber item - das hier ist keine Hasstirade auf Odyssey. Odyssey ist grundsolide - wunderschön. In seiner Gesamtheit fast zu viel des Guten - aber es hält trotzdem bei Stange. Und macht vieles wirklich gut.

 

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Final Fantasy IX (PS4)

 

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I can't believe I played a part in this debacle! - said no one ever, except Steiner :)

 

Endlich - im Jahre 2000 ist Final Fantasy IX, in meinen Augen eines der schönsten und vor allem besten FF-Spiele, erschienen. Ich habe keine Ahnung, wie oft ich das Spiel schon begonnen habe, mit dem Vorhaben, es auch mal durchzuspielen. Locker so an die zehn mal. Ich hatte es auf der originalen PSX. Ich wollt's via PS2-Abwärtskompatibilität schaffen, ich hab's mir auf PS3 und Vita und zu guter letzt auch noch für die PS4 geholt... und nun, nach einer grösseren Pause (2017 zuletzt gespielt ) endlich alles in Angriff genommen und sozusagen "Disc 3 & 4" an einem Sonntag Nachmittag in Angriff genommen.

Bei Spielen wie Final Fantasy IX, und per se bei Final Fantasy-Games mit vorgerenderten Hintergründen, wo man sozusagen "Bild für Bild" spielt, stellt sich immer irgendwie die Frage, wie gut es denn gealtert ist. Nun - Geschmacksache... wenn man's von früher her kennt, hat man mit der Steuerung der Figuren keine grossen Probleme. Spielt man das heute zum ersten Mal, fällt nicht nur Nostalgiebonus weg, man dürfte auch etwas Mühe haben, sich mit der Behäbigkeit der Steuerung anzufreunden. Aber ich bin überzeugt, dass das nach ein zwei Spielstunden in Fleisch und Blut übergeht, man gar nicht mehr darüber nachdenkt. Aber das ist letzten Endes völlig pillepalle - denn Final Fantasy IX ist nicht nur der verkörperte Schwanengesang einer damals veralteten Konsole, was man technisch betrachtet allerdings kaum bemerkt haben dürfte anhand der Qualität der CGI-Optik, sondern auch Speerspitze der narrativen, beinah schon cineastischen (J)RPGs. Ein für mich wundervolles und schön durchdachtes rundenbezogenes Kampfsystem, eine genial umgesetzte Fantasy-Atmosphäre, die mittelarterliche Steampunk-Elemente mit fantastischen - im wortwörtlichen Sinne - Elementen kreuzte und dabei einen Charme bietet, den auch heute noch einige Kontrahenten verzweifelt zu erreichen versuchen. Ich könnte ähnliches über Teil VII und auch Teil VIII schreiben - aber der IXer nimmt sich sozusagen die besten Elemente der beiden Vorgänger und zaubert daraus eine Essenz, die optisch eigenständig daherkommt und wunderbar dem Zahn der Zeit standhält. Selbstverständlich sieht man, dass es nicht gestern erst, sondern eben vorgestern erschienen ist - aber wen bitte schön juckt das schon, ausser vielleicht "Onkel Cid"?

 

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Wie dem auch sei - ich habe für diesen Durchlauf rund 25 Spielstunden benötigt. Und hätte ich nicht, das gebe ich ohne Probleme zu, den x3-Spiel-Accelerator sowie die 9999-Schaden- sowie die Mach-Bitte-Nicht-So-Viel-Schaden-Cheat-Funktionen aktiviert gehabt, wäre die Spielzeit wohl etwa 3x länger ausgefallen (ich habe auch längst nicht alles gemacht) und die Wahrscheinlichkeit wäre gross gewesen, dass ich FF IX zugunsten anderer Titel, mal wieder, liegen gelassen hätte. Aber es musste jetzt einfach mal sein und ich betrachte die Aktivierung der Cheats als "Story-Mode" des Spiels. Das gesagt - das absolute Highlight des Spiels ist nicht mal die immer noch schöne Optik und die wundervolle Gestaltung von grossen Städten wie Alexandria oder Lindblum, oder gar die ausgezeichneten Architekturen, wie sie zum Beispiel Hochburg Ipsen aufweist (wo kurzum einfach mal eine ganze Burg kopfsteht) - es sind die absolut liebevollen, charmanten Charaktere, die sich mal herzen, sich aber oftmals auch piesaken (die Konversationen zwischen Ritter Steiner, dem das Wohl von Prinzessin Garnet mehr am Herzen liegt als seine eigenen Eier) und "Taugenichts" Zidane, der Gefallen an selbiger gefunden hat. Es ist eines von vielen Beispielen, die Final Fantasy IX so toll machen. Die Handlungen der Charaktere sind nachvollziehbar, sie passen zum Kontext, sie weben sich wunderbar ins gesamtheitliche Gefüge ein und, ist man erst einmal wieder mit dem Spiel beschäftigt, lassen sie einen auch nicht mehr los. Wem Charaktere wie diese nicht ans Herz wachsen - nun ja.. dem ist dann auch nicht mehr zu helfen.

Es ist atemberaubend, wozu ein kleines, kompaktes 32-Bit-System anno 2000 in der Lage gewesen ist. Natürlich ist es auch der CD-Technologie geschuldet, aber was Squaresoft damals aus diesem kleinen grauen Kasten geholt hat, erstaunt auch heute noch - und löst reine Bewunderung aus. Final Fantasy IX ist eines der Spiele, die zurecht immer wieder in den Top-Listen des Internets auftaucht. Es ist eines der Spiele, welches unzählige Momente bereithält, an die man sich auch Jahre später noch voller Freude erinnert. Final Fantasy IX ist eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Verrat, Machtgeilheit, unsägliche Gier, Leid, Tod - und den Kreislauf, der all das in sich vereint.

 

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Holy Crap, wunderschön gschrieben radi. :mushy:

FFIX ist und bleibt mein liebstes Final Fantasy... natürlich hat auch viel damit zu tun, dass es mein erstes 3D FF war, aber auch mit späterem Durchspielen kamen andere Teile nicht mehr ran.

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Vielen Dank Arthas :mushy:

 

Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass Final Fantasy IX eine Art Liebesbekundung der Entwickler/von Squaresoft an die PlayStation und die Final Fantasy-Fans gewesen ist. Ein absolut magisches Spiel, mit einer so wundervollen Welt... es ist einfach hinreissend schön und charmant.

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Ich finds ehrlich gesagt etwas komisch wenn du das spiel so lobst, aber sagst dass du es nur durchspielen kannst indem du eigentlich das ganze Gameplay "ausschaltest" und auf 3 faches Tempo erhöhst

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vor 36 Minuten schrieb Naryoril:

Ich finds ehrlich gesagt etwas komisch wenn du das spiel so lobst, aber sagst dass du es nur durchspielen kannst indem du eigentlich das ganze Gameplay "ausschaltest" und auf 3 faches Tempo erhöhst

Hm? Das war ja nicht die ganze Zeit so - zumal der x3-Boost einige Passagen unspielbar machen würde. In Kämpfen z. B. kommt er aber sehr entgegen.

 

Das Schaden-Feature kam hauptsächlich bei grösseren Bossfights zum Einsatz. Wie gesagt.. Habe das Ding schon x-mal angefangen und auch schon einige Male bis Disc 3 gespielt. Ich habe das trotz und ab und zu gerade auch wegen diesen Möglichkeiten sehr genossen.

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Darksiders 3

 

Ich hatte knapp 16h und es hat richtig Spass gemacht. Natürlich verblassen Gameplay und Präsi im Vergleich zu einem DmC5, aber die Geschichte mit der Jagd auf die 7 Todsünden war spannend. Die recht verzweigte OW ist extrem gut umgesetzt - vertikal und horizontal. Am besten waren die Shortcuts, die man mit steigendem Kräfte- und Fähigkeitenrepertoire nach und nach freischaltet - zum Teil in Gebiete die man schon vor Stunden vergessen hatte...

 

Auch gab es erstaunlich viele Dark Souls Anleihen mit dem exponentiell teurer werdenden Leveln via Seelen, der Schlangenloch (Bonfire) Mechanik und den wiederbeschaffbaren Überresten im Falle des Ablebens.

 

Ich hoffe es gibt mal ein Darksiders 4 :mushy:

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Gutes Review zu FFIX, radi :)

Habe es mir auch vor längerer Zeit geholt, leider nach einer Stunde dann abgebrochen. Aber werde es auch irgendwann noch schaffen :)

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Merci Gunni :mushy:

 

Aber nach 1h ist ja noch gar nix passiert :ugly:... Davon abgesehen haben sie Alexandria so märchenhaft schön hinbekommen :mushy:

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Mortal Kombat 11 Story Mode

 

War in ca. 5 Stunden durch. Absolut hirnlos aber endlos geil. Reicht gerade mal zum ein paar Figuren kennenlernen. Jetzt gehts an die Einzelfights...

