Jump to content

Recommended Posts

Geschrieben

The Well (The last survivors) 2014

In einer art postapokalyptischen Zukunft in der es seit zehn Jahren nicht mehr geregnet hat versuchen Kendal und Dean auf der Farm ihrer adobtiveltern zu Überleben mit der Hoffnung eines Tages aus diesem ausgedörrten Valley entfliehen zu können. Die bewaffneten Truppen des örtlichen Wasserbarons, umherziehende Gruppen von Überlebenden und das karge Leben bei dem gegenseitiges Misstrauen an der Tagesordnung liegt machen dieses Unterfangen jedoch beschwehrlich.

 

Ein Stück weit erinnert der Film gewissermassen an ein umgekehrtes "Waterworld". Die Handlung ist jedoch auf einen lokalen Landstrich, das Valley begrentzt und man erfährt nichts über die restliche Aussenwelt oder die Zustände anderer Erdteile. Schade, dass dieser Aspekt nicht einbezogen wurde, jedoch hat es der Story nicht wirklich einen Abbruch gemacht.

Schauspielerisch betrachtet ist es keine Glanzleistung aber auch kein völliges Desaster. Ist sicher nicht für Jedermann gedacht, da der Film weitestgehend ziemlich ruhig verläuft und sich auch audiomässiger Soundtrackuntermalung zurückhält. Visuell gibt es in der kargen Wüste nicht viel zu erhaschen und auch die kämpferischen Auseinandersetzungen halten sich eher bedeckt. Jedoch transportiert der Film, durch das Fehlen vorhingenannter Aspekte, das harte, einsame und auch sehr stille Leben in einer solchen Zukunft gut rüber, womit der Film punkten kann.

Sicher nicht für Jedermann gedacht, doch für Fans des Genres sicher mal einen Blick wert.

6.5/10

 

 

Knock Knock (2015)

 

Dieser psychotisch, erotische Thriller spielt stark mit dem Empfinden des Betrachters. Wo bei einem selber die moralischen Grenzen liegen für die Nächstenhilfe, in sachen Loyalität einer Beziehung oder im Allgemeinen bei den Grenzen der Sexualität, wenn bei heftigem Regen zwei bildhübsche junge Frauen an der Tür klingeln und fragen ob sie bis zum Ende des Unwetters Unterschlupf finden dürfen. Welche Abgründe sich auf tun, nachdem Evan (Keanu Reeves) die Tür geöffnet hatte, hätte er sich wohl nie träumen lassen. Ein wahres Panoptikum an Gräueltaten, erotischen Fantasien und Misshandlungen eröffnet sich dem Betrachter wenn man sich auf den Film einlässt. Bei dem man, wie zu Beginn erwähnt, eine ständige Achterbahnfahrt zwischen Anziehung und Abstossung empfindet um die eigenen Grenzen zu erforschen wie man selber reagiert haben könnte. Ein Spiel zwischen "wir sind alle Täter" und "wir sind alle Opfer" zugleich. Ein Film darüber wie einfach Leben traumatisiert, beschädigt oder zerstört werden können.

Auch wenn es teilweise etwas gar ins Bizarre abdriftet ist alles in allem meiner Meinung nach ziemlich gut und stark umgesetzt. Einzig einge Voraussetzungen lassen mich ein wenig stutzig werden, wesshalb es für mich keine höhere Wertung ermöglichten, aber ohne welche der Film wohl eine komplett andere Richtung eingeschlagen hätte.

 

8/10

 

 

Bone Tomahawk

 

Ziemlich langatmiger Western bei dem es um die Befreihung bzw Rettung des Hilfssheriffs, einen Gefangenen und dessen behandelnde Ärtzin geht, welche von einem ominösen, kanibalistischen Eingeborenenstamm festgehalten werden. Leider zieht sich das ganze etwa genau so lange hin, wie die fünftägige Anreise (welches etwa 4/5 des Films ausmachen) zu besagtem Stammesgebiet. Auch wenn der film einiges realistischer anmutet als andere Filme dieser Art, wenn es um Verletzungen oder Ähnliches geht, können die wenigen Schock- und Goremomente den Film leider nicht retten. $

Kann man sich mal geben, wenn man sonst grad nichts zu tun hat.

 

3/10

Geschrieben
Ich han en eignetlich rächt guet gfundä. Nur scho de Bart vom Kurt isch es Kunstwerk.

Aber irgendwiä ischermer optisch echli zu Steril gsi.

 

die kostümierung der komparsen war ja auch nicht schlecht ;) aber wie gesagt fand ichs strorymässig jetzt nicht so speziell und halt durch die ganze "anreise" etwas gar in die länge gezogen. einerseits ist es ja honorabel, dass sie das ganze so "lebensecht" darstellen wollen und nicht in einem bruchteil des films dort hin reisen, aber andererseits passiert da ja so gut wie nichts wofür mir die screentime doch etwas zu schade war.

Geschrieben

Ja, ist schon extram träge und Simpel gestrickt. Ich mag das teilweise aber gar nicht so schlecht, wenns gut gemacht ist. Und im Western Genre ist das natürlich auch ein wenig eine Kür. Nicht um in auf die selbe Stufe zu stellen, das ist er bei weitem nicht, aber einer der besten Western überhaupt, C'era una volta il west ist innerhalb der Szenen an Trägheit teilweise kaum zu überbieten. Der ist zwar dann doch nicht so Simpel, ist aber auch quasi ein Epos mit viel mehr Spielzeit, und was er z.B. auch nicht ist ist Steril. Die doch recht künstlich anmutende Ästhetik hat mich wirklich fast am meisten gestört, und ich glaube es hätte viel an Stimmung gewonnen werden können hätte man damit mehr gearbeitet.

 

Aber man muss es natürlich auch ein bisschen realistisch sehen, ich denke dass dies, wie auch andere Schwächen, z.B. was das Drehbuch betrifft, haben wohl ein bisschen damit zu tun dass es wohl doch eine relativ kleine Produktion war. Ich meine ein geschätztes Budget von 1,8 Mio. ist heute im Film keine riesige Summe mehr, (und zum Vergleich: bei C'era una volta il West warens 5 Mio. das ist allerdings beinahe ein halbes Jahrhundert her). Man hat sich wohl wirklich mehr oder weniger auf das reduzieren müssen was überhaupt möglich war. Bei Historischen Filmen ist der nötige Aufwand für jedes zusätzliche Ding nicht zu unterschätzen.

 

Ein Meisterwerk ist es sicher nicht.

Geschrieben

The Hunger Games - Mocking Jay: Part II

 

Ähnlich schwach wie der erste Teil des dritten Teiles (:ugly:). Leidet unter massiven Pacing-Problemen (Anfang zu träge, dann zu sprunghaft, das Ende wieder sehr langfädig) und einem insgesamt sehr schwachen Ende.

Pluspunkte sind Jennifer Lawrence als Eyecandy-Faktor sowie die ordentlichen Figuren und die generell fantastische Produktionsqualität.

 

08/15-Eventmovie. Kann man sich geben, muss man aber nicht. Fans dürfen noch einen Punkt auf die Wertung dazurechnen.

 

5.5/10

Geschrieben

Terminator 5 – Genisys

OMG... hab ja nicht viel erwartet, aber das der Streifen sooooo unterirdisch schlecht wird, hab ich dann doch nicht "erhofft".

 

Meine Güte... schon Teil 4 war ja nicht gerade ein Meisterwerk, hatte aber seine Momente und gute Ansätze für etwas Neues.

 

Aber T5 schafft es in keiner Sekunde auch nur annähernd eine gute Atmosphäre zu schaffen. Die absolut fehlbesetzten Rollen sprechen da Bände. Allen voran die dümmliche "Drachenzämerin" aus Game of Thrones. Dort vermag sie ja noch einigermassen zu passen obwohl von einer guten schauspielerischen Leistung auch dort meilenweit entfernt. Doch auch Jai Courtney ist einfach ein abartig schlechter Mime und man hätte kaum etwas unpassenderes für die Rolle von Kyle Reese gefunden.

 

Die Story ist an Dämlichkeit kaum noch zu überbieten und alles in allem ist T5 ein Paradebeispiel wie man eine so tolle Franchise mit Lichtgeschwindigkeit in die Wand fahren kann.

 

Ich enthalte mich einer Wertung, da mir sonst nur wieder alles hoch kommt und ich zum zweiten mal kotzen könnte :ugly:

Geschrieben

Ja, unser Film- und Musikgeschmack läuft des öfteren nicht gerade parallel :ugly:

 

Bei JW bekam ich wenigstens haufenweise Dino-Action und fühlte mich gut unterhalten. Das kann ich bei T5 leider nicht behaupten. Aber sieh ihn Dir an. Bin gespannt auf Deine Meinung. Für meinen Geschmack war das arschgrau, dumm und einfach unterirdisch schlecht. Sogar Arnie ging mir auf den Sack...

Geschrieben

Hab mir am Freitag "The Last Witch Hunter" mit Vin Diesel angeschaut :)

Die ersten Minuten hat es mich extremst an The Witcher 3 erinnert. Hab mich wirklich gefragt ob der Film sich etwas von The Witcher abgeguckt hat.

Geht ja fast wie in The Witcher 3 um einen der letzten Hexen Jäger.

 

War ein guter Film :). Wünsche mir jetzt jedoch eine Verfilmung von The Witcher 3 :pfft:

Geschrieben

Ant Man

 

Was für ein seltsamer Film. Es dauerte fast bis zum letzten Drittel als ich mich endlich richtig darauf einlassen konnte. Davor war ich nicht sicher, ob es eine Komödie sein soll, ein Action Streifen oder ein Neuaufguss von Disneys "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft". Rudd macht seine Arbeit toll. Das "Treffen" mit Falcon war super, Michael Douglas hat gut gepasst. Und am Schluss ging es dann wirklich ab. Auf jeden Fall fügt sich auch dieser Film toll ins Marvel Universum ein und ich kann den Auftritt von Wasp kaum noch erwarten. Ant Man und Wasp sind ja dann in Civil War mit von der Partie ^_^

 

Wieder mal ein toller Marvel-Streifen. Marvelous!

Geschrieben (bearbeitet)

007 Spectre

 

Kurz zusammengefasst für die, die sich nicht Spoilern lassen wollen: Eine gelungener Bond, der besonders bei der Kamera und der Inszenierung glänzt. Da könnte man wirklich um so ziemlich jede Szene einen Rahmen hängen. Einigen richtig tollen Momenten wie dem ersten Treffen mit Bösewicht Waltz stehen ein paar faule Abkürzungen im Drehbuch, ein letztlich blasser Waltz und ein Filmende gegenüber, das etwas zu aufgesetzt ist. Alles in allem aber jedes Fränkli für den Kinobesuch wert.

 

Nun im Detail, also !!!Spoiler!!!

 

[spoiler=Review öffne dich]Craig als Bond

Ich muss zugeben: Ich bin ein Craig-Fan. Er hat als 007 die perfekte Mischung zwischen hartem Kerl und verschmitztem Gentleman. Auch in Spectre glänzt er wieder mit dieser Bond-Version. Obwohl Spectre die Craig-Reihe gut abschliesst, hoffe ich, dass er den vetraglich festgehaltenen fünften Film noch macht.

 

Waltz als Bösewicht

Ich schätze sehr, dass Waltz nicht einfach wieder den Landa ausgepackt hat, sondern sich an einer neuen Figur versucht hat. Oberhauser alias Blofeld ist eine weitaus kühlere Figur, als es der Judenjäger aus Inglourious Basterds war. Leider geht das nicht ganz auf, weil man ihm den Oberschurken so nicht wirklich abkauft. Da waren Le Chiffre oder Silva furchteinflössender. Dabei wurde er gerade mit der Spectre-Sitzung in Rom richtig gut eingeführt. Die Vermutung liegt nahe, dass Waltz nur als wortgewandter Landa oder Schultz (in Django) wirklich funktioniert.

 

Bondgirls

Für mich ist Seydoux' Swann die direkte Nachfolgerin von Eva Greens Lynd. Kein dummes Fickpüppchen, sondern eine Frau, die was auf dem Kasten hat. Monica Bellucci wurde leider etwas verbraten. Einerseits mit einem unglaubwürdigen Charakter, anderseits mit sehr wenig Screentime. Sie hat aber wohl das Beste aus ihrer Rolle herausgeholt.

 

Schauplätze

Ein sehr guter Mix, wie ich finde. Das heisse Mexiko, das historische Rom, das verschneite Österreich, das exotische Tanger, der noble Zug, die nostalgische Blofeldbasis, das nächtliche London ... doch, ein guter Ritt durch verschiedene Locations. Das ist für mich eben auch, was einen richtig guten Bond ausmacht: aussergewöhnliche Orte.

 

Kamera/Inszenierung

Für mich über jeden Zweifel erhaben. Da ging einiges an Detailarbeit in die Aufnahmen, sowohl von der Bildkomposition als auch von der atmosphärischen Ausgestaltung der Szenerien her. Manche Shots könnten in einer Fotogalerie hängen. Auch die Farbgebung spielt da eine tragende Rolle. Für mich oscarwürdig.

 

Story/Drehbuch

Eines vorweg: Ich fühlte mich während den zweieinhalb Stunden Spielzeit nie gelangweilt. Die Geschichte entwickelt sich zum richtigen Aufeinandertreffen mit Blofeld spannend. Danach flachts etwas ab bzw. wird mit einem ungeschickten Ende ergänzt. Aber machen wir da doch ein kleines Listing mit meinen Problemen und Magic Moments:

 

Probleme

  • Die Videobotschaft von der verstorbenen, weiblichen M, die schliesslich zu Spectre führt. Ihre Anweisungen ohne jegliche Erklärungen sind hirnrissig
  • Warum überzeugt der Spectre-Ring plötzlich alle davon, dass Oberhauser/Blofeld lebt bzw. wie kann Q das schwuppdiwupps ermitteln?
  • Die Motivation bzw. die Entwicklung von Blofeld wird fast gar nicht beleuchtet. Wie ist er vom Stiefbruder zum Obermotz geworden?
  • Weshalb scheint Blofelds Folter bei Bond rein gar nichts zu bewirken?
  • Wieso trennen sich Bond und Swann in London so mir nichts, dir nichts, wenn sie doch noch immer in Gefahr ist?
  • Das Ende mit dem präparierten MI6-Gebäude und dem Heliabsturz ist mir eine Spur zu dick aufgetragen, zu theatralisch.

 

Magic Moments

  • Die Anfangsszene in Mexiko mit ihrem cool inszenierten Fest am Día de los Muertos.
  • Belluccis vermeintlicher Todesgang durch die Villa zum Pool ist filmerisch gesehen grosse Klasse
  • Die Spectre-Sitzung in Rom mit dem Schattenwesen Blofeld. Vom subtilen Kopfdrehen von Waltz bis zum grossen Auftritt des Lakaien.
  • Das Wiedersehen mit dem mittlerweile krebskranken Mr. White in einer einsamen Berghütte
  • Die Begegnung mit dem Mäuschen in Tanger
  • Der Fight im Zug
  • Die Hommage an die ganz alten Bonds mit der Krater-Basis und dem Blofeld-Revival

 

 

8/10

und damit auf dem Niveau von Skyfall

bearbeitet von DirtEHarry
Geschrieben
Spectre

 

spectre1.jpg

 

Von den Craig-Bonds war er für mich nach "A Quantum Solace" der zweitschwächste.

Positiv sind mir die sehr saubere Kameraarbeit und die gewohnt überzeugende Performance von Craig und auch Waltz aufgefallen. Die Action geht soweit auch in Ordnung und spult das gewohnte Bond-Programm ab.

 

Leider - und das ist gerade deshalb besonders schade - nimmt sich der Film kaum Zeit für Charakterexposition, Spannungsaufbau oder einen ausgewogenen Plot. Allgemein muss ich sagen fühlt sich die Story so an, als wäre sie kurz eben auf eine Serviette in der Pause geschrieben worden. Auch für Bond-Verhältnisse tatsächlich sehr generisch und ohne wirkliche Dringlichkeit oder Dramatik. Da tat mir Waltz in seiner einfältigen und eindimensionalen Rolle schon fast leid :ugly:.

 

Ich denke, als Event-Movie, den man sich mit ein paar Buddies anschaut, taugt der Film. Darüber hinaus sollte man aber nicht mehr erwarten.

Mit Skyfall oder A Casino Royale fährt man deutlich besser.

Fast einer Meinung mit KiLLu. Für mich befindet sich Spectre sogar noch hinter A Quantum Solace und Waltz ist zwar ein super Schauspieler, dessen Rolle ihn in Spectre allerdings kaum je aufleben lässt. Deshalb kann ich, wie du schon richtig sagst, seine eindimensionale Rolle kaum mit einer überzeugenden Performance in Einklang bringen.

 

Hier aber noch ein paar meiner Standpunkte: Ich liebe Daniel Craig als Bond. Er ist sogar einer meiner liebsten Bond-Darsteller überhaupt. Und wie Ushi schon sagte, stehen massgeschneiderte Anzüge keinem anderen Bond besser als Daniel Craig. Seine verschmitzte Art ist einfach sensationell und passt wie die Faust aufs Auge. Und ich bin mit Harry einer Meinung, dass der Einstieg von Spectre mit dem Totenfest in Mexico City toll wie bildgewaltig ist. Dann aber beginnen die Probleme.

 

Die Story soll ja so einige Fäden zusammenführen. Nun - habe ich ehrlich gesagt nicht gross mitbekommen. Ich schaue mir nicht jede Woche einen Craig-Bondfilm an, nur um mir in Erinnerung zu rufen, was jetzt wieder genau durch wen und wo genau passiert und was das jetzt alles mit Spectre zu tun haben soll. Der Satz von Waltz von wegen "Das war alles ich *grins*" empfand ich insofern als etwas gar billig. Da hätte man auch mit kurzen Rückblenden arbeiten können. Die weiteren negativen Kritikpunkte fasse ich mal kurz in einem Spoiler zusammen:

 

[spoiler=Dark Side of Spectre]- Aufgesetzte Liebeszenen

Mir ist klar, dass Bond in jedem Film die eine oder andere Tante knattert - nur fand ich die Liebesszenen hier so aufgesetzt wie Bruce Willis' Yippi-Yay-Yeah Schweinebacke-Monotonie in Die Hard 5. Auch wenn Belluccis Todesgang im Haus in Richtung Pool filmisch toll inszeniert war, so war die halbe Spiegel-Fick-Szene dann doch etwas zu viel des Guten. Die Tante hat null Hintergrund, wurde von ihrem Ehemann ein Bisschen vernachlässigt und knattert mit Bond nach einer psycho-labilen "Ich sterbe eh in 5 Minuten"-Szene herum und verrät ihm sämtliche Geheimnisse. Die Szene ist da, weil sie offenbar einfach da sein muss und hat für mich null Gehalt.

- Die Autoverfolgungsjagd

Vielleicht lag's daran, dass sowohl der DB10 wie auch der Jaguar Prototypen sind. Aber mal ehrlich, das einzig tolle an der Verfolgungsjagd waren die Bilder - ansonsten hat die Szene haufenweise Probleme. Es fehlt ihr an Spannung, weil der Verfolger kaum etwas tut, um Bond wirklich abzudrängen / abzuschiessen. Der peinliche Höhepunkt ist die Szene, in der Bond in die Seitengasse einbiegt und von einem Fiat 500 und einem alten Knacker behindert wird. Hier böte sich für den riesenhaften Verfolger DIE Möglichkeit, Bond wenigstens mal das Heck zu versauen, ihn nervös zu machen. Stattdessen hat James wirklich alle Zeit der Welt, den Opa mit Tempo 80 gemütlich vor sich her zu schieben, um am Ende der Seitengasse wieder Gas zu geben. Die Szene ist an Unglaubwürdigkeit kaum zu überbieten. Die ganze Verfolgungsjagd sank auf das Niveau einer gemütlichen Sonntagsausfahrt, wo sich keiner mit den schönen Autos zu nahe kommen darf. Wenigstens versenkt James den Aston im Fluss und der Jaguar darf noch ein bisschen brennen - das allerdings war das kleinkarierte Auflackern einer Verfolgungsszene, die keine sein durfte.

 

- Das Bondgirl

Swann ... nun ja... mir fehlt es dem Bondgirl an Klasse und Charisma. Zugegeben, sie kann mit einer Knarre umgehen und die Prügelszene im Zug war einer der Action-Höhepunkte des Films, aber die Rolle der nichttrauernden Tochter die Waffen hasst, habe ich ihr einfach nicht abkaufen können. Auch ihren Auftritt würde ich eher als oberflächliche Beigabe betrachten. So leid es mir tut - und es gab definitiv schon hübschere Bondgirls :ugly:...

 

- Story / Drehbuch / Dialoge

Ich mag es wirklich jedem gönnen, wenn er diese Punkte super und spannend fand. Für mich glich der Film einer auf hochglanzpolierten Hülle, die viel gekostet hat, diese Kosten aber weder ins Drehbuch noch in die Dialoge hat einfliessen lassen. Viele der Gespräche lassen eine Dynamik vermissen, die der Bond-Serie sonst sehr eigen ist. Sie sind teilweise auf einem sehr einfachen und fast schon belanglosen Niveau gehalten, so dass man das Gefühl bekommen konnte, dass man nun auch Bond-Filme dem allgemeinen Bildungsniveau anpassen muss. Ich weiss das klingt hart - und für einige mag das sogar unverständlich klingen, aber die Story gibt echt nicht viel her. Bond hetzt mit schier fadenscheinigen Hinweisen von Ort zu Ort und als Zuschauer denkt man sich das eine oder mal "hä? Wie kommt der jetzt darauf, dass..." - dieselbe Problematik hat Harry schon in Bezug auf Q angesprochen. Auch von ihm angesprochen ist die selten dämliche Umsetzung von Bonds Folter durch Blofeld. Grossspurig wird angekündigt, dass sich Bond nach diesem kleinen Nadeleinstich nicht mehr an seine Liebste wird erinnern können. Stattdessen drück ihm Swann einen feuchten Schmatzer auf, worauf ihr Bond ein tödlich schnulziges "Ich werde dich niemals vergessen" entgegnet... nein, nein, nein! Einfach nein! Höhepunkt der Szene war die explodierende Uhr in unmittelbarer Nähe von Blofeld, dessen einzige Blessur der Verlust des rechten Auges inklusive einer Narbe war. Ansonsten keine einzige Schramme. Das war schlicht und ergreifend unglaubwürdig.

 

Abgesehen davon: Ich war ja nicht alleine im Kino. Ein guter Kumpel und sein Stiefvater - mittlerweile Pensionär - waren auch dabei. Alle bezeichnen sich als Bond-Fans. Alle haben schon etliche Bondfilme gesehen. Und alle waren wir enttäuscht. Der Film kam nicht in die Gänge, ist langatmig, und bietet bis auf die spannenden Unterhaltungen zwischen M und C wenig, was irgendwie von Nachhaltigkeit zeugen würde.

 

- Spectre als Organisation / Waltz

Eigentlich wohl auch ein Problem des Drehbuchs - aber nach der netten Einführung der Geheimorganisation, dem zuerst im Dunklen verbleibenden Blofeld, dem Respekt, der ihm von allen Beteiligten am Tisch entgegengebracht wird... bleibt einfach nicht mehr viel übrig. Ab dem Zeitpunkt, an dem Waltz ans Licht tritt, versandet Waltz' Blofeld in einem Geweine rund um die Tatsache, dass der kleine James ihm damals seinen Papa stretig gemacht hat.

 

 

Somit verbleiben mir die folgenden vier Szenen, die ich als Höhepunkte und toll inszeniert betrachte, den Film aber leider nicht über ein höchst durchschnittliches Allgemeinniveau, für Bond-Verhältnisse unterdurchschnittlich, hinaustragen. Leider.

 

[spoiler=Pluspunkte]

+ Die Einstiegsszene mit der Totenfeier und dem Fight im Helikopter. So muss Bond sein!

+ Die Spectre-Sitzung in Rom. Auch so muss Bond sein! Infiltrieren, Informationen beschaffen, entdeckt werden, flüchten.

+ Der Fight im Zug.

+ Die Scharmützel zwischen M und C, sowie Qs etwas unbeholfene Art.

 

 

Nochmals: Es ist schön, wenn einige hier ihre Freude an Spectre gehabt haben. So soll es sein. Geschmack ist nichts Einheitliches. Aber auch das nochmals: Ich bin nicht der einzige hier, der Spectre als langweilig empfunden hat. Auch andere hier erwähnten Worte wie schlecht, kein Vergleich zu Casino Royal etc. Nur weil das jetzt radis Meinung ist und radi die etwas grössere Zielscheibe als andere bietet, muss man im Boxring nicht unter die Gürtellinie hauen. Nur weil man Spectre alles andere als spannend findet, hat man kein Aufmerksamkeitsproblem. Nur weil man hirnlose Action - die sich auch als solche präsentiert und spassig ist - geil findet, muss man Spectre nicht automatisch mögen. Und eine gute Inszenierung / Kamerarbeit macht noch lange keinen guten Film aus. Und nur weil gute Schauspieler eingesetzt wurden, heisst das nicht, dass auch ihre Performance aufgrund eines schwachen Drehbuchs überragend ist. Das hier ist meine Meinung, meine Einschätzung zum Film - die, und so muss das sein, stellenweise oder grossteils auch von anderen vertreten wird.

 

Spectre spaltet fast wie kein anderer Bond-Film. So viel ist sicher. Das darf man gut finden - oder auch schlecht finden. Darüber darf man diskutieren. Aber es ist kein Grund, Vertretern anderer Meinungen, besonders wenn sie auch noch begründet sind, ans Bein zu pissen und sie zu beleidigen. Auch dann nicht, wenn sie radi heissen. Ansonsten darf man gerne vor der eigenen Haustüre wischen und sich mal fragen, wieviel Akzeptanz man anderen Ansichten entgegnen kann. Und wie man es selbst mit der Objektivität hält, deren Fehlen man anderen ziemlich schnell und gerne mal vorwirft.

 

Ich diskutiere gerne und - wie allgemein bekannt sein dürfte - oft, zuweilen auch energisch, über Filme und Games. Ich diskutiere hier auch gerne über Spectre. Ich habe auch nichts dagegen, wenn man mich, des Spasses wegen, aufgrund meiner Jurassic-World-Enttäuschung gerne in der Hölle brennen sehen würde. Aber ich habe ein grosses Problem damit, ernsthaft als hirn-, ahnungs- und anspruchslos bezeichnet zu werden, weil ich die Meinung eines glühenden Spectre-Verehrers nicht teile. In der Hoffnung, dass dies alle Beteiligten so sehen und alle damit leben können, setze ich unter dieses Schlussplädoyer nun einen Punkt.

Geschrieben
Ant Man

 

Klingt nicht schlecht. Hole ich mal wenn mir die Marvelfilme ausgehen.

 

Letztens Avengers 2 Age of Ultron gesehen. Optisch und vom Ensemble her wieder super. Die Dialoge zum Teils zu wirr (v.a. Iron Man).

Danach The Return of the First Avenger bestellt und noch den zweiten Teil von Thor.

 

Auf Civil War und den nächsten X-Men Teil freue ich mich auch.

Geschrieben

@ Radi

 

Wer hat Dich denn so angegriffen? Ist doch absolut kein Problem wenn man aus dem gleichen Genre Filme gut und schlecht findet. Fand ja JW auch toll und T5 scheisse... jeder darf seine Meinung kund tun. Gut, für Mad Max werde ich Dich ein Leben lang hassen :ugly::rofl:

Geschrieben
jeder darf seine Meinung kund tun. Gut, für Mad Max werde ich Dich ein Leben lang hassen :ugly::rofl:

 

Ich dachte, ich kann das aufgrund meiner Verehