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Geschrieben

Warhammer 40k: Space Marine II (PS5)

 

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Ich musste wohl 40 Jahre alt werden, um meine Liebe für das Warhammer (40k)-Universum zu entdecken. Und dabei ist es jetzt nicht mal das erste Warhammer-Spiel, das ich gespielt habe. Nicht dass ich alle davon gespielt hätte.. aber ich fand durchaus Gefallen an Necromunda: Hired Gun und liebäugle schon etwas länger mit dem Bolt Gun-Ableger. Aber es ist Space Marine II, welches nun den Schalter umlegte und mit seinen gigantischen, pracht- und eindrucksvollen Kulissen, der herrlichen Vertonung, der noch herrlicheren und blutigen Action und dem faktisch schon blinden Loaylitäts-Wahn gegenüber dem Imperator ein kleines Feuer in mir entfacht hat. Und den eisernen Willen, mich näher mit diesem gigantischen Universum beschäftigen zu wollen. Obwohl ich etwas Respekt davor habe und eigentlich nicht plane, all zu tief darin abzutauchen... sonst liegen wohl bald die Scheidungspapiere auf dem Tisch :lol: 

 

Zurück zu Space Marine II, welches nicht lange fackelt und von Beginn weg klar macht, wohin die Reise über die folgenden rund 15h gehen wird. An Starship Troopers erinnernde Tyranniden-Aufmärsche, blankes, wildes Geballer mit Einsatz von Kettensägenschwerten, Energieschwertern oder mächtigen Kriegshämmern, fulminant inszenierte und testosterongeschwängerte Finisher, von denen es mehr als nur eine Handvoll gibt, flotte Sprüche, Intrigen, Misstrauen, wiedergefundene Loyalität, eine düstere Vergangenheit, die nur langsam, aber glaubhaft ans Licht kommt, heroische Rettungsaktionen, mächtig viel Wumms und überhaupt... es kommt selten genug vor, dass ich beinah Durchblutungsstörungen beim Zocken erleide, weil meine Pumpe die rote Suppe kaum aus Kronleuchter raus bekommt.

 

Das Gameplay geht dabei locker flockig von der Hand und ich habe meist geifernd darauf hin gearbeitet, einen Gegner so weit zu haben, dass ich ihn mit einem der mächtigen Finisher erledigen kann. Und dabei bleibt das ganze dank dem Einsatz der Jetpacks, die für meinen Geschmack fast etwas zu selten zum Einsatz kommen, auch wunderbar abwechslungsreich. Es gibt ja fast nichts geilers, als mit einem wohlbedacht eingesetzten Jetpack-Sprung hoch über eine Horde Feinde zu steigen, um dann voller Inbrunst und mit gezogener Klinge auf sie herunterzudonnern und dabei das haptische Gefühl eines Meteoreinschlags zu erleben. Es ist einfach so toll wuchtig inszeniert. Der Einschlag eines jahrhundertealten, miesgelaunten Kriegers, der in einer wohl mehrere hundert Kilogramm schweren Rüstung steckt, die selbst die Mjölnir-Rüstung des berühmten Spartaners mit der Nummer 117 klein aussehen lässt, brennt sich sofort ins Erinnerungsvermögen ein.

 

Und was jetzt so klingt, als wäre da ein 500-Millionen-Dollar-Budget, ein Riesenpublisher und ein sternenweit bekanntes AAA-Entwicklerstudio dahinter, ist in Wirklichkeit von einem eher im AA-Segment angesiedelten Publisher/Entwickler, der sich in diesem Jahr glücklicherweise von Embracer hat lösen können, auf die Menschheit losgelassen worden. Space Marine II ist wohl die Krönung von Sabers bisherigem Schaffen, obwohl mit Killing Floor 2, Snow- und MudRunner durchaus mehr als respektable Spiele hergestellt wurden. Ausserdem haben sie an den Umsetzungen von Halo: Combat Evolved Anniversary sowie der Switch-Version von Witcher 3 mitgewerkelt und somit ist durchaus genüngend Expertise vorhanden. Zeigt sich ja auch bei Space Marine II.

 

Um Himmels Willen macht bitte genau so weiter. Saber arbeiten ja jetzt an Turok: Origins und dank Space Marines II hege ich nun grosse Hoffnungen in dieses Projekt.

 

EHRE DEM IMPERATOR

 

9/10

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Geschrieben (bearbeitet)

Game technisch und optisch ähnlich Pompös ist mittlerweile das stark erweiterte Darktide :thumbsup:

Die Atmosphere ist dort fast noch beklemmender áber halt ein "Left for Dead" Like  .... 4er Team kämpft sich durch Missionen gegen immer wieder kehrende Horden.

 

 

Wen es mehr Rollenspiel sein sollte dann

 

gern geschehen ... aktuell die 2 besten Titel da draußen nun gehört Space Marine 2 natürlich auch dazu.

bearbeitet von Hlaine
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb radiant:

Warhammer 40k: Space Marine II (PS5)

 

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Ich musste wohl 40 Jahre alt werden, um meine Liebe für das Warhammer (40k)-Universum zu entdecken. Und dabei ist es jetzt nicht mal das erste Warhammer-Spiel, das ich gespielt habe. Nicht dass ich alle davon gespielt hätte.. aber ich fand durchaus Gefallen an Necromunda: Hired Gun und liebäugle schon etwas länger mit dem Bolt Gun-Ableger. Aber es ist Space Marine II, welches nun den Schalter umlegte und mit seinen gigantischen, pracht- und eindrucksvollen Kulissen, der herrlichen Vertonung, der noch herrlicheren und blutigen Action und dem faktisch schon blinden Loaylitäts-Wahn gegenüber dem Imperator ein kleines Feuer in mir entfacht hat. Und den eisernen Willen, mich näher mit diesem gigantischen Universum beschäftigen zu wollen. Obwohl ich etwas Respekt davor habe und eigentlich nicht plane, all zu tief darin abzutauchen... sonst liegen wohl bald die Scheidungspapiere auf dem Tisch :lol: 

 

Zurück zu Space Marine II, welches nicht lange fackelt und von Beginn weg klar macht, wohin die Reise über die folgenden rund 15h gehen wird. An Starship Troopers erinnernde Tyranniden-Aufmärsche, blankes, wildes Geballer mit Einsatz von Kettensägenschwerten, Energieschwertern oder mächtigen Kriegshämmern, fulminant inszenierte und testosterongeschwängerte Finisher, von denen es mehr als nur eine Handvoll gibt, flotte Sprüche, Intrigen, Misstrauen, wiedergefundene Loyalität, eine düstere Vergangenheit, die nur langsam, aber glaubhaft ans Licht kommt, heroische Rettungsaktionen, mächtig viel Wumms und überhaupt... es kommt selten genug vor, dass ich beinah Durchblutungsstörungen beim Zocken erleide, weil meine Pumpe die rote Suppe kaum aus Kronleuchter raus bekommt.

 

Das Gameplay geht dabei locker flockig von der Hand und ich habe meist geifernd darauf hin gearbeitet, einen Gegner so weit zu haben, dass ich ihn mit einem der mächtigen Finisher erledigen kann. Und dabei bleibt das ganze dank dem Einsatz der Jetpacks, die für meinen Geschmack fast etwas zu selten zum Einsatz kommen, auch wunderbar abwechslungsreich. Es gibt ja fast nichts geilers, als mit einem wohlbedacht eingesetzten Jetpack-Sprung hoch über eine Horde Feinde zu steigen, um dann voller Inbrunst und mit gezogener Klinge auf sie herunterzudonnern und dabei das haptische Gefühl eines Meteoreinschlags zu erleben. Es ist einfach so toll wuchtig inszeniert. Der Einschlag eines jahrhundertealten, miesgelaunten Kriegers, der in einer wohl mehrere hundert Kilogramm schweren Rüstung steckt, die selbst die Mjölnir-Rüstung des berühmten Spartaners mit der Nummer 117 klein aussehen lässt, brennt sich sofort ins Erinnerungsvermögen ein.

 

Und was jetzt so klingt, als wäre da ein 500-Millionen-Dollar-Budget, ein Riesenpublisher und ein sternenweit bekanntes AAA-Entwicklerstudio dahinter, ist in Wirklichkeit von einem eher im AA-Segment angesiedelten Publisher/Entwickler, der sich in diesem Jahr glücklicherweise von Embracer hat lösen können, auf die Menschheit losgelassen worden. Space Marine II ist wohl die Krönung von Sabers bisherigem Schaffen, obwohl mit Killing Floor 2, Snow- und MudRunner durchaus mehr als respektable Spiele hergestellt wurden. Ausserdem haben sie an den Umsetzungen von Halo: Combat Evolved Anniversary sowie der Switch-Version von Witcher 3 mitgewerkelt und somit ist durchaus genüngend Expertise vorhanden. Zeigt sich ja auch bei Space Marine II.

 

Um Himmels Willen macht bitte genau so weiter. Saber arbeiten ja jetzt an Turok: Origins und dank Space Marines II hege ich nun grosse Hoffnungen in dieses Projekt.

 

EHRE DEM IMPERATOR

 

9/10

 

Sehr schönes Review @radiant und ich kann mich zu 100% anschliessen! 

Das Game hat mich sowas von aus den Socken gehauen!! 

Ich spare mir es, mir die Finger wund zu tippen, den Radi hats auf den Punkt gebracht. 

 

Möchte sofort einen Teil 3, 4, 5 und 6… und bitte heute noch 😂

 

9/10 Zockerherzen

Geschrieben

ich hätte lieber wieder ein dawn of war im stile von teil 1. das hab ich mehrmals durchgespielt.

 

space marine 2 konnte mich nicht so richtig abholen, da es für mich zuwenig abwechslung gab...stimmung und inszenierung ist aber grandios und wuchtig.

Geschrieben

Spider-Man: Miles Morales (PS5 Pro)

 

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Auch Miles Morales habe ich sehr gerne gespielt. Im Wesentlichen ist es mehr vom Gleichen, oder zumindest Ähnlichem, mit einem neuen Set an Charakteren und einer interessanten, aber doch recht guten neuen Geschichte. Insgesamt habe ich mit Miles Morales etwa 12-13 Stunden verbracht, also weniger als die Hälfte im Vergleich zu Spider-Man Remastered mit all seinen DLC.

 

Trotzdem ist Miles Morales meiner Meinung nach in jedem Fall auch einen Kauf wert, wenn man Freude am wirklich sehr gelungenen und leicht verdaulichen Gameplay-Mix hat und es ist definitiv nicht "bloss ein DLC" zu Spider-Man mit sehr hochwertiger Produktion von A-Z. Anders als beim ersten Teil, habe ich aufgrund der starken Ähnlichkeiten diesmal aber keinen Platinum-Run gemacht, dafür war es mir dann doch etwas zu vergleichbar.

 

Im 2025 werde ich irgendwann dann noch Spider-Man 2 nachholen, diese tolle Franchise hat es einfach verdient, von jedem PS5- oder PC-Besitzer gespielt zu werden.

 

8/10

Geschrieben

Diablo IV (PS5)

 

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Diablo IV geht zumindest bei mir in einem Punkt in die Geschichtsbücher ein: Es ist das letzte Spiel, das ich 2024 durchgespielt habe. Zumindest wenn es zählt, die Kampagne durchgespielt und die erste "Mission" des Baumes beendet zu haben. Ich denke aber schon. Beim Endgame wird sich zeigen müssen, wie lange meine Motivation dafür anhalten wird.

 

Das hier soll nun aber auch kein Verriss werden. Diablo IV ist... gut? Es spielt gekonnt seine Stärken aus - und dazu gehören ein flüssiger Gameplay-Loop, Loot an allen Ecken und Kanten, der die ingame vorhandenen Händler eigentlich völlig obsolet macht, die immer wieder erreichten Spitzen in der Geschichte, die durch hervorragende CGI-Sequenzen begleitet werden. Insbesondere, als die Armeen der Menschen in die Hölle und gegen die Armeen der Hölle marschieren - zünden Blizzard ein opulentes und filmisches Feuerwerk, das ziemlich Eindruck hinterlassen hat.