Jax und Johnny Cage wie immer meine Favs! :mushy:

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Final Fantasy VII (PS4)

 

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Es gibt sie, diese Spiele, an die man auch nach x Jahren noch sehr lebhafte Erinnerungen hat. Vielleicht auch nur an bestimmte Bereiche davon. Geht es nach mir und meine Erlebnisse mit Final Fantasy VII, dann sind es Begebenheiten, wie sie sich im Midgar, dem "Blumenmädchen" Aerith, dem Mako-Reaktor in Midgar, dem Shin-Ra-Gebäude oder aber auch beim ersten Betreten der Weltkarte zugetragen haben. Speziell Midgar mit seinen Mako-Reaktoren oder den darunterliegenden Slums haben sich speziell ins Gehirn eingebrannt und man kann vor den Schöpfern dieses herausragenden und auch heute noch sehr gut spielbaren Rollenspiels eigentlich nur den Hut ziehen. Doch das herausragende Weltendesign mit hohem Wiedererkennungswert ist das eine - die nicht weniger kutligen Charaktere, allen voran natürlich Cloud Strife, Barret, Tifa und viele mehr, stemmen natürlich ebenfalls eine gewaltige Menge an Charme und das Gesamtpaket dürfte für viele Spieler sozusagen ein Synonym für die PlayStation repräsentieren, selbst wenn diese Blaupase der Render-JRPGs auch für den PC erschienen ist.

 

Was aber sind schon Welten und Charaktere, wenn sie nicht auch durch eine spannende Geschichte und facettenreiche Charakterzüge getragen werden? Da hätten wir den über weite Strecken eher grummeligen Cloude, der sich, wie sich herausstellen sollte, auf der Suche nach seiner eigenen Identität befindet; Barret, der mit seiner Rebellentruppe von Avalanche zu Beginn eher militant und mit einem gelinde gesagt kurzen Geduldsfaden unterwegs ist; Tifa, die ihre Zuneigung zu Cloud schwerlich verstecken kann und oft wie die gute Seele des Trupps rüberkommt; das besonnen wirkende Wesen Red XIII; der cool scheinende und zigarettenrauchende Cid, der sein Leben der Wissenschaft verschrieben hat ... die Liste liesse sich lange so weiterführen und auch durch liebenswerte Nebencharaktere schmücken. Es würde jedoch den bekannten Rahmen sprengen.

 

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Ja, auch Final Fantasy VII gehört, zusammen mit Final Fantasy IX (Bericht weiter oben) zu den Square-Soft-Klassikern, die ich weiss Gott wie oft begonnen habe. Vielleicht habe ich auch deswegen besonders lebhafte Erinnerungen speziell an Midgar, den Shin-Ra-Präsidenten und vieles mehr in unmittelbarer Umgebung, aber wie schon gesagt: Midgar an sich ist das designtechnische Prunkstück des Spiels und vereint Steampunk-Elemente mit der Atmosphäre eines Blade Runners, kommt aber genügend eigenständig daher und dürfte nicht unwesentlich dazu beitragen, dass man das Teil endlich geremaked haben will. Und auch deshalb ist es die Midgar-Region, die zuallererst im FF VII-Remake-Trailer gezeigt wurde. Midgar ist dann auch gleichzeitig Ausgangspunkt einer fulminanten Geschichte, die den Spieler sogar kurz ins Weltall verfrachtet (!), wie aber auch der Startschuss zur Endphase des Spiels. Midgar alleine ist es aber nicht, das für den Charme von Final Fantasy VII steht. Einmal dort gewesen, kann man auch Schauplätze wie die Chocobo-Farm, die Gold-Saucer-Region, Nibelheim, Corel, Juno und wie sie alle heissen, absolut nicht mehr vergessen. Und... dann wäre da natürlich noch der grosse, nebelverschleierte Konterpart des Spiels: Sephiroth und alle Situationen, die sich um ihn und das Jenova-Projekt drehen. Das alles hat so viel Stil, so viele Gefühlserregungen - man kann gar nicht anders, als Final Fantasy VII als einen der Meilensteine der Videospielgeschichte zu bezeichnen. Dass das Kampfsystem dabei locker-flockig von der Hand geht, die Einsätze der Materia das System an sich abwechslungsreich und taktisch halten und die Limit Breaker das i-Tüpfelchen mitsamt der geilen Kampfmusik darstellen, soll dabei nicht unerwähnt bleiben.

 

Man kann, wenn man will, dieses Epos in 30h durchspielen. Doch hat man dabei nicht einmal ansatzweise alles gesehen oder gar abgearbeitet. Sollte man? Ja, sollte man :). Zwingende Voraussetzung für den Genuss dieser RPG-Instanz ist es allerdings nicht. Was jedoch zwingend ist: Auch wenn die Erstveröffentlichung mittlerweile über 22 Jahre (!) her ist und auch wenn die klobigen Figürchen in-game manchmal wie ein dezenter Stilbruch zu den immer noch ansehnlichen CGI-Hintergründen (unfassbar, dass man das heute noch immer hübsch finden kann und darf!) wirken: Gespiel haben sollte man es. Und jeder, der einen PC, eine PS4 oder mittlerweile auch Nintendo Switch sein Eigen nennt, hat eigentlich absolut keine Ausrede mehr, sich nicht wenigstens einmal mit diesem Stück Videospielgeschichte zu befassen.

 

Ein Bild von einem Videospiel, ein designtechnisches Monument und eine Liebeserklärung an das Genre und seine Fans.

 

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Resident Evil 7 (PS4 Pro)

 

+ geniale Atmosphäre

+ ausgezeichnete Präsentation

+ glaubhaftes Setting

+ einige tolle Schckmomente

+ verbindet alte Resi-Tugenden mit aktuellen Genre-Elementen

+ verbesserte Steuerung

+ gutes Gunplay

+ an sich spannender Plot

- relativ kurz

- letztes Viertel fällt spielerisch und atmosphärisch ab

- dürftiges Ende

 

Es liegt schon etwa einen Monat zurück, seit ich dieses Spiel beendet habe. Der Titel hat mir wirklich gut gefallen und ich denke auch heute noch gerne an das Spiel zurück.

 

Der Horror um Familie Baker war - gerade zu Beginn - am Limit des für mich horrortechnisch Ertragbaren. Interessanterweise wollte ich, selbst in Momenten, in denen ich das Spiel vor lauter Angst beenden musste, immer gleich wissen, wie es weitergeht.

 

Auch spielerisch fand ich den Reboot unterhaltsam und vor allem ausgewogen. Capcom hat es wunderbar verstanden, einige Resi-typische Spielelemente, wie etwa das Item Management oder die insgesamt gut gelungenen Rätsel, zu konservieren und mit Elementen des Neo-Horrors (Soma, Amnesia, etc.) zu verknüpfen. Das Amalgam kommt aus meiner Sicht deshalb sowohl vertraut als auch frisch daher. Wohl das grösste Kompliment, das man einem Reboot machen kann.

 

Abzüge gibt es einzig für die generell eher schwachen letzten zwei, drei Stunden (inkl. Ende), was angesichts der ohnehin nicht allzu langen Spieldauer (12h mit etwas Exploring) noch mehr ins Gewicht fällt.

 

Nichtsdestotrotz für mich ein voller, schaurg-grusliger Erfolg. Horrormuffel, überwindet euch, es lohnt sich (ich habe es auch nicht bereut)!

 

8.5/10

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Outward (PC)

 

Outward ist ein Indie Game von einem 10-Mann Studio, das nicht einfach zu beschreiben ist. Ich denke am ehesten würde es "Abenteurer-Simulator" treffen, und es ist definitiv nicht ein Game für jedermann, aber darum kann es sonst kaum beschrittene Wege gehen. Es ist ein Action Adventure bei dem Exploration an oberster Stelle steht, gepaart mit Survival-Elementen (inklusive Crafting) und einem von Dark Souls inspirierten Kampfsystem. Progression gibt es durch bessere Ausrüstung (oft durch Crafting oder gezielt in Dungeons versteckt) und durch das Lernen von Skills. Levels oder derartiges gibt es nicht, und die Skills sind beschränkt. Es gibt 7 Skilltrees, man kann bei allen die tiefen Skills kaufen kann (die oft aber nur mit bestimmte Spielweisen/Builds funktiionieren), aber nur bei 3 davon kann man auch die besseren Skills kaufen. Ausserdem gibt es überall verteilt noch einzelne NPCs die einem einen einzigen Skill beibringen. Soweit ich gesehen habe sind das alles Skills die mit genau einem Waffentyp verwendet werden können oder Buffs, die aber ihre Wirkung erst in Verbindung mit anderen, limitierten Skills ihre Wirkung wirklich entfalten.

