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Geschrieben

Nachdem ich Shadow Hearts 1 beendet habe, habe ich nun auch noch Koudelka nachgeholt.

 

An sich kann ich mehr oder weniger dasselbe schreiben wie bei Shadow Hearts, jedoch war ich froh, dass es nicht das nervige Ring-System gab. :ming:

Denke, es gibt kein schlechter komprimiertes Spiel als Koudelka. Wenn man bedenkt, dass das Spiel 4 CD's hat und nur etwa 13 Stunden dauert. Aber es gab verhältnismässig viele Cutscences, die natürlich alle deutsch synchronisiert wurden. Dass man ein Bad Ending kriegt, weil man ein bestimmtes Item nicht hat, finde ich auch eher schlecht gelöst. Da man ein begrenztes Inventar hat, kann es durchaus vorkommen, dass man halt auch diesen einen Gegenstand wegwerfen könnte / würde. Ansonsten wie der Nachfolger. Viel zu dunkel. 

 

7/10

Geschrieben (bearbeitet)

Silksong

 

Was soll ich sagen, es ist einfach ein geniales Spiel geworden. Unglaublich was ein solch kleines Team auf die Beine gestellt hat. Sie haben meiner Meinung nach alles vom bereits genialen Vorgänger genommen und nochmals verbessert. Eine tolle Welt, super NPCs, tolle Questlines, harte aber faire Bosse und viele viele Secrets.

 

Der Schwierigkeitsgrad ist erneut hoch, ein bestimmtes Gebiet und Boss haben mich fast zum verzweifeln gebracht, aber ab diesem Knackpunkt wird es besser/einfacher. 

 

Gegen Schluss von Act 2 habe ich den Guide zur Hand genommen, weil ich wusste, dass es einen dritten Act gibt und ich diesen nicht verpassen wollte. 

 

Beendet nach 62h und 87%. 

 

Mein liebstes Metroidvania und auf dem zweiten Platz fürs Goty 2025. 

 

9.5/10

bearbeitet von XoliX
Geschrieben
35 minutes ago, Somnium said:

 

Sie hatten angeblich über 100 Vertragsarbeiter, so klein finde ich das nicht. :D

Ist das Branchengeflüster? Das habe ich sonst nirgends mitbekommen. Auch in den zwei (langen) Interviews von Jason Schreier sprechen sie immer von den zwei Gründern, einen Entwickler und dem Musik-Mensch.

Geschrieben
1 hour ago, Somnium said:

 

Sie hatten angeblich über 100 Vertragsarbeiter, so klein finde ich das nicht. :D

 

Yep, habe auch von sowas gelesen oder gehört.

 

Aber ist dennoch eine rechte leistung, die richtigen programmierer/künstler zu finden und alles zu koordinieren. Die zeichnungen war ja von einem der beiden gewesen.

Geschrieben
22 hours ago, Doendoe said:

Ist das Branchengeflüster? Das habe ich sonst nirgends mitbekommen. Auch in den zwei (langen) Interviews von Jason Schreier sprechen sie immer von den zwei Gründern, einen Entwickler und dem Musik-Mensch.

 

Also in den meisten Fällen kannst du immer davon ausgehen, dass sehr sehr viel mehr Leute an nem Spiel beteiligt waren, als gesagt wird. Auftragsarbeiter bleiben da oft unerwähnt.  

 

"It's made by 0nlY 3 pE0PLE OMG!" vermarket sich einfach besser. Habe ich früher auch so gemacht, obwohl neben dem Kernteam noch zig andere an dem Spiel arbeiteten. 

Geschrieben

Hollow Knight (Steam Deck)

 

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Es hat zahlreiche Jahre, FOMO für den Nachfolger Silksong und zwei Anläufe gebraucht - aber ich habe es doch noch geschafft, Hollow Knight zu beenden.

 

Dass es so lang gedauert hat, liegt dabei keineswegs am Spiel. Ich war bis anhin einfach wirklich überhaupt kein Fan von harten Metroidvanias, ja, ich schäme mich zugeben zu müssen, dass Hollow Knight das erste Spiel dieser Gattung ist, welches ich je beendet habe.

 

Aber ich bin so gottenfroh. Dank Team Cherry's Meisterwerk habe ich endlich verstanden, was diese Art von Spiele so faszinierend macht. Wenn man einmal drin ist und sich auf den harten Schwierigkeitsgrad, die weitgehende Orientierungslosigkeit und die zahlreichen Spielertode gewöhnt hat, wird man mit einer Spannung, einer Immersion und auch Atmosphäre belohnt, die man so nur selten in Videospielen erleben darf. Das letzte Mal, bei dem ich so über einen Triumph gegen einen besonders harten Boss gejubelt habe, reicht wohl bis zu Dark Souls 1 zurück. Als Spieler wird man einfach unglaublich belohnt, zumal das Leveldesign einfach nur meisterhaft ist. Ich war insgesamt 28 Stunden am Spiel bei einer Completion Rate von 68%. Insofern hält das Spiel auch noch jede Menge weitere Geheimnisse bereit und bietet hohen Wiederspielwert dank mehrerer möglicher Enden.

 

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Akzentuiert, getragen und verdelt wird die spielerische Klasse mit einem wunderschönen Artstyle, einem grossartigen Soundtrack und einer wirklich einzigartigen Atmosphäre. Hollownest ist einfach eine wunderbare Spielwelt, die hunderte Geheimnisse an jeder Ecke bereithält. Exploration wird hier belohnt wie selten.

 

Ja, ich komme mit meiner Lobhudelei 8 Jahre später auch noch um die Ecke, aber ich bin echt froh, hab ich mich durchgebissen. Insofern sind die Zeilen hoffentlich doch noch für jemanden von Nutzen, der Metroidvanias bislang skeptisch gegenüberstand wie ich. Überwinden lohnt sich!

 

Topgame!

 

9/10

 

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Geschrieben

KCD2 - Mysteria Ecclesiae

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Mit dem dritten und letzten DLC von KCD2 ist dieses Kapitel von Henry vorab abgeschlossen. Auch dieser DLC macht schon wie DLC1 mehr vom gleichen und unterhält gut. Wenn man schon sehr hoch gelevelt ist, sind die meisten Kämpfe aber kein Problem und sonstige Skill-Checks sehr einfach. Trotzdem macht es immer wieder Spass in die böhmische Welt zurückzukehren. Danke Henry für über 120h Spiel-Spass, ich werde deine Abenteuer so schnell nicht vergessen. 

Geschrieben

Metroid Prime 4: Beyond (Switch 2)

 

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Phuu - dieser Rückblick auf Metroid Prime 4: Beyond ist vielleicht einer der schwersten in jüngerer Vergangenheit. Zum einen war die Vorfreude nach...8 (!) Jahren Entwickluingszeit inkl. wohl mindestens einem Reboot bedenklich hoch. Zum anderen hat Nintendo in letzter Zeit nicht viel Angriffsfläche bei den hauseigenen Spielen geboten und immer hohe Qualität abgeliefert. Das ist - grundsätzlich - auch bei Metroid Prime 4 nicht anders. Über weite Strecken hält das Spiel, mit ein paar darüber hinwegsehbaren Unzulänglichkeiten (ja, Miles und die andere Soldatin sind zwei dieser Unzulänglichkeiten), diese Qualität auch.

 

Grundsätzlich ist das Spiel tatsächlich wie ein Ocarina of Time Light aufgebaut. Man hat einen zentralen Hub (anstelle von Hyrule Field ist es die Sol Desert) und 5 klar definierte, umliegende Biome, die natürlich unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

1) Der dichte und farbenfrohe Dschungel (der, ja, einfach nur geil aussieht)

2) Die Lava-Felder mit der angrenzendem industrialen Komplex

3) die Eis-Felder mit einer Alien-Style-mässigen Forschungsstation

4) Die grossen Minen

5) Volt Forge

 

letztere zähle ich mit ihren 3 Türmen einfach mal dazu, da es da doch einiges zu entdecken gibt.

 

Jede der Welte biete einen entsprechenden und serientypischen Wiederspielwert, da man einige Bereiche nur mit Fähigkeiten, die man in anderen Arealen bekommt, freischalten kann. Das ist gut - fühlt sich aber trotzdem so linear wie selten zuvor an. Und: Man wird deutlich strenger an die Hand genommen. Die Chancen, dass man etwas wichtiges "verpassen" kann und sich dumm und dämlich suchen muss, sind eigentlich verschwindend gering. Ja, dank Miles, der sich immer dann und ungefragt zu Wort meldet, wenn man einfach mal 5 Minuten mit dem Bike in der Wüste rumkurven möchte, um diese dämlichen grünen Kristalle zu sammeln. "Weisst Du nicht wo du hin sollst? Hast du vielleicht schon einmal..... versucht?". 

 

Das ist wirklich auch dann ärgerlich, wenn man einmal kein Ziel verfolgt, sondern einfach die nicht gaaaanz so leere Wüste erkunden möchte. Mir ist schon klar, dass die 15jährigen von heute dank TikTok und Co. die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches besitzen. Aber muss man deswegen einen Teil der Prime-Serie verkaufen? War das wirklich nötig, Nintendo? Und müssen 2 der 5 Charaktere so dermassen cringy geschrieben sein?

 

An sich wäre das ja alles noch verkraftbar, wenn man nicht, wenn man alle Teleporterkristalle zusammen hat, auf eine dämliche Fetchquest nach Mech-Teilen und - erzwungenermassen - grünen Kristallen geschickt wird. Das ist weder sonderlich spannend noch anspruchsvoll und stellt einen einfallslos-flachen Kontrast zum sonst eigentlich guten Area-Design dar, das mit verwinkelten und kreativ verspielten Gegenden auftrumpfen kann. Und auch der Production Value ist überraschend hoch, was sich in den hochwertigen Zwischensequenzen zeigt. Ob Samus jetzt spricht oder nicht - bei mir fiel das jetzt nicht all zu sehr ins Gewicht. Es wäre mir lieber gewesen, die anderen würden es weniger tun :ugly: . Es gibt aber auch ein paar spannende Geschichten, die der Sniper zu erzählen hat.

 

80% des Spiels haben somit ziemlich viel Spass gemacht. Auch die Bosskämpfe gehören gewiss zu den besseren der Serie und bieten jeder für sich eine Herausforderung - und sie spielen sich ziemlich flüssig, wenn man die Schwachstellen herausgefunden hat. Dem liegt meistens ein Scan zugrunde und nach etwa der Hälfte des Spiels habe ich es dabei belassen, jeden einzelnen Furz zu scannen :ugly: ... sie haben es fast etwas übertrieben. Aber der einfallslose Abschluss der Story (für die man im Abspann mit ein paar fetten Szenen belohnt wird!), die dämliche und schwer begründbase Fetch Quest am Ende und der Raub an Atmosphäre durchs ständige an-die-Hand-nehmen nehmen letztlich viel von dem, was Prime und damit insbesondere Prime 1 ausgemacht haben.

 

Ich bin erschrocken, als ich die ganzen oberen Mittelklasse-Reviews gesehen habe. Mein innerer Prime-Fanboy wollte das Ding in den mittleren 90er-Regionen sehen. Aber ganz ehrlich? Ich würde nicht sagen, dass "das nix war", Nintendo. Aber es ist auch weit von dem entfernt, was erwartet werden durfte. Ich könnte schwören, dass Prime 4 mehr als nur einen Reboot hingelegt hat. Bei den Retro Studios wohl selbst nochmals mindestens einen. Anders kann ich mir gewisse Entscheidungen nicht erklären. Ich hoffe dennoch, dass die Verkaufszahlen gut genug sein werden, um einen fünften Teil zu bewilligen. Aber auch ein Fanboy kann einsehen, wenn etwas einfach nicht auf dem Level der Vorgänger ist.

 

Grossartig ist und bleibt aber das ästhetische Design des gesamten Spiels. Das geht in Richtung aussergewöhnlich. Auch wenn ich mehrheitlich nur noch Muschis gesehen habe. Vulven hier, Vulven da, Vulven dort. Was zum Geier Nintendo :lol: 

 

7.5/10, Nintendo. 7.5/10

 

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Hyrule Warrios: Age of Imprisonment [Switch 2]

 

Das war wieder ein grosser Spass in "Musou-Manier".

Wie schon Age of Calamity brilliert auch AoI mit grossen Schlachten, massenweisen Mobs die vermöbelt werden wollen und schönen Cutscenes. Die Story ist wieder sehr gelungen, die Ereignisse vor Tears of the Kingdom werden ausführlich und zum Teil dramatisch erzählt. Echt gut!

 

Zur Story gesellen sich wieder viele Charaktere, die man nach und nach freischaltet. Wie auch in AoC gibts halt wieder ein paar Charaktere, die man weniger oft zockt / levelt, da man seine "Favoriten" schon findet :D 

 

Die Schlachten sind wieder hektisch, schnell und wild. Teilweise ist ein Riesenchaos auf dem Bildschirm, ich liebe es xD 

Die "Synergie-Attacken" zwischen zwei Charakteren sind bombastisch in Szene gesetzt und man fühlt sich halt wirklich "mächtig" beim Durchprügeln. 

Die "Challenges" wiederholen sich zwar (nimm Aussenposten XYZ ein, vermöble Mobs XYZ) und die Maps sind zum Teil sehr ähnlich, aber es geht hier um Kämpfen und nix anderes :D Da trumpft das Game halt auf. 

 

Durch die neuen Charaktere, den Synergie-Attacken, den erweiterten Kampfmöglichkeiten schlägt Age of Imprisonment den letzten Teil Age of Calamity meiner Meinung nach und ist wohl das beste Hyrule Warriors (das erste auf der WiiU? damals leider noch nicht gespielt, hole ich vielleicht noch nach). 

 

Ein Fest für Fans dieser Art Spiele. Geht wohl leider in der Masse etwas unter, auch hier im Forum zockts ja glaub niemand :( 

Kann es aber nur sehr empfehlen!

 

Meine Statistik nach dem Durchgang: 

 

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Ah ja, das Wichtigste für diese Art Spiel fast vergessen: 60fps!!! ❤️ Es ist schon viiiel angenehmer als noch Age of Calamity haha. 

 

bearbeitet von BliNkEr]
Geschrieben

Clair Obscur

 

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Vor dem Jahresende konnte ich mich nun auch damit beschäftigen, es hat mir sehr gefallen, wobei ich dann doch nicht die «beste aller Zeiten» Gefühle hatte. Aber ich finde es cool, konnte das Spiel bei so vielen richtig einschlagen, ist ja jetzt auch nicht das typische Ausnahme-Spiel.

 

Es wurde ja schon viel dazu geschrieben, daher einfach drei Punkte, die für mich das Spiel doch sehr hervorheben:

 

  • Kampfsystem: bei AAA-Games ist rundenbasierte Kämpfe ja eher auf dem Abstellgleis und wie hier die Entwickler das rundenbasierte mit actionbasierten QTEs sowie einem Dodge und einem Parry kombinieren. Absolut wunderbar. Das Echtzeit-Zielen mit der Waffe ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i.
  • Story: Tolles World-Building, viele Wendungen und die Plot-Armor wurde auch im Schrank gelassen. Von Minute 1 ist man drin und kommt ohne grossen Filler bis in Finale. Super.
  • Pictos: Das Picto-System nimmt das tolle Kampfsystem als Basis und bringt es in absolut neue Sphären. Die Art wie man das Spiel gegen Ende vom Spiel quasi «brechen» kann und man die Charaktere durch eine Reihe von Perks im Picto-System unglaublich aufpowern kann, sehr sehr cool. Schade ist das UI so scheisse, das hat meine Experimentierfreude tatsächlich auch etwas eingedämmt. Wenn ich jedes Mal wieder 10 Perks aus einer riesigen Liste zusammensuchen muss.

 

Eine tolle, selbstbewusste und magische Neuintrepretation des JRPGs, ist das nun ein FrenchRPG (FRPG)? Ist in jedem Fall toll geworden :)

 

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Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb radiant:

Kann ich sehr gut nachempfinden :happy: 

Mein Sohn ärgert sich auch. Er findet KCD2 sei unfair übergangen worden bei der Rubrik BEST RPG. Er mag Clair Obscure sehr, aber findet den Hype, der drumherum entstanden ist, etwas zu übertrieben. 

Geschrieben

"Best RPG" hätte ich ja KCD2 gegönnt (selber zwar nicht gespielt aber was ich gesehen habe ist schon ziemlich geil). 

 

Aber janu :ming:

Hype ist krass ja und kann durchaus auch als "too much" wahrgenommen werden. Ich für meinen Teil finde ihn halt trotzdem berechtigt. Hab ja selbst vom Spiel seeehr geschwärmt, es war einfach wunderschön ❤️ 

 

Geschrieben

Immer ruhig mit den Pferden :lol: 

 

12 minutes ago, ushan said:

Er mag Clair Obscure sehr, aber findet den Hype, der drumherum entstanden ist, etwas zu übertrieben. 

 

Mir geht es da tatsächlich etwas ähnlich. Ich habe das auch im entsprechenden Faden schon mal irgendwo geschrieben. Es ist schön gemacht, Story interessant - hat jetzt das Rad für mich bislang auch nicht neu erfunden. Hier mag man kontern: "WiE sÖLl s'RAd deNn au neU eRfuNde wErdE :oerba: " - und eben.. das ist der Punkt: Es ist, obwohl ich es hoch bewerten würde, liebenswerte RPG-Kost. Ich bin fast schon davon überzeugt, dass wenn das exakt gleiche Spiel von einem Riesenkonzern auf den Markt gebracht worden wäre, es nicht so generös bewertet worden wäre. Und wird ein Spiel jetzt 1000x besser, nur weil es von einem kleineren Team gemacht worden ist? Nein.

 

Ich mag es den 33 Mannen und Frauen von Herzen gönnen. Sie haben ein tolles Spiel entwickelt und dafür die Loorbeeren eingesackt. Alles richtig gemacht. Es ist für mich einfach vom nach 15h Gesehenen einfach (noch?) nicht der sagenumwobene Heilsbringer. Und der Werdegang des Spiels ist bewundernswert. Ist das der GOTY-Faktor? Oder das eigentliche Spiel?

 

Nochmals kurz: Ich möchte das Spiel NICHT schlechtreden. Niemand braucht sich in seiner Baguette-Ehre verletzt zu fühlen. Es hatte bislang einfach nicht denselben Impact auf mich wie auf andere. Und es ist trotzdem ein sehr gutes Spiel.

 

Was für ein Politikum :lol:  

Geschrieben

Zusätzlich möchte ich sagen, dass die Echtzeit-Parrys und die Quicktime-Events bei den Angriffen auch kein Novum sind, sondern so seit Jahren im Mario RPG umgesetzt werden. Also Mario hats erfunden und nicht Expedition 33. Trotzdem ist es ein tolles Spiel - ich hätte es sonst kaum über 100 Stunden gespielt.

Geschrieben (bearbeitet)

Nein, Expedition 33 hat bei nichts das Rad neu erfunden, aber es hat die verschiedenen, bereits bekannten, Komponenten zu einem wunderbaren Gesamtpaket zusammengeführt. Es war z.B. das gleiche beim Release des ersten iPhones. Ich denke ein Teil des Diskurses ist auch darauf zurückzuführen, dass viele Leute, die sonst keine JRPGs spielen, sich Expedition 33 gegönnt haben. Für diese fühlt sich dann natürlich vieles neu an.

 

Das einzige, wo mir jetzt kein entsprechendes Beispiel in einem rundenbasierten Kampfsystem einfällt ist, dass jeder Charakter sein eigenes Kampfsystem hat. Ja, sie haben ein gemeinsames Fundament, aber jeder Charakter spielt sich ganz anders, und für die meisten gilt: Selbst wenn sich alle Charaktere so spielen würden, dann würde sich das Kampfsystem frisch anfühlen.

 

Und die grandiose Musik wurde hier noch nicht angesprochen, aber ich glaube sie verbessert den Gesamteindruck, den das Spiel hinterlässt, gleich um 2 oder 3 Stufen.

 

Ich würde auch nicht sagen, dass E33 das beste aller Zeiten ist. Genial finde ich es trotzdem.

 

Aber ja, der Hype Train kann too much werden und ein Spiel verderben. So ging es mir z.B. mit Undertale. Ich habe mich nach all dem Lob riesig drauf gefreut, fand es am Ende dann aber nur gut, und nicht mehr, und der von vielen so gelobte Humor und die Charaktere fand ich einfach nur cringe (was wahrscheinlich ein wichtiger Faktor war, wieso mir das Spiel nicht so gefallen hat).

bearbeitet von Naryoril
Geschrieben

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Yoku's Island Express (NSW)

Absolut fabelhaftes Spiel. Ist schon etwas älter, und damit immer wieder im Sale und für weniger als einen Fünfer zu haben. Es handelt sich hierbei um einen Plattformer mit Pinball-Mechanik. Meine anfängliche Skepsis, ob das Gimmick funktioniert und die Spieldauer tragen kann, ist komplett unbegründet. Die Steuerung der Flipper ist griffig und präzise, und fühlt sich einfach sehr gut an. Zudem hat es eine tolle Musikuntermalung, die gute Laune verbreitet. Es ist wirklich ein rundum gelungenes Erlebnis. Mit weniger als 10 Stunden für 100% hat es auch eine sehr angenehme Länge. Wer trotz allem immer noch nicht überzeugt ist, soll sich doch einfach die Demo kurz geben. 

Geschrieben (bearbeitet)

Yokus Island Express liegt auch schon lange auf der Switch-Wunschliste...

 

 

Konnte mich nun mit ein paar kürzeren Games vergnügen :) 

 

Keeper

 

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Das neue Spiel von Double Fine. Ich persönlich hatte es gar nicht so auf dem Radar, aber ich bin froh habe ich nun noch die Zeit dafür gefunden. Das war ein wirklich wunderschönes Spiel!

 

Double Fine hat da offensichtlich ein paar Muskeln hinter das Spiel gelegt, das war teilweise ein spielbares Gemälde, Keeper hat eine echt tolle Produktionsqualität! Vom Gameplay her ist es relativ schräg, man steuert einen lebendig gewordenen Leuchtturm und wird auch hier wieder auf einen fernen Berg gerufen. Unterstützt wird man vom süssen Vogel Twig und vom Gameplay geht es primär um Puzzles und das Navigieren in der Welt.

 

Dabei bringt das Spiel überraschend viel Abwechslung rein. Der Anfang ist vielleicht ein bisschen zu lang, aber ich war doch überrascht wie das Spiel immer wieder neue Mechaniken und gar neue Fortbewegungsmöglichkeiten mit sich bringt. Die Puzzles sind nie besonders knifflig, aber sie haben mich persönlich bei Laune gehalten.

 

Und eben, das Spiel ist optisch eine wirkliche Wucht, es erschafft so eine faszinierende Welt und ich fands genial, wie die Spielwelt auch immer auf mich reagiert hat. Überall erweckt das Licht vom Leuchtturm die Sachen zum Leben, kleine Viecher freuen sich und es fühlt sich alles wie so eine kleine Märchen-Bahn in einem Vergnügungspark an.

 

Ich hatte eine gute Zeit damit, sehr schönes Spiel, überraschend viel Abwechslung und dann gabs auch noch easy 1000 Gamerscore, sehr empfehlenswert :)

 

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Herdling

 

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Das Zürcher-Spielstudio hat mich schon mit ihrem Debut «Far: Lone Sails» begeistern können. Die direkte Fortsetzung zum Spiel hat mich leider dann schneller verloren, umso erfreulicher das Herdling mir nun wieder mehr zugesagt hat.

 

Auf die Spielmechaniken und die Produktionsqualität hat hier das Entwickler-Studio Okomotive nochmal ein paar Schippen draufgelegt und sie liefern ein wirklich hübsches und faszinierendes Spiel ab. Die Prämisse ist einfach: man muss eine Herde von seltsamen Kreaturen (Calicorns) einen Berg hochtreiben.

 

Mir hat die Reise auf den Berg gefallen, viele schöne Areale, teilweise sehr beruhigende und schöne Levels und in manchen Sequenzen wird es auch ganz schön spannend. Der kleine Geniestreich vom Spiel fand ich dann, dass es ab und an Sequenzen einstreut, wo der Herde Calicorns tatsächlich was passieren kann, wenn man einen Fehler macht. Da man seine Tiere auch mit persönlichen Namen ausstatten soll, hatte ich schnell eine Herde an LGlern zusammen und diese wollte ich auf jeden Fall beschützen! Da war es umso tragischer, wenn tatsächlich etwas passiert und man eines seiner Tierchen verliert. Es wurde hier wirklich schön Geschichte und Gameplay miteinander verknüpft, hat mich gut durch das Spiel motiviert.

 

Ein schönes kleines Spiel geworden, Okomotive kann man definitiv im Auge behalten. Das nächste Spiel wird ein Rogue-like, Deckbuilder, Pinball-Spiel, da bin ich ja auch gespannt.

 

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bearbeitet von Raphaelo

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