 

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Blizzard selbst spricht auf der eigenen Diablo IV-Website von einer "Schlittenfahrt in die Hölle" - spricht dabei zwar einen saisonalen Goblin-Event an, hat damit aber auch unbeabsichtigt Diablo IV ziemlich gut zusammengefasst. Diablo IV ist nicht dafür bekannt, sonderlich schwer zu sein - das war schon Diablo III nicht. In der gesamten 20-stündigen Kampagnenreise mitsamt ein paar Nebenschauplätzen bin ich ein einziges Mal gestorben und das war dem Umstand geschuldet, dass ich kurz nicht aufgepasst habe, als mein Lebenstank die Nullmarkierung erreicht hat - und das war während eines regulären Kampfes mit dämlichen Gift-Mobs. Diablo IV hat aber wohl auch nicht den Anspruch, sonderlich anspruchsvoll mit dem Schwierigkeitsgrad zu sein - es würde sich ansonsten selbst widersprechen. Es würde den eigenen Gameplay-Loop torpedieren, der sowohl flüssig wie auch fastpaced daherkommt.

 

Das Gameplay per se - Dialoge skippen, Questmarker verfolgen, Mobs schlachten, Bosse töten, dabei tonnenweise Loot sammeln, den Ausrüstungsbildschirm öfter als die eigene Schwiegermutter sehen - macht ja auch wirklich Spass. Das kann Diablo, das können Blizzard einfach. Und optisch / atmosphärisch macht das Ding ziemlich viel her. Qualitativ gesprochen. Wenn wir nun aber den Abwechslungsreichtum der Biome anschauen, das Design der offenen Map... dann macht sich sprichwörtliche Langeweile breit. Es fühlt sich so an, als würde D4 aus einem Entwicklerbaukasten für Anfänger stammen, wo nur die wichtigsten Regionen / Gebäude handgemacht sind. Klar ist eine Steppe eine Steppe.. da darf und soll mal der Steppenbusch vorbeirollen und das war's dann mit "Attraktionen" - aber bei Diablo IV besteht gefühlt die ganze Map aus diesem rollenden Steppenbusch. Zwar gibt es verschneite Regionen, Wüsten, Wälder, Sümpfe... aber die sehen irgendwie alle gleich aus. Wenn man es da wagt, einen Vergleich mit Path of Exile II zu ziehen, dann trifft einen fast der Schlag.

 

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Was mir während der ganzen Zeit in Diablo IV ebenfalls nicht so gepasst hat, ist das kleine Inventar. Das wirkt im Vergleich zum wirklich zahlreichen Loot einfach deplatziert. Ging das wirklich nicht grösser, Blizzard? Klar kann ich mich jederzeit in eine Stadt teleportieren und das Zeugs dort verkaufen. Aber ich will das ja nicht ständig. Ich säubere gerade eine Kathedrale, die drölfzigste Höhle, den zwanzigsten vermoderten Keller.. ich will mich nicht jedes Mal irgendwo hin teleportieren, wo ich dann erst wieder einen Händler suchen muss, bei dem ich auch verkaufen kann. Und ja... die Städte mit ihren Händlern.. ich habe es bis zum Schluss nicht geschafft, die Händlersymbole ausser denen für Schmied und Waffen zu indentifizieren :lol:  ... egal.

 

Vessel of Hatred soll ja im einen oder anderen Bereich vieles besser machen. Ich bin aber etwas zwiegespalten darüber, ob ich mir die Erweiterung noch holen soll. Sollte mich meine Frau dazu überreden, dann ja. Hat auch Spass gemacht, wenn sie meinem Kreuzzug hinzugestossen ist. Allerdings wurde vieles in Kombination mit ihrer Hexerin oder mit was auch immer sie da unterwegs war, lächerlich einfach. Nicht dass mich "Einfachheit" in der Regel stört - es garantiert mir Fortschritt in einer Zeit, in der Zeit eben ein rares Gut ist, und ich mich nicht ständig an der gleichen Stelle abmühen möchte, nur weil ich "noch nicht verstanden habe, wie der Gegner funktioniert". Das mag sich ein zwei Mal pro Jahr in einem Dark Souls-Spiel toll anfühlen.

 

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Ansonsten bin ich mittlerweile sehr für die "Lass mich da einfach durch"-Methode. Hier teilweise einfach etwas too much... wenn wir zu zweit zu einem der vorletzten Bosse marschieren und der in ungelogen zwei Wimpernschlägen das Zeitliche segnet, dann frage ich mich schon, ob die Entwickler beim Balancing gepennt haben oder ob, um uns in die Welt von Diablo IV zu versetzen, es tatsächlich so einfach ist, sich in der Hölle eine solche Position zu ergattern. Ich meine, was hat man für Vorzüge, wenn man in den Rängen gleich unterhalb des Höllenfürsten verweilt? Bitches und Jungfrauen soweit das Auge reicht? Einen Chor aus V8-Eunuchen, die einem das Gute-Nacht-Liedchen vorsingen? Tote Dikatoren und Cäsaren, die dir jeden Morgen das Frühstück von McDonalds persönlich vorbeibringen?

 

Schlussendlich hätte so viel mehr aus Diablo IV werden können. Schade, dass Blizzard an den offensichtlichen Stellen nicht so sehr gefeilt hat und so viel Inhalte in einer so fahlen Hülle stecken. Hat dennoch Spass gemacht.

 

Si vis pacem, para bellum!

 

7.5/10

Geschrieben

Duck Detective: The Secret Salami

 

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Das war ein herziges kleines Spiel. Als abgehalfterter Enten-Detektiv versucht man das Rätsel um das verschwundene Mittagessen in einem Vermittlungscenter für den öffentlichen Verkehr zu lösen. Durch das Führen von Interviews oder Untersuchen der Umgebung erhält man Schlüsselwörter und daraus muss man dann quasi erklären was passiert ist.

 

Es war witziger Rätsel-Spass, mir gefiel es wie das Spiel mit diesen Film-Noir-Elementen rumgespielt hat und wie toll die Synchronisation war. Ich für meinen Teil musste auch ganz ordentlich knobeln für die Lösung. Ich hatte meinen Spass damit.

 

 

 

 

Metaphor: Refantazio

 

Das Spiel habe ich lange beobachtet und hatte grosse Erwartungen dran, die Persona-Entwickler wagen sich an ein Fantasy-Setting und wurde wirklich auch die erhoffte Sensation. Metaphor ist ein beeindruckendes Spiel geworden, wirklich ein Persona-Spiel im Fantasy-Gewand.

 

Die einzelnen Party-Mitglieder sind wunderbar unterschiedlich, viele bringen tolle Charakter-Momente mit und es macht Spass, die einzelnen Figuren über diese enorme Spielzeit näher kennenzulernen. Die Geschichte nimmt sich grosser Themen wie Klassismus, Rassismus, sozialer Ungleichheit an und hantiert auch mit diesen grossen Themen ganz zielsicher. Das alles ist gespickt mit vielen Wendungen und tollen Gegenspielern.

 

Visuell ist das Spiel ebenfalls ein Meisterwerk geworden, so ein tolles UI, so viel Stil und Identität in jedem kleinsten Menü. Die Monster-Designs sind herrlich abgedreht und ist ein Spiel das einfach schön anzuschauen ist. Gerade zu Beginn ist es immer wieder eine Freude, mit was für einer Kreativität dich die Entwickler überraschen.

 

So der letzte Drittel vom Spiel hat mich dann etwas verloren, etwas das mir aber auch bisher bei jedem Persona-Spiel passiert ist. Der Gameplay-Loop hat an Fahrt verloren und die sehr repetitiven Dungeons haben sich gegen Ende auch erschöpft. Die letzten Stunden bin ich jedenfalls auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad durchgecruist und habe die Story genossen.

 

Es war toll, auch wenn das Ende ein bisschen anstrengend war. Metaphor wird in jedem Fall als ein ganz grosses RPG aus diesem Jahr in Erinnerung bleiben. Es hat für mich etwas von diesen grossen SNES-Spielen, welche eine epische Geschichte, in einer grossen Fantasy-Welt begleitet von vielen Freundschaften erzählen :)

 

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Geschrieben

Silent Hill 2 (PS5 Pro)

 

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Mir scheint, als wäre das Remake von Silent Hill 2 trotz der vielen guten Pressebewertungen doch etwas unter dem (Spieler-)Radar geblieben. Ich kann nicht genug hervorheben, was für ein grandioses Spiel Bloober Team hier produziert hat. Ich muss vorausschicken, dass ich das Original nicht gespielt habe, es scheint mir aber klar, dass dieses Spiel ein Amalgam aus den hervorragenden stilistischen, erzählerischen und atmosphärischen Grundlagen des Originals und der technischen Raffinesse und einem tiefen Verständnis des Entwicklerteams für eben genau diese Grundlagen geworden ist.

 

Anders gesagt, Silent Hill 2 ist nahe am perfekten Remake.

 

Was war das für ein nervenaufreibendes Erlebnis! Der psychedelische Horror, mit dem man in Silent HIll 2 permanent konfrontiert wird, hat mich extrem mitgenommen und ich fand es bspw. deutlich stressiger als das Remake von Resident Evil 2 oder auch Resident Evil 7. Silent Hill 2 portraitiert und spielt virtuos mit den Ängsten des Hauptprotagonisten James, die sich Stück für Stück auch auf den Spieler übertragen. Wie schon in einem früheren Post gesagt, war ich deshalb gleichermassen erleichtert wie traurig, als ich das "Leave"-Ending zu sehen bekam. Ich denke, das Erlebnis war gerade deshalb so intensiv, weil das Gefühl, in Silent Hill selbst zu sein, so friktionsfrei vermittelt wird: Seien es die plastisch geschriebenen, aber dennoch sehr gespenstischen Figuren, die wirklich grossartige Soundkulisse oder auch die bis ins letzte Detail modellierten Schauplätze: Alles wirkt glaubwürdig (aber wie im Fiebertraum), real (aber psychosomatisch) und menschlich (aber in einer Welt fast ohne menschliche Interaktion).

 

Auch spielerisch ist das Remake aus meiner Sicht fast perfekt ausgewogen: Es berücksichtigt einige Trends und Gameplay-Errungenschaften aus Horrorspielen der letzten Jahre, bleibt aber, soweit ich das zumindest nachvollziehen kann, dem Fundament des Originals weitgehend treu. Auch hier scheint Bloober Team die beste Balance gefunden und die richtigen Retouchen gemacht zu haben. Mir hat auch die spielerische Einbettung von James sehr gut gefallen - er ist keinesfalls wehrlos, aber letztlich doch immer gefährdet. Insofern findet Silent Hill 2 m.M.n. eine noch bessere Mischung als die Resident Evil-Remakes, die für meinen Geschmack (wenn auch aus wohl bewusster Entscheidung) etwas zu stark in Richtung Action tendieren. Vom Umfang her war es nicht ganz ideal, ich denke, insgesamt hätte es 1-2 Stunden kürzer sein dürfen. Gerade das Labyrinth war mir etwas zu lang (aber vielleicht wollte ich auch nur einfach entfliehen?), das hätte gerne etwas kürzer ausfallen dürfen.

 

Weitere kleinere Abzüge gibt es von mir für die holprige UE5-Implementierung. Es scheint sich mehr und mehr herauszustellen, dass die Engine einfach zu hardwarehungrig für die aktuelle Generation ist. Selbst auf der PS5 Pro ist die Auflösung recht niedrig und die PSSR-Implementierung könnte besser sein. Aber ja, beide Kritikpunkte sind nicht mehr als kleine Flecken im Reinheft.

 

Ich kann mich nur wiederholen: Silent Hill 2 ist nahe am perfekten Remake und ich kann nicht weniger als eine vorbehaltlose Empfehlung dafür aussprechen, wenn man sich auch nur ein bisschen überwinden kann, ein Horrorspiel zu spielen. Definitiv eines der besten Spiele 2024 und ein Remake, das hoffentlich als Musterbeispiel für die Verschmelzung von Alt und Neu Schule machen wird.

 

9/10

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Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Goldstein:

Silent Hill 2 (PS5 Pro)

 

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Mir scheint, als wäre das Remake von Silent Hill 2 trotz der vielen guten Pressebewertungen doch etwas unter dem (Spieler-)Radar geblieben. Ich kann nicht genug hervorheben, was für ein grandioses Spiel Bloober Team hier produziert hat. Ich muss vorausschicken, dass ich das Original nicht gespielt habe, es scheint mir aber klar, dass dieses Spiel ein Amalgam aus den hervorragenden stilistischen, erzählerischen und atmosphärischen Grundlagen des Originals und der technischen Raffinesse und einem tiefen Verständnis des Entwicklerteams für eben genau diese Grundlagen geworden ist.

 

Anders gesagt, Silent Hill 2 ist nahe am perfekten Remake.

 

Was war das für ein nervenaufreibendes Erlebnis! Der psychedelische Horror, mit dem man in Silent HIll 2 permanent konfrontiert wird, hat mich extrem mitgenommen und ich fand es bspw. deutlich stressiger als das Remake von Resident Evil 2 oder auch Resident Evil 7. Silent Hill 2 portraitiert und spielt virtuos mit den Ängsten des Hauptprotagonisten James, die sich Stück für Stück auch auf den Spieler übertragen. Wie schon in einem früheren Post gesagt, war ich deshalb gleichermassen erleichtert wie traurig, als ich das "Leave"-Ending zu sehen bekam. Ich denke, das Erlebnis war gerade deshalb so intensiv, weil das Gefühl, in Silent Hill selbst zu sein, so friktionsfrei vermittelt wird: Seien es die plastisch geschriebenen, aber dennoch sehr gespenstischen Figuren, die wirklich grossartige Soundkulisse oder auch die bis ins letzte Detail modellierten Schauplätze: Alles wirkt glaubwürdig (aber wie im Fiebertraum), real (aber psychosomatisch) und menschlich (aber in einer Welt fast ohne menschliche Interaktion).

 

Auch spielerisch ist das Remake aus meiner Sicht fast perfekt ausgewogen: Es berücksichtigt einige Trends und Gameplay-Errungenschaften aus Horrorspielen der letzten Jahre, bleibt aber, soweit ich das zumindest nachvollziehen kann, dem Fundament des Originals weitgehend treu. Auch hier scheint Bloober Team die beste Balance gefunden und die richtigen Retouchen gemacht zu haben. Mir hat auch die spielerische Einbettung von James sehr gut gefallen - er ist keinesfalls wehrlos, aber letztlich doch immer gefährdet. Insofern findet Silent Hill 2 m.M.n. eine noch bessere Mischung als die Resident Evil-Remakes, die für meinen Geschmack (wenn auch aus wohl bewusster Entscheidung) etwas zu stark in Richtung Action tendieren. Vom Umfang her war es nicht ganz ideal, ich denke, insgesamt hätte es 1-2 Stunden kürzer sein dürfen. Gerade das Labyrinth war mir etwas zu lang (aber vielleicht wollte ich auch nur einfach entfliehen?), das hätte gerne etwas kürzer ausfallen dürfen.

 

Weitere kleinere Abzüge gibt es von mir für die holprige UE5-Implementierung. Es scheint sich mehr und mehr herauszustellen, dass die Engine einfach zu hardwarehungrig für die aktuelle Generation ist. Selbst auf der PS5 Pro ist die Auflösung recht niedrig und die PSSR-Implementierung könnte besser sein. Aber ja, beide Kritikpunkte sind nicht mehr als kleine Flecken im Reinheft.

 

Ich kann mich nur wiederholen: Silent Hill 2 ist nahe am perfekten Remake und ich kann nicht weniger als eine vorbehaltlose Empfehlung dafür aussprechen, wenn man sich auch nur ein bisschen überwinden kann, ein Horrorspiel zu spielen. Definitiv eines der besten Spiele 2024 und ein Remake, das hoffentlich als Musterbeispiel für die Verschmelzung von Alt und Neu Schule machen wird.

 

9/10

 

Toll hat es Dir auch so gefallen! Schönes Review 👍

Geschrieben (bearbeitet)

Indiana Jones and the Great Circle

 

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Das war eine wunderbare Überraschung zum Jahresende. Es kommt nicht oft vor, dass ich einen 20-stünder in wenigen Tagen hinlege, aber Machinegames hat mich mit dieser hervorragenden Adaption begeistert.

 

Ich hatte immer so Uncharted-Erwartungen um dieses Spiel, aber was Machinegames für einen wilden Genre-Mix macht, hätte ich echt nicht erwartet. Es vermischt Action, Stealth und Entdecken in einer sehr unterhaltsamen Spielepackung. Besonders gefallen hat mir wie man immer einen Plan B hat, egal was in den Levels passiert, man spielt weiter und geht mit dem Flow. Die Peitsche, die Fäuste und das rumliegende Inventar lädt zum Experimentieren ein und es passt einfach wie die Faust aufs Auge zu der Vorlage.

 

Zum tollen Gameplay kommen die verschiedenen, offenen Levels. Jedes Biom ist anders und lädt zum Entdecken ein, glücklicherweise ist es auch nie zu gross und in dem Moment, wo man genug hat, gibt es einen Wechsel. Die Rätsel sind ebenfalls hervorragend implementiert, nicht zu schwierig, aber immer etwas zum dran rumtüfteln. Und dann kommt Machinegames mit der vollen Storytelling-Power daher, aufgebaut durch die letzten Wolfensteins-Games. Troy Baker als junger Indiana Jones schafft eine beeindruckende Harrison Ford Imitation, die Geschichte ist voller Witz, Spannung und herrlich überzeichneten Nazi-Bösewichten. Ich hatte einen heidenspass dabei.

 

In der letzten Hub-Welt in Thailand könnte man dem Spiel ankreiden, dass es mit dem Böötli fahren etwas zu viel Tempo aus der Geschichte nimmt und es kommt nahe dem Filler-Territorium, aber mir hat das noch Spass gemacht. Zudem sind leider die Upgrades für Indy auch nicht immer allzu nennenswert, letztlich sind die Fähigkeiten über den ganzen Durchgang ähnlich und es gibt keine substanziellen Veränderungen. Auch beim Schwierigkeitsgrad können Stealth-Erfahrene Spiele von leichter Unterforderung sprechen, die KI stellt selten eine Gefahr dar.

 

Aber ich finde das sind nur kleine Ungereimtheiten, in einer absolut fantastischen Adaption der Vorlage. Indiana Jones and the Great Circle wird sich zweifellos als eines der besten Lizenz-Spiele aller Zeiten einordnen können. Machinegames hat uns hier eine Indy-Erfahrung würdig der ursprünglichen Trilogie geliefert und es ist locker das Beste, was ich als Indy-Fan seit The Last Crusade erleben konnte.

 

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bearbeitet von Raphaelo
Geschrieben

SIFU

 

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Nach ca. 13h habe ich das Spiel zweimal durchgespielt und es hat absolut gepackt. Selten erlebe ich sowas, aber da hat bei mir die Sekiro / From Formel total gezündet. Das Spiel ist total motivierend und den zweiten Run habe ich im Alter von 44 geschafft...beim ersten waren es dann doch das maximale Alter von irgendwie 72 Jahren. Da es im Gamepass ist, hoffe ich, dass viele dieser kleinen Perle eine Chance geben. Einige aus dem Forum haben es ja schon "beworben" daher: gönnt Euch!! 

 

Das Club Level ist mein absolutes Highlight wegen der Musik und dem gleichzeitigen Kämpfen. Aber auch die anderen Levels sind top und bieten auch beim zweiten Durchgang einiges "verstecktes". 

 

Super Spiel, bitte mehr davon! 

 

8.5 von 10

Geschrieben (bearbeitet)

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Nine Sols (NSW)

41 Stunden nachdem ich auf Start klickte, lief der Abspann von diesem fantastischen Spiel. Alleine zehn Stunden habe ich für den Endboss gebraucht, vier oder fünf weitere für einen anderen Bossfight. Moveset erlernen, Timings internalisieren, defensive Strategie entwickeln, Lücken für Angriffe identifizieren, Muskelgedächtnis aufbauen, umsetzen. Und dies über mehrere Phasen. An diesen zwei Stellen bin ich echt an meine Grenzen gekommen. Zu wenig Geduld, zu wenig Geschick, um die Kämpfe zu bewältigen. Einzig mein sturer Kopf hat dafür gesorgt, dass ich es letztlich doch geschafft habe. Probieren, scheitern, nochmals probieren. Immer und immer wieder. Andere Spieler mit besseren Skills (@Yeti24 *nudge, nudge*) kommen sicher besser durch.

 

Das mag sich frustrierend anhören, und nach mehreren Stunden im selben Kampf ist es auch. Es ist aber auch wunderbar befriedigend, weil man den Fortschritt jederzeit erkennt. Zu Beginn sterbe ich nach wenigen Sekunden, ohne Plan, was überhaupt passiert ist. Später halte ich es länger durch, und der Lebensbalken wird immer kleiner. Schliesslich schaffe ich die erste Phase ohne Schaden zu nehmen, nur um in der zweiten völlig zerstört zu werden.

 

Aber was ist das überhaupt für ein Spiel, dieses Nine Sols? Beschrieben wird es als Kreuzung zwischen Sekiro und Hollow Knight. Ich persönlich würde "Hollow Knight" fallen lassen und es einfach als Metroidvania-Sekiro bezeichnen. Hollow Knight macht deutlich mehr mit der Metroidvania-Struktur als Nine Sols. Mehr Geheimnisse, mehr Exploration, mehr Platforming. Davon hat Nine Sols weniger. Der Metroidvania-Aspekt besteht bloss nominell und dient lediglich, um die Progression zu steuern. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Kampfsystem und der Geschichte.

 

Das Kampfsystem orientiert sich in seiner Parry-Mechanik an Sekiro und fügt dem eigene Twists zu. Wer mit Sekiro nicht klarkommt, wird auch Nine Sols wenig abgewinnen. Parry, Parry, Parry, Spezial-Parry, Ausweichen, Schlag, Parry. Das Spiel weicht nie von diesem Grundprinzip ab. Die Encounter sind allerdings so vielfältig, dass es über die gesamte Spieldauer nicht monoton wird. Sterben wir, bleiben am Boden Geld und Erfahrungspunkte liegen, die wir nach dem Respawnen aufsammeln müssen. Manchmal wird das Loot aber von Gegnern aufgelesen, und dann muss man diese erst besiegen, um es zurückzugewinnen. Kommt euch das bekannt vor?

 

Zur Geschichte möchte ich nicht viel sagen. Die ist durchaus interessant und wartet mit augenbrauenhebenden Wendungen auf. Viele Texte geben Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen in den Zwischensequenzen und fleischen das erstaunlich reichhaltige Worldbuilding aus. Gefällt sehr gut, aber es hängt halt alles am Kampfsystem. Wegen der Geschichte alleine wird es kaum jemand spielen, der mit der Parry-Mechanik Mühe hat.

 

Nine Sols hat mir sehr, sehr gut gefallen. Es ist auf Augenhöhe mit den anderen grossen Metroidvanias aus 2024, Prince of Persia: The Last Crown und Animal Well. Dabei könnten die drei Spiele unterschiedlicher nicht sein. Was wiederum zeigt, dass Metroidvania nur ein Label für eine sehr grobe Spielstruktur darstellt und eigentlich wenig über das Spiel an sich aussagt. Schade, wenn sich jemand nur schon wegen dem bösen M-Wort von diesen tollen Titeln abschrecken lässt.

 

FYI, es soll noch eine physische Edition von Fangamer kommen. Ich behalte es mal im Blick.

bearbeitet von Doendoe
Typo
Geschrieben (bearbeitet)

Von Nine Sols höre ich immer wieder begeisterte Stimmen, irgendwann ist das Fass auch mal voll und ich hole es mir. Du machst auch wieder ein überzeugendes Plädoyer dafür. Spielumfang haben mich bisher noch am meisten abgeschreckt. Inhaltlich ist es bestimmt ein Spiel für mich :) .

 

Ich meine, es ist auch ein sehr spannendes Folgeprojekt für das Entwicklerstudio. Echt interessant, wenn man deren Historie anschaut.

 

Auch eine gute Beobachtung zu Metroidvanias, das Genre ist mittlerweile so viel mehr als das Label meistens suggeriert. 

 

Wie ist die Performance auf der Switch?

bearbeitet von Raphaelo
Geschrieben
2 hours ago, Raphaelo said:

Wie ist die Performance auf der Switch?

Besser als zunächst erwartet, schlechter als es sein müsste. Vereinzelte Bereiche, wie der Hub, hatten etwas zu kämpfen, ansonsten lief es für mein Empfinden ziemlich flüssig. Bei den Kämpfen gab es bis auf eine Ausnahme, die die Entwickler scheinbar übersehen haben, keine Probleme. Ich hatte jedenfalls nie das Gefühl, dass ich wegen der schlechten Performance gescheitert bin.

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Geschrieben

Demon's Souls Remaster ReRun (PS5)

 

Einfach sagenhaft gut! Grafisch besser als ER. Pure Liebe!

 

Stanley Parable Ultra Deluxe (PS5)

 

Wtf? Ich habe Tränen gelacht! Wie geil war das denn bitte!

Geschrieben

Captain Toad: Treasure Tracker + Spezial-Episode (Switch)

 

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Fast alles, was Nintendo jemals auf der Wii U veröffentlicht hat, ist mittlerweile und in verbesserter Form auch für die Nintendo Switch verfügbar. So auch Captain Toad, von dem ich meine, vor rund 10 Jahren mal eine Demo für die Wii U gespielt zu haben. Ich fand das Konzept ja schon immer irgendwie witzig und die Captain Toad-Minilevels in Super Mario 3D World, die dort ja als Bonus-Content und Abwechslung für zwischendurch fungierten, haben mir schon immer zugesagt. Nun habe ich mir das Komplettpaket über die vergangenen Feiertage gegönnt und und mit den Kids Karte für Karte auf der Jagd nach den Sternen und Diamanten durchgeackert.

 

Und lasst euch gesagt sein: Es ist fast kein Ende in Sicht :lol: ... Nintendo versteht es fast schon meisterhaft, zu Beginn den Eindruck zu erwecken, dass der Content eher mager bis dürftig ausfällt, nur um dann Bonus um Bonus aus dem Boden zu stampfen. Die recht umfangreichen zwei ersten Kapitel werden nach zwei Abspännen noch um ein drittes Kapitel erweitert, dessen Ende zufriedenstellend verläuft - nur um dann nochmals ein Bonus-Kapitel mit nochmals so vielen Karten freizuschalten, die allesamt fliessend in das Switch-Abenteuer Super Mario Odyssey übergehen. Was danach kommt, weiss ich noch nicht, aber es gibt ja auch noch die Spezial-Episoden aus dem Add-on :ugly:  ...

 

Welchen Preis ihr auch immer dafür zu zahlen gewillt seid: Er wird gerechtfertigt sein. Die Karten sind sehr abwechslungsreich gehalten und manche bedürften einem weiteren Durchgang.. und vielleicht noch einem dritten oder vierten, um ihnen wirklich auch das letzte Geheimnis zu entlocken. Das ist schon ganz toll gemacht - mal vom optischen Abwechslungsreichtum abgesehen. Sicherlich - bei Captain Toad findet sich kein Spiel mit all zu grossem Tiefgang oder Schwierigkeitsgrad, auch wenn es die eine oder andere knifflige Stelle gibt, die aber auch den Kamerapositionen zu verdanken ist. Grundsätzlich ist die Kamera zwar frei drehbar, aber es gibt trotzdem stellen, bei denen irgendwas im Weg steht. Und auch wenn man stets Bonusaufgaben löst, Diamanten und natürlich die Sterne als Level-Belohnung einsammelt - Monotonie will sich irgendwie nicht einstellen.

 

Es spielt natürlich auch keine Rolle, ob man nun mit Toad die Rettung von Toadette oder umgekehrt anstrebt. Der Ablauf ist stets der selbe. Aufgelockert wird das ganze mit Zwischen- und Endbossen, die grundsätzlich einfach gehalten und im ersten Anlauf schaffbar sind. Wie gesagt - es ist kein Spiel, an dem man sich die Zähne ausbeisst oder sie ausbeissen soll. Eventuell perfekt für @ToxicTwin666 geeignet :lol:  ... kleiner Scherz am Rande, der wird das nicht mit der Kneifzange anfassen :ugly: ... Wer dem Spielprinzip, auf einer frei dreh- und rotierbaren Iso-Karte Schätze mit eingeschränktem Move-Set zu suchen, nicht abgeneigt ist und seinen Puzzle-/Abtenteuer-/ und Komplettisierungsdrang mal wieder befriedigen möchte, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Vergleichbare Spiele gibt es wohl nicht viele, weshalb man dem Mario-Universum durchaus etwas abgewinnen sollte. Wer will, darf die ganzenz Levels nach der Komplettierung übrigens nochmals spielen, um den geheimen und manchmal wirklich verdammt gut versteckten Toad-Pixelsticker zu suchen :ugly:  ... Aber Achtung.. der kann sich bewegen.

 

Leichtgängig, fröhnlich, düsterrspassig, umfangreich: 8.5/10

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Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb radiant:

Aufgelockert wird das ganze mit Zwischen- und Endbossen, die grundsätzlich einfach gehalten und im ersten Anlauf schaffbar sind. Wie gesagt - es ist kein Spiel, an dem man sich die Zähne ausbeisst oder sie ausbeissen soll. Eventuell perfekt für @ToxicTwin666 geeignet :lol:  ... kleiner Scherz am Rande, der wird das nicht mit der Kneifzange anfassen :ugly: ..

 

Geile Siech  :lol:

 

Aber ja… man sagt ja, im Alter würde man sich zurückentwickeln. Vielleicht sollte ich es wirklich mal mit altersgerechten Spielen versuchen :lamy:

Geschrieben (bearbeitet)

Hab auch mal wieder 2-3 Sachen durchgespielt

 

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extrem kurze (1h circa) audiovisuelle Erfahrung... Spiel ists nicht wirklich, aber war ne gute Zeit.

 

Sniper Elite 2-4

Wollte ich schon immer mal nachholen. 2+4 gefielen mir wirklich gut, aber mit Teil 3 wurd ich nicht wirklich warm. Die "open world" funktioniert da noch nicht so wie die eigentlich gedacht ist vermut ich mal.

 

Tokyo Psychodemic

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Interessante Idee für eine Art Detektiv-spiel / Visual novel wie zB AI The Somnium Files.

Die Geschichte des Spiels wird animiert erzählt, ebenso sind einige Rätsel animiert, aber diverse Videobänder von Überwachungskameras sind mit echten Schauspielern. Man ist im Spiel auf der Jagd nach einem geflohenen Sektenführer und untersucht allerlei seltsame Mordfälle um den zu schnappen.  Die verschiedenen Fälle und das Voice acting wussten zu gefallen. Weniger geil war die Tatsache, dass man einige Rätsel wohl als nicht Japaner schlichtweg nicht lösen kann ohne Google zu fragen oder einen Walkthrough anzuschauen. Auch waren die Bewertungen am Ende des Fall ziemlich willkürlich. Man hat quasi 2x den gleichen Beweis, aber nur einer davon ist der als richtig markierte, der andere zählt nicht.

 

Sonst wirklich n witziges Detective spiel

bearbeitet von Insanitysoul
Geschrieben

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Tunic (NSW)

Ja, ganz toll! Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es zum Schluss für mich etwas gar obskur wurde. Ich frage mich, wer das True Ending freischalten kann, ohne DuckDuckGo zu bemühen. Das Spiel steckt voller Wunder und atemberaubender Wendungen. Ich hätte höchstens leichte Kritik am Traversal auszuüben. Zu oft bleibt man an der Geometrie des Levels hängen, und auch im Endgame musste ich öfter als mir lieb war, Umwege in Kauf nehmen. Aber das sind Krümelchen, über die man bedenkenlos hinwegsehen kann. Alles andere habe ich hier bereits erwähnt, was nach fast 18h immer noch Gültigkeit besitzt. Es war mir eine wahre Freude.

Geschrieben

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The Roottrees are Dead

 

Ich glaube ich hab mir bei dem Spiel das Hirn verstaucht. Selten so was schwieriges an Rätselspiel gemacht wie das hier. Nur The Return of the Obra Din ist vergleichbar von der Art her. Man hab den Auftrag den Stammbaum der Roottrees zu vervollständigen um hinter das Geheimnis der Familie zu kommen. Als Anhaltspunkte hat man ne Art Google, diverse Zeitschriftenportale (die man aber erst entdecken muss) und ab und an Briefe vom mysteriösen Auftraggeber der ganzen Sache. Ich hab eh immer extrem Spass an so seltsamen Spielen, von daher traf das zu 100% meinen Geschmack.

 

Bei der Steamversion hats noch Roottreemania dabei. Das ist ein klassisches Sequel bei dem man aber den...ausserehelichen Aktivitäten einiger Roottrees (ok..vor allem eines Roottreemitglieds) nachgeht und weitere Familienmitglieder sucht. Das Hauptspiel war schon schwer, aber hier wirds völlig absurd wenn man wirklich alle Hinweise finden und die richtigen Schlüsse ziehen will.

 

Wer an sowas Spass hat sollte es sich definitiv auf die Merkliste setzen, oder direkt für 17 Franken holen. Ich hatte circa 10h und war gefühlt recht fix unterwegs :) 

Geschrieben (bearbeitet)

Gewishlisted :) 

 

 

@Doendoe Schon wieder ein Titel der ein Loch in meine To-Do-Liste brennt. Vor kurzem habe ich in einer A Profound Waste of Time Ausgabe auch einen tollen Artikel dazu gelesen.

 

 

Bei mir:

 

Kunitsu-Gami: Path of the Goddess

 

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A new tale of the Kami awaits...

Kunitsu-Gami: Path of the Goddess is a unique Japanese-inspired, single player Kagura Action Strategy game.

The game takes place on a mountain covered by defilement.
During the day, purify the villages and prepare yourself for sundown.
During the night, protect the Maiden against the hordes of the Seethe.

Repeat the day and night cycle until you cleanse the mountain of defilement and return peace to the land.

 

Das war ein richtig spezielles Spiel. Der grosse Durchbruch ist es leider nicht geworden, aber alle die es gespielt haben, haben mit vielen warmen Worten vom Spiel gesprochen. So geht es mir auch.

 

Ein sehr schöner Genre-Mix, welcher fast aus einer anderen Zeit gefallen ist. Ist es nun ein Strategie-Spiel, ein Tower-Defence-Spiel oder dann doch ein Hack & Slash Spiel? Mission für Mission bereitet man sich auf den Ansturm der «Seethe» in der Nacht vor, rekrutiert Dorfbewohner zur Unterstützung und baut Verteidigungsbauten wieder auf. Danach heisst es die Nacht überleben und es gilt die Priesterin Yoshiro zu beschützen.

 

Kunitsu-Gami navigiert selbstbewusst zwischen den Genres hin und her und glänzt mit einer tollen Abwechslung. Immer wieder wird die etablierte Formel durch eine neue Aufgabe etwas aufgewirbelt. Die motivierende Kurve im Schwierigkeitsgrad trägt auch seinen Teil dazu, die einzelnen Szenarien sind spannend und fordernd, bleiben aber eigentlich immer fair. Es reichte jedenfalls gut, um den Puls zu heben in den Kämpfen :) .

 

Den Puls senken konnte man dann in den schönen Base-Building-Phasen. Die befreiten Dörfer müssen wiederaufgebaut werden, zu entspannender Musik koordiniert man den Aufbau-Effort und verbessert seine Soldaten oder die eigenen Fähigkeiten.

 

Und dann ist all das eingebunden in eine liebevolle Präsentation, sehr entspannend und aufreibend zugleich. Mir hat gefallen, wie es Modell-Viewer und Erklärungen zur Welt in das Spiel eingebunden sind. Das Spiel erschafft die Welt glaubhaft und feiert diese auch zu jeder Minute.

 

Wunderbares Spiel, erinnerte mich sehr stark an die Clover Studios Zeit von Capcom. Schön gibt es das, ich hatte eine fabelhafte Zeit. Das wäre ziemlich weit oben in meiner Top 10 gelandet. Auch jetzt eine Woche nach dem Abspann, ich denke immer noch sehr viel daran, das war richtig schön!

 

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bearbeitet von Raphaelo
Geschrieben

Ninja Gaiden 2 Black
 
Jaja die guten alten Zeiten. Ninja Gaiden hat mich dazumal völlig abtauchen lassen. Für mich war es eine Offenbarung und der Schwierigkeitsgrad hat einfach alles weggeblasen. Nun, ich muss gestehen, den ersten Teil hatte ich viel mehr in Erinnerung und den zweiten nur noch mässig...den dritten haben wohl alle verdrängt. 
 
Das Spiel ist gerade frisch aufpoliert im Gamepass und wer es dazumal verpasst hat, sollte dem eine Chance geben. Mindestens die hälfte vom Spiel hat mich sehr gut unterhalten, der letzte drittel war eher zäh und sehr viel repetiv...am Schluss wollte ich es nur noch durch haben. Was eigentlich schade ist. 
 
Ich muss gestehen, ich habe es auf "normal" gezockt und bin nicht einmal gestorben. D.h. das Original müsste wohl "hard" sein. Da man aber über 1000 Gegner schnetzelt und etliche Bosse mehrmals besiegt, hat dies für mich schon gepasst. Ich hätte nun irgendwie gerne eine Auffrischung vom ersten Teil, damit ich den zweiten Teil besser beurteilen kann. 
 
Es hat spass gemacht, vor allem das erste hälft vom Spiel. Danach fühlte es sich ein wenig wie "arbeit" an....
 
Grafisch und Gameplay-mässig lief es bei mir butterweich, Blut und Brüste gab es nicht wenig.

 

7 von 10

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