 

Das Spiel beginnt damit, dass man 5 ingame Tage Zeit hat, Schulden abzuzahlen. Was die Konsequenzen sind, wenn man das nicht schafft, weiss ich nicht, aber es hat definitiv welche, wenn man andere Quests betrachtet. Wenn man das geschafft hat, gilt es sich einer von 3 Fraktionen anzuschliessen. Aber dazwischen wir sehr wahrscheinlich einiges an Zeit vergehen, denn es gibt sehr viel zu entdecken und zu erforschen. Es gibt zwar Quests, aber keine Marker dazu auf der Karte, man kriegt von den NPCs grobe Beschreibungen, wo man hin muss, wenn überhaupt. Und wenn ich schon bei der Karte bin: Auf dieser sind ein paar wichtige Orte markiert, wie Festungen oder Dörfer, sonst aber nichts, nichteinmal die eigene Position. Man muss sich also mit Hilfe des Kompasses und durch umschauen in der Umgebung orientieren, ein Abenteurer-Simulator halt. Eine Schnellreisefunktion fehlt komplett, wenn man irgendwo hin will, muss man sich orientieren und laufen.

 

Was auch zum Abenteurer-Simulator Aspekt gehört ist das Inventar Management. Man hat einen Rucksack in dem man alles unterbringen muss, was man bei der Erforschung dabei haben will, und auch den Loot den man findet. Allerdings wird man durch das Gewicht und den Rucksack selbst (abhängig davon welchen man hat) verlangsamt. Man kann ihn aber per Tastendruck einfach abziehen und wieder anziehen, wenn man mehr Mobilität braucht. Wenn man ihn aber abzieht, dann hat man logischerweise keinen Zugriff mehr auf das Inventar darin. Man hat zwar eine kleine Tasche immer dabei, aber dort lässt sich nur das nötigste unterbringen, nur schon für Tränke wird es schnell knapp.

 

Ein weiterer Aspekt ist das Licht. Höhlen, oder auch die freie Welt in der Nacht, sind oft sehr dunkel. Für etwas Licht, kann man entweder eine Fackel oder eine Laterne in die Hand nehmen (es gibt auch noch andere Möglichkeiten, z.B. via Spells), dann hat man aber nur noch eine Hand frei. Wenn man eine 2-Hand Waffe verwenden will, oder ein offhand item wie ein Schild, geht das nicht. An den meisten Rucksäcken, kann Laternen befestigen, aber ein Laterne hinten an einem Rucksack gibt natürlich nicht sonderlich viel Licht nach vorne ab. Es gibt aber z.B. einen Rucksack, bei dem die Laterne an einem nach oben ragenden Holzpfosten montiert wird, dieser hat dafür aber weniger Platz als andere. Man muss also immer abwägen.

 

Wenn man besiegt wird können verschiedene Dinge geschehen, abhängig davon wo und wie man besiegt wurde, aber auch von Zufall. Wenn man Glück hat, wird man von jemand anderem in das nächste Dorf getragen, oder man wacht neben einem Lagerfeuer wieder auf, nachdem man gerettet wurde. Es kann aber auch sein, dass man sich irgendwie wegschleppen kann und wieder vor dem Dungeon steht den man gerade erkundet hat. Wenn man in der Nähe eines Banditenlagers besiegt wird, kann es auch sein, dass man gefangen in diesem Lager wieder aufwacht. Und so weiter. Das ganze geht aber immer mit temporären Debuffs und/oder stark veringerter Maximal Health und Stamina einher. Um diese wieder auf ihren Ursprungswert zu bringen muss man entweder Tränke, Essen usw benutzen, oder schlafen, z.B. im Zelt, das man hoffentlich dabei hat. Schlafen verringert aber das maximale Mana, das man durch wach bleiben oder Consumables wieder auffrischen kann.

 

Wenn ich schon beim Mana bin: Zu Beginn hat man kein Mana. Es gibt einen besonderen Ort, den man aufsuchen muss, um Mana zu erlangen. Dafür muss man dann aber max Health und Stamina opfern. Wieviel bleibt einem selbst überlassen, und man kann später auch noch mehr konvertieren, was aber einmal konvertiert ist, bleibt es auch. Es gibt kein zurück mehr davon.

 

Wie für Survival Games üblich muss man aber auch Essen, Trinken und auch genug Schlafen. Diese Faktoren haben für mich aber nie eine ernstzunehmende Rolle gespielt. Schlaf hatte ich sowieso immer genug wenn nicht eher zu viel, gegessen habe ich auch immer wegen der Buffs, die einem das essen gibt (z.B. Health regeneration über die Zeit) und Wasser hatte ich auch immer mehr als genug dabei. Schwieriger war es da teilweise die Temperatur im Griff zu behalten. Wenn es schneit muss man insbesondere in der Nach dafür sorgen, dass man genug Wärme hat. Dazu gibt es wieder Potions, Essen, Skills, Magie, Ausrüstung, oder auch ganz einfach ein Lagerfeuer an dem man sich aufwärmt. In der Wüste wiederum muss man darauf achten, dass man nicht überhitzt.

 

Es gibt noch zig andere Mechaniken (z.B. Crafting oder Krankheiten), all das zu entdecken gehört zum Charme des Spiels.

 

Das Game wurde wie gesagt von einem 10-Mann Studio gemacht, und das zeigt sich vor allem auf der technischen Seite. Das Game sieht nicht zeitgemäss aus (vor allem die Gesichter), die Soundeffekte sind nicht gerade der Hammer und die Sprachausgabe ist stark limitiert. Dafür gibt es aber einige wirklich schöne Landschaften (insbesondere das Gras rund um den violetten Berg) und die Hintergrundmusik ist zu grossen Teilen bombastisch. Das Kampfsystem ist nicht so ausgefeilt wie bei einem AAA Game, die Interaktionsmöglichekiten mit NPCs sind beschränkt, die AI reisst auch keine Bäume aus usw.

 

Es gibt eine Story, die vermutlich stark abhängig ist davon, welcher Fraktion man sich anschliesst. Die Main Story ist aber nur wenige Quests lang, zumindest diejenige der Holy Mission wartet aber mit unerwarteten Wendungen auf und verhindert Klischees. Ich meine, in welchem anderen Game schliesst man sich der Religions-Fraktion an, nur damit einem der Gott dann sagt "folge nicht einfach Befehlen oder Glaubensdoktrinen, denke selbst, bezweifle und hinterfrage, und tu dann das, was du für das Beste für alle hälst"?

 

Und nun noch zum letzten Punkt: Das Game bietet einen 2-Spieler Co-op Modus, entweder via Splitscreen oder Online. Richtig, ein Open World Action Adventure mit Splitscreen, ich persönlich weiss von nichts vergleichbarem, und ich würde das Spiel enorm gerne im Co-op mit jemand anderem spielen. Wenn sich jemand das Spiel auf Steam holt (es gibt es übrigens auch auf der PS4 und der XBox) und Lust auf Co-op hat, meldet euch bei mir.

 

Zusammenfassung

Das Game erinnert mich im grundlegenden Spielgefühl mit dem Fokus auf der Erforschung einer Welt in der man eigentlich machen kann was man will am Breath of the Wild. Allerdings natürlich nicht auf dem gleichen Niveau und dem gleichen Polish, das kann man von einem so kleinen Studio aber auch nicht erwarten. Durch die ganzen Dinge, die das Game auslässt (z.B. Fast-Travel oder markierungen auf der Karte, insbesondere der eigenen Position) oder das knackige Kampfsystem das einen für Fehler schnell bestraft, ist das Game sicher nicht für jedermann. Die anderen werden aber sicher ihre Freude daran haben weil es eine einzigartige Erfahrung ist.

 

8.5/10

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Grad durch Bayonetta (Switch) durchgestorben... so Games sind einfach nix für mich, kann mir da nie Combos merken (wie auch in so ziemlich jedem BmU) und hasse so QTEs wo man dann gleich stirbt, wenn mans nicht trifft... glaub bei 80% der Levels ne Steinstatue bekommen. :ugly:

 

Zock aber wohl auch noch Teil 2 durch, damit ich mal die Story beendet hab.

 

Würd dem Game so ne 7/10 geben

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vor 17 Minuten schrieb Arthas:

Grad durch Bayonetta (Switch) durchgestorben... so Games sind einfach nix für mich, kann mir da nie Combos merken (wie auch in so ziemlich jedem BmU) und hasse so QTEs wo man dann gleich stirbt, wenn mans nicht trifft... glaub bei 80% der Levels ne Steinstatue bekommen. :ugly:

 

Zock aber wohl auch noch Teil 2 durch, damit ich mal die Story beendet hab.

 

Würd dem Game so ne 7/10 geben

 

 

Bayonetta 10/10 :mushy: 

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Sekiro - Shadows Die Twice (PC)

 

Nun war es das also, nach 36 Stunden Spielzeit.

War wohl mein "kürzestes" From Soft Game (Dark Souls 54h, Dark Souls 2 55h, Dark Souls 3 39h, Bloodborne 70h :ugly:). Demons Souls zähle ich mal nicht, da ich das "casual" nachgeholt habe und in lediglich 16h durch war.

 

Aber war es dadurch "schlechter"?
Keineswegs! 

 

From Soft krempelt mit Sekiro gehörig das Kampfsystem um. Statt R1-Spam für Attacken ist es in Sekiro wohl eher L1 fürs Abwehren. 

Die Defensive spielt eine wahnsinnig grosse Rolle, ohne parieren kommt man nicht weit. Durch dieses System fühlt sich der Spieler aber zunehmend wie ein Meister-Shinobi und es entstehen GRANDIOSE Kämpfe. Insbesondere sind die Bosse wieder grossartig, rauben teils den letzten Nerv und die Euphorie nach einem Sieg ist genauso präsent wie in allen vorderen FS Games.

Die Kämpfe gegen menschliche Kontrahenten gefielen mir etwas besser, jedoch wird auch der Guardian Ape für immer ein Denkmahl bei mir erhalten. 

 

Die Areale, in denen die Bosse lauern sind wieder schön gross, mitunter verstrickt und laden zum erkunden und looten ein. 

Das schönste Gebiet sieht man definitiv nur, wenn man an einer gewissen Stelle die richtige Entscheidung trifft. From Soft typisch wird das im Vornherein kaum klar, zum Glück gibt es das gute Internet. 

Einige würden jetzt sagen ja gut, dann machst halt im NG+ die andere Entscheidung (was sowieso unabdingbar ist wenn man alle Enden will und nicht "save-scummen" möchte). Mir wär das "zu blöd" und ich habe mich nicht gescheut, gewisse Entscheidungen halt nachzuschauen. Denn für ein NG+ fehlt mir die Motivation. Einerseits, weil ich anderen Games wieder Aufmerksamkeit schenken möchte, andererseits möchte ich den Durchgang erst mal sacken lassen. 

 

Denn die 36 Stunden waren schlicht grandios, frustrierend, brachial, spannend und vor allem eins: From Soft-würdig!! 

Das Szenario hat mir sehr zugesagt, die Mobilität von Sekiro ist praktisch und ein wichtiges Gameplay-Element, die Armprothese zum Teil nützlich (auch wenn ich sie nicht viel verwendet habe) und die Kämpfe sackeschwer, schweisstreibend aber schlussendlich auch fair. Wie schon gesagt, dass Siegesgefühl gibt dir kein anderes Spiel besser als ein Game von den Japanern. 

 

Grafik und Sound sind ebenfalls ausgezeichnet, lief butterweich auf meinem Rechner.

Mods sorgen für Komfort (Playstation Button Prompts) und für lustige Models (allerdings nicht probiert).

 

Die Story fand ich nett, aber nix bahnbrechendes. So wichtig war mir diese nicht, wie eigentlich in jedem Souls-Borne-Game.

Die Dialoge fand ich dafür zum Teil exzellent, die japanische Vertonung tut ihr übriges. 

 

Unterm Strich fand ich Sekiro eine grandiose Spielerfahrung und würde mich über etwaige DLC's freuen.

An meinen Favoriten Bloodborne aus dem Hause FS kommt es jedoch nicht ganz ran, da ich vor allem die Spielwelt in BB doch einen Ticken interessanter fand. 

Zudem fand ich das Kampfsystem mit dem dodgen / nicht blocken ebenfalls ansprechender. 

 

Sekiro reiht sich aber schon bei den Souls-Spielen ein und ich sehe es gleichauf mit Dark Souls 3.

Nun hoffe ich eben auf DLC, Bloodborne auf dem PC oder grad ein Bloodborne 2 :glupsch:

 

:thumbsup: für dieses tolle Abenteuer ❤️ 

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