radiant Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 @Radi bzw die EndmissionDie letzte Mission fand ich rein spielerisch auch unheimlich schlecht. Es wirkte wie ein Korridor Shooter und die Tatsache, dass ich das Kampfsystem schon nach 10 Stunden eigentlich "gesehen habe", hat der Mission auch nicht sonderlich geholfen. Gerade in dieser Mission sieht man auch gut, wie langweilig und oberflächlich der Combat doch ist. Ausser Ballern macht man in dem Game nun echt nichts und das Ballern ist nach heutigen Shooter-Standards höchstens Durchschnitt. Wenige Gegnertypen und Kugelschwämme machen das Ganze nur noch schlimmer. Für mich persönlich wars kein Gameplay das für 30 Stunden geeignet ist, es fehlt einfach an Tiefe oder Abwechslung. Natürlich gibts noch die Dialog Sequenzen, aber ich hatte irgendwie nie das Gefühl, dass ich mich einmal aus ner Kampf-Situation rausreden konnte. Wenn das Spiel ein Gefecht vorgesehen hat, bekam man auch eins . Generell bin ich der Ansicht, dass das Spiel DEUTLICH grössere Mängel hat, als das scheinbar unbefriedigende Ende. Warum motzt niemand über die Tatsache, dass die Anzahl an Dialogrädern praktisch um die Hälfte reduziert wurde? Ich meine, wie viele Unterhaltungen liefen einfach im Spiel ohne jegliche Interaktion ab? Tonnenweise, sogar beim letzten Normandy Aufenthalt vor dem Endgame, gabs nur solche Dialoge. Das ist doch verrückt. Auch die Tatsache das die Teammitglieder deutlich weniger von sich geben als noch in Teil 2. Dort konnte ich stundenlang mit meinen Kamerade reden, bei Teil 3 wirkt das wesentlich oberflächlicher. Für mich ist Mass Effect 3 deutlich das schlechteste Spiel der Trilogie, wobei die Story kaum Einfluss auf diese Entscheidung hatte. this Zitieren
ushan Geschrieben 26. März 2012 Autor Geschrieben 26. März 2012 Raphys Einwände stimmen schon. Keine Frage! Für mich wird halt das ganze durch die atemberaubende Präsentation und die geniale Geschichte in beträchtlichem Masse wieder relativiert. Die ME-Trilogie ist und bleibt auf nicht absehbare Zeit meiner Meinung nach unangefochtener Kulminationspunkt elektronischer Unterhaltung. Aber ja - schade, dass Bioware sich über drei Spiele hinweg nicht entscheiden konnte wo sie spielerisch mit dem Franchise hinwollten - RPG, Shooter, Third-Person-Shooter? So konnte natürlich auch keiner der Titel durch entsprechende Fokussierung spielerisch überzeugen. So musste man als Spieler stets Abstriche in Kauf nehmen. Zitieren
Raphaelo Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 Raphys Einwände stimmen schon. Keine Frage! Für mich wird halt das ganze durch die atemberaubende Präsentation und die geniale Geschichte in beträchtlichem Masse wieder relativiert. Die ME-Trilogie ist und bleibt auf nicht absehbare Zeit meiner Meinung nach unangefochtener Kulminationspunkt elektronischer Unterhaltung. Aber ja - schade, dass Bioware sich über drei Spiele hinweg nicht entscheiden konnte wo sie spielerisch mit dem Franchise hinwollten - RPG, Shooter, Third-Person-Shooter? So konnte natürlich auch keiner der Titel durch entsprechende Fokussierung spielerisch überzeugen. So musste man als Spieler stets Abstriche in Kauf nehmen. Also die wohin sie spielerisch wollten, ist ja kaum zu übersehen. Vom reinrassigen RPG, zum RPG mit Shooter Elementen, zum Shooter mit leichten RPG Elementen :petzi: Zitieren
radiant Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 Also ein reinrassiges RPG war es ja nie wirklich? Gab ja auch im ersten Teil massig Action... aber klar, bezüglich Charakterentwicklung liess sich mehr anstellen. Aber eines ist klar: Der 3. Teil ist der spielerisch schwächste. Ganz eindeutig. Weisst du Ushan - als Ganzes betrachtet liebe ich diese Trilogie. Da hat BioWare ein fantastisches Universum geschaffen. Aber für sich betrachtet ist der 3. Teil spielerisch teils einfach unterirdisch. Geschichtlich natürlich spannend bis auf das sehr hinterfragenswürdige Finale, welches zu viel Interpretationsspielraum lässt. Kommt mir echt fast so vor, dass man nicht genau wusste wohin mit dem Finale und dadurch einfach eine Mindfuck-Sequenz vorgesetzt bekommt. Zitieren
ploher Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 wir haben doch in ME3 den typischen konflikt zwischen gamedesign und storytelling. dieser ist hier einfach nur besonders stark. wir sind mittlerweile im gaming an einem punkt angelangt (nich nur am beispiel ME), an dem storytelling bzw. writing, athmosphäre und charaktere stark mit dem spieldesign in konflikt gerät. auf der einen seite haben wir tiefgründige geschichten und charaktere, ein tolles universum, über weite strecken exzellentes writing; auf der anderen seite einen simplen shooter mit gegnerwellen-prinzip. das spieldesign kann nicht mehr mit dem rest mithalten, es kollidiert gar, zerstört einiges. es wirkt nicht wie ein kohärentes ganzes, sondern wie zwei teile: spiel vs. nicht-spiel szenen. etwas ganz ähnliches haben wir m.E. z.b. auch bei uncharted (gibt noch dutzende andere beispiele): auf der einen seite drake, einen sympathischen, witzigen alltagstypen in den zwischensequenzen; ein blutrünstiger und gewissenloser killer im spielerischen teil. ein anderes sehr gutes beispiel wäre auch bioshock. erklären kann ich mir das auch nicht vollständig. es scheint, als ob in dieser generation im speziellen die "nicht-spielerische"-seite enorme veränderungen durchschritten hat, während sich die entwickler auf der spielerischen seite an die gewohnten genre-konventionen halten. ein shooter ist immer noch ein shooter wie vor 20 jahren, das storytelling ist hingegen auf einem ungleich höheren niveau angelangt als zu dieser zeit in games üblich war. so ergibt sich die situation (wie in ME3), dass man die missionen schnellstmöglich hinter sich bringt ( den spielerischen teil), um danach wieder in den anderen teil einzutauchen. m.E. müssen sich die entwickler unbedingt in absehbarer zeit von diesen starren genre-strukturen lösen. es kann einfach nicht sein, dass ein gemini wie ME3 durch mieserables spieldesign hinuntergezogen wird. die herausforderung wird in zukunft vermehrt sein, wie man ein künstlerisches werk spielerisch unterstützend umsetzen kann. :likealady: Zitieren
ushan Geschrieben 26. März 2012 Autor Geschrieben 26. März 2012 (bearbeitet) wir haben doch in ME3 den typischen konflikt zwischen gamedesign und storytelling. dieser ist hier einfach nur besonders stark. wir sind mittlerweile im gaming an einem punkt angelangt (nich nur am beispiel ME), an dem storytelling bzw. writing, athmosphäre und charaktere stark mit dem spieldesign in konflikt gerät. auf der einen seite haben wir tiefgründige geschichten und charaktere, ein tolles universum, über weite strecken exzellentes writing; auf der anderen seite einen simplen shooter mit gegnerwellen-prinzip. das spieldesign kann nicht mehr mit dem rest mithalten, es kollidiert gar, zerstört einiges. es wirkt nicht wie ein kohärentes ganzes, sondern wie zwei teile: spiel vs. nicht-spiel szenen. etwas ganz ähnliches haben wir m.E. z.b. auch bei uncharted (gibt noch dutzende andere beispiele): auf der einen seite drake, einen sympathischen, witzigen alltagstypen in den zwischensequenzen; ein blutrünstiger und gewissenloser killer im spielerischen teil. ein anderes sehr gutes beispiel wäre auch bioshock. erklären kann ich mir das auch nicht vollständig. es scheint, als ob in dieser generation im speziellen die "nicht-spielerische"-seite enorme veränderungen durchschritten hat, während sich die entwickler auf der spielerischen seite an die gewohnten genre-konventionen halten. ein shooter ist immer noch ein shooter wie vor 20 jahren, das storytelling ist hingegen auf einem ungleich höheren niveau angelangt als zu dieser zeit in games üblich war. so ergibt sich die situation (wie in ME3), dass man die missionen schnellstmöglich hinter sich bringt ( den spielerischen teil), um danach wieder in den anderen teil einzutauchen. m.E. müssen sich die entwickler unbedingt in absehbarer zeit von diesen starren genre-strukturen lösen. es kann einfach nicht sein, dass ein gemini wie ME3 durch mieserables spieldesign hinuntergezogen wird. die herausforderung wird in zukunft vermehrt sein, wie man ein künstlerisches werk spielerisch unterstützend umsetzen kann. :likealady: This! Vor allem das Uncharted - Beispiel ist sehr gut. Ein sympathischer Held, der spielerisch gesehen ein Massenmörder ist (vor allem auch hinsichtlich Erfolge wie "Töte 500 Gegner", "Töte 1000 Gegner" etc.). Grundlegend geht es ja in den allermeisten Spielen heute darum so und so viele Gegner zu erledigen, unabhängig von der zugrundeliegenden Story, wie ploher so schön sagt. Ich finde ja gerade deswegen Spieleexperimente wie Heavy Rain oder auch in gewissem Masse Asura's Wrath sehr interessant, weil sie genau diese neuen Möglichkeiten ausloten und versuchen mit Genrekonventionen zu brechen. Leider hindern wohl wirtschaftliche Überlegungen viele Firmen daran auf diesen Zug aufzuspringen. bearbeitet 26. März 2012 von ushan Zitieren
Raphaelo Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 (bearbeitet) Der Konflikt zwischen Gamedesign und Story ist zwar vorhanden, aber ich würde ihn bei Mass Effect jetzt nicht als Problem sehen. Bioware hat das Gameplay einfach bewusst immer seichter und langweiliger gestaltet. In meinen Augen gibt es keinen wirklichen Grund für die Änderungen im Gameplay bei Teil 3 als einfach ein simpleres und einstiegfreundlicheres Spiel zu haben. Btw. Spiele wie Asura's Wrath und Heavy Rain sind zwar interessant. Sie brechen aber imo keine Genrekonventionen, sondern werfen den Gameplay-Part einfach aus dem Fenster . bearbeitet 26. März 2012 von Raphaelo Zitieren
radiant Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 Schön gesagt ploher... würde sich jetzt auch mit meinem Empfinden decken. Aber im ersten Teil haben sie's doch recht gut hinbekommen - und immerhin gab es bis zum zweiten Teil auch spielerisch etwas Abwechslung. Man lief nicht ständig nur ballernd durch die Gegend, sondern hatte auch Erkundungsmissionen, Fahrzeugsequenzen (und gar nicht mal so schlechte)... man konnte sogar auf Planeten, die nicht zur Hauptstory gehörten, frei herumlaufen... klar, da gab es oftmals mehr oder weniger nicht viel zu sehen, aber man wurde schon mal von einem Dreschschlund überrascht. Das fehlte im dritten Teil einfach komplett. Stupide Ballereien wurden erhöht, Abwechslung auf ein Minimum dezimiert oder gar völlig zernichtet. Das darf oder besser gesagt muss man, Gameplay/Storytelling-Graben hin oder her, dem Spiel ankreiden. Zitieren
ushan Geschrieben 26. März 2012 Autor Geschrieben 26. März 2012 Das Beispiel des Scannens fällt wohl auch unter diesen Mankos. Mich hat das Planetenscannen in den Vorgängern jedenfalls nie gestört. Vor allem im 2. Teil fand ich es sogar ziemlich spannend, wenn man sich die Oszillationskurven der abzubauenden Mineralien anschauen konnte und jeweils immer den höchsten Punkt für das Abschiessen der Sonde wählen musste. Zum Teil überzog ich Planeten mit über 30 Sonden bis ich auch das letzte Stück abgebaut hatte, dass man irgendwie verwenden konnte. Im 3. Teil habe ich mich aufgeregt, wenn ich mit dem Scannen anfing und einen gefühlten Milimeter rechts oder links schon das fand, worauf mich der weisse Pfeil hinweisen wollte. Das fand ich dann schon ziemlich überflüssig. Ich gehöre wohl auch zu den wenigen die den Mako aus Teil 1 geliebt haben. Ich habe jedenfalls die Planetenausflüge immer gern gemacht - wenn auch häufig nur für die teilweise grandiosen Panoramen. Ich habe auch immer versucht die unwegsamsten Berge mit dem Ding zu besteigen und dann per "Absprung" in die Tiefe zu stürzen. Und die Kämpfe mit den Dresschlunden fand ich auch toll, wie man sich hinter Anhöhen verstecken konnte, die Schäden per Medigel reparieren konnte und dann immer wieder für einen Schuss nach oben springen konnte. Oder auch die Angriffe auf die Geth-Basen usw. Das man diese Sachen anstatt umzugestalten einfach teilweise ganz wegliess kreide ich persönlich den Entwicklern an. Im Übrigen finde ich Raphys Vergleich mit der ursprünglichen Star Wars-Trilogie ganz toll. (Mir aber gefiel ME3 erzähltechnisch noch am besten, da ich in ME2 zwar die Charaktere auch sehr interessant und äusserst gelungen finde, aber irgendwie bis zur "Selbstmordmission" die Dramatik des grossen Konfliktes vermisste). Zitieren
Raphaelo Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 In Teil 1 fühlte man sich als Spieler imo eh noch am meisten als ob man sich in einer richtigen Spielwelt bewegt. Riesige Areale (die Citadel omg!), viele Mako Ausflüge gaben dem Universum irgendwie am meisten Substanz. Dagegen kommen die linearen und kleinen Sektionen aus Teil 2 und 3 einfach nicht an . Zitieren
Goldstein Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 Ich sehe das Problem jetzt eigentlich nicht, wenn es um die Verschmelzung von Gameplay und Storytelling geht. Da hat BioWare eigentlich immer schon formidable Arbeit geleistet. Allenfalls über das Gameplay, respektive dessen Philosophie und die entsprechenden Designentscheidungen, kann man sich aufregen. Aber auch hier muss man anerkennen, dass das Gunplay in jeder Hinsicht gelungen ist. Die Gefechte spielen sich rasant, flüssig und auf den höheren Schwierigkeitsgraden auch taktisch. Somit ist eigentlich die Kerndisziplin des eigentlichen "Spielens" auch ein Erfolg geworden. Ob die Verlagerung im Verlaufe der Trilogie von RPG (ja, ME1 war im Prinzip ein reines RPG mit Shooter-Einschlag) zu einem Actiontitel mit besonders guter Story die richtige ist, mag jeder für sich entscheiden. Für mich ging die Rechnung auf. Wie ich im Review geschrieben habe, setzen die drei Titel spielerisch jeweils unterschiedliche Schwerpunkte. Dennoch fühlte sich die Trilogie zusammenhängend an, das eigentliche Mass Effect-Gefühl wurde also nicht kompromittiert. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass BioWare das RPG-Genre mit den Design-Änderungen untergraben hat. Ein RPG macht für mich mehr aus als blosse Elemente wie Itemflut oder Tabellenwahnsinn. Es ist das Gefühl, in eine Rolle zu schlüpfen und eine entsprechende epische Geschichte zu erleben, welches entscheidet. Und das werde ich bei einem DA oder ME immer eher finden als bei einem TES-Game, wo ich mehr das Gefühl habe, ich wäre in einen Sandkasten gesteckt worden, den ich jetzt umgraben und erforschen kann, wie ich möchte. Wie es im GameStar-Test zutreffend formuliert wurde, ist es eigentlich müssig zu debattieren, was ME3 jetzt genau ist. Es ist einfach eine Klasse für sich. Viele hier scheinen ME3 in einem Sog durchgespielt zu haben. So schlecht kann das eigentliche Spiel also nicht sein. Zumindest bei mir ist das so, dass ich ein Spiel niemals so rasch durchspielen könnte, wenn ich das Gefühl habe, es sucke. Ich bin mir auch sicher: Wäre die unsägliche Diskussion ums Ende nicht so dominant, würde auch jeder von einem fantastischen Stück Software sprechen. So wie es sich für mich auch eigentlich gehören würde. Zitieren
Peter Stegman Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 Ich bin mir auch sicher: Wäre die unsägliche Diskussion ums Ende nicht so dominant, würde auch jeder von einem fantastischen Stück Software sprechen. So wie es sich für mich auch eigentlich gehören würde. Diese Diskussion um das Spiel-Ende ist sowieso sinnlos und dumm. Das Spiel ist sehr gut so wie es ist, und auch den Abschluss fand ich sehr gelungen, weiss nicht was hier ein paar "Jammeris" erwartet haben. Meiner Meinung (und auch als Trilogy gesehen) ein Meisterwerk! Zitieren
radiant Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 Viele hier scheinen ME3 in einem Sog durchgespielt zu haben. So schlecht kann das eigentliche Spiel also nicht sein. Zumindest bei mir ist das so, dass ich ein Spiel niemals so rasch durchspielen könnte, wenn ich das Gefühl habe, es sucke. Nein - der Grund für das Durchspielen in "einem Sog" (ich bspw. habe ja mehrere Nebenmissionen gemacht und so viel aus den Gesprächen wie möglich rausholen wollen) liegt komplett woanders - nicht in der Qualität des röhrenshooterischen Gameplays. Ich wollte schlichtweg wissen, wie's ausgeht. Das und nichts anderes. Die Geschichte ist schlichtweg geil und ich fühlte mich selten mit einem Charakter und dessen Schicksal so verbunden wie mit dem von Commander Shepard. Wie Shepard ging auch ich durch emotionale Hochs und Tiefs... wunderbar, wie BioWare das hinbekommen hat. Spielerisch ist der dritte Teil aber einfach enttäuschend. Und am Ende - auch storytechnisch - nicht zufriedenstellend. Die Story, das Universum, die Charaktere reissen vieles raus. Aber leider nicht alles. Zitieren
Goldstein Geschrieben 26. März 2012 Geschrieben 26. März 2012 Nein - der Grund für das Durchspielen in "einem Sog" (ich bspw. habe ja mehrere Nebenmissionen gemacht und so viel aus den Gesprächen wie möglich rausholen wollen) liegt komplett woanders - nicht in der Qualität des röhrenshooterischen Gameplays. Ich wollte schlichtweg wissen, wie's ausgeht. Das und nichts anderes. Die Geschichte ist schlichtweg geil und ich fühlte mich selten mit einem Charakter und dessen Schicksal so verbunden wie mit dem von Commander Shepard. Wie Shepard ging auch ich durch emotionale Hochs und Tiefs... wunderbar, wie BioWare das hinbekommen hat. Spielerisch ist der dritte Teil aber einfach enttäuschend. Und am Ende - auch storytechnisch - nicht zufriedenstellend. Die Story, das Universum, die Charaktere reissen vieles raus. Aber leider nicht alles. Das verhält sich halt bei jedem etwas anders, jeder setzt da halt seine eigenen Präferenzen. Aber eben, durch ein Spiel durchwürgen könnte ich mich jetzt nicht. Und eben, ich fand das Gameplay gut, aber vielleicht habe ich da auch nicht so hohe Ansprüche wie andere. Dialoge auszuwählen, zwischendurch mit Biotics um mich zu werfen und fetzige Feuergefechte auszutragen, sowie zwischendurch die interessanten Codex-Einträge zu studieren, genügte mir eigentlich schon immer. Auf den Mako aus Teil 1 oder den Firewalker, der in Teil 2 nachgeschoben wurde, kann ich heute eigentlich verzichten. Für mich ist es jedenfalls bisher sicher das Spiel des Jahres - vielleicht kommt noch was, das mich noch mehr umhaut, derzeit glaube ich es aber eher nicht. Zitieren
ushan Geschrieben 26. März 2012 Autor Geschrieben 26. März 2012 Für mich ist es jedenfalls bisher sicher das Spiel des Jahres - vielleicht kommt noch was, das mich noch mehr umhaut, derzeit glaube ich es aber eher nicht. Ich sehe es vermutlich zwar durch meine rosarote Brille aber auch für mich ist ME3 unbestritten das Spiel des Jahres und die ME-Trilogie an sich DAS beste Stück Software, das jemals erschaffen wurde. Eine ähnliche Liebe für eine künstlich erschaffene Welt habe ich sonst nur für die Hyperion/Endymion-Romane von Dan Simmons. Zitieren
Raphaelo Geschrieben 28. März 2012 Geschrieben 28. März 2012 Es wird immer absurder It seems angry Mass Effect 3 fans still want to protest the game's endings. This time they're sending the studio hundreds of cupcakes. A user on the BioWare forums quickly organized a donation pool of over $1,000 and made a massive order of approximately 402 cupcakes from a local bakery near BioWare's Edmonton studio. "As fans, we want Bioware to do right by us, and fix the endings for Mass Effect 3. But we also want to let Bioware know, that we trust them, and have faith in them. "Bioware has been slammed by negativity from all sides in the last few weeks. This is our way, as fans, to drive our message home, but in a (literally) sweet way. We want Bioware to add some more 'sweet' to their 'bittersweet' ending. What better way to do this than with CUPCAKES :-D." The order has been placed and the invoice as proof was posted online (see below). The cupcakes are colored Red, Blue and Green and labeled A, B or C as a dig at executive produce Casey Hudson's statements where he said, “It’s not even in any way like the traditional game endings, where you can say how many endings there are or whether you got ending A, B, or C…The endings have a lot more sophistication and variety in them.” http://www.gameinformer.com/b/news/archive/2012/03/27/someone-sent-bioware-400-cupcakes.aspx Immerhin ne bessere Vorgehensweise als diese FTC Scheisse Zitieren
radiant Geschrieben 28. März 2012 Geschrieben 28. März 2012 Immerhin ne bessere Vorgehensweise als diese FTC Scheisse Deutsch dich doch bitte aus... Zitieren
Raphaelo Geschrieben 28. März 2012 Geschrieben 28. März 2012 Deutsch dich doch bitte aus... Federal Trade Commission Zitieren
ushan Geschrieben 28. März 2012 Autor Geschrieben 28. März 2012 Ein paar Leute haben einfach nichts besseres zu tun oder sonstwie keine Ziele im Leben. Ich fasse es nicht was da abläuft. "Add some more sweet to the bittersweet ending" Am besten noch ne Zuckerglasur drüber und ne Maraskinokirsche drauf und mit ordentlich Schlagrahm garniert?!? Wer am lautesten schreit hat nicht immer recht und wer solche "Fans" hat braucht eigentlich keine Feinde mehr. Das Bioware etwas vorhat haben sie ja schon mehrmals gesagt. Einfach mal abwarten... Zitieren
AllesIstBarrin Geschrieben 28. März 2012 Geschrieben 28. März 2012 Habs seit Release und bin immernoch erst bei den Quarianern. Komme nicht zum zocken wegen dem scheiss umzug Zitieren
johnny117 Geschrieben 29. März 2012 Geschrieben 29. März 2012 So, ich hab das Spiel gestern Abend auch beendet. Nach ca 25 Stunden Spielzeit ist auch bei mir der Abspann über den Bildschirm geflimmert. Ich habe die ganze Diskussion ums Ende nur am Rande mitbekommen, weil ich mich nicht spoilern lassen wollte. Obwohl es nicht unbedingt so geendet hat, wie ich es mir erhofft hatte, kann ich den riesen Aufstand nicht ganz verstehen. Was mich viel mehr gestört hat, ist der Mist mit der Bereitschaftswertung. Ich hatte gegen 4500 Punkte. Da ich aber nur einmal kurz in den MP-Modus geschaut habe, hatte ich eine Bereitschaft von nur 51%, so wären meine Chancen minimal gewesen. Obwohl ich eigentlich ein absoluter Cheat und Savegame-Mod-Gegner bin, habe ich mir erlaubt meine effektive Stärke via Save Game Editor etwas anzupassen. Multiplayer soll bei einem solchen Spiel eine nette Dreingabe sein, kein "Zwang"! Unter dem Strich wird mir die Mass Effect Reihe sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Das Ende war zwar nicht perfekt, aber ich kann damit leben. Schliesslich waren die 3 Spiele voll mit spannenden und emotionalen Momenten. W Zitieren
-Spooky- Geschrieben 29. März 2012 Geschrieben 29. März 2012 Multiplayer soll bei einem solchen Spiel eine nette Dreingabe sein, kein "Zwang"! Das ist eben genau die Symbiose, die ich in vielen Spielen neuerer Generation vermisse. Siehe WWII Online. Jeder Kampf und jede Schlacht hat gewissen Einfluss auf die Front bzw. die politische Linie auf dem Schlachtfeld. So auch in ME3. Du willst Freiheit für die Galaxie? ALSO kämpfe auch dafür (im Multiplayer). Zitieren
Raphaelo Geschrieben 29. März 2012 Geschrieben 29. März 2012 Das Konzept ist ne sehr gute Idee, nur ist der MP halt nicht so toll und motivierend. Plus, die Mikrotransaktionen haben einen etwas faden Nachgeschmack. Es wäre begrüssenswert gewesen, wenn es im SP so was wie ein Minispiel gegeben hätte, wo man ähnlich wie z.B. in AC seine Gefährten per Menü auf Missionen schicken könnte und so die Readiness boostet. Im iPhone DataApp von ME3 hat ja so ein ähnliches Ding, wo man auch die Readiness pushen kann, verstehe nicht warum es so etwas nicht im eigentlichen Spiel gibt. Generell muss man wohl sagen, dass EA das ganze Marketing vom Spiel schon ein wenig übertrieben hat... Zitieren
-Spooky- Geschrieben 29. März 2012 Geschrieben 29. März 2012 die Mikrotransaktionen haben einen etwas faden Nachgeschmack. Welche? Du bekommst pro Runde div. Credits (weil gespielt), damit kann man sich die Kisten kaufen. Wenn du keine Lust hast zu farmen, dann kaufst halt Bioware Punkte. Der Einwand ist nun absolut nicht gerechtfertigt. PS: Ja, habe nicht wenige Runden gespielt. Schon meinen 2. MP Char in den SP rüber geschoben. Zitieren
Raphaelo Geschrieben 29. März 2012 Geschrieben 29. März 2012 Welche? Du bekommst pro Runde div. Credits (weil gespielt), damit kann man sich die Kisten kaufen. Wenn du keine Lust hast zu farmen, dann kaufst halt Bioware Punkte. Der Einwand ist nun absolut nicht gerechtfertigt. PS: Ja, habe nicht wenige Runden gespielt. Schon meinen 2. MP Char in den SP rüber geschoben. Natürlich stimmt das. Aber das man Charakter-Klassen über das Spectre Pack freischalten muss, dass per Zufall auch zum Kauf da ist. Ich weiss nicht, es fühlt sich einfach nicht richtig an . In meinen Augen hat es Bioware einfach ein wenig falsch angepackt, viele Fans jammern jetzt einfach, weil sie das Gefühl haben, dass man den MP spielen muss, statt das eine ihrer Lieblingsfranchises nun ein Leben über die Kampagne hinweg hat. Wobei jammernde Fans sind ja bei dem Spiel eine überaus häufige und lästige Krankheit geworden . Zitieren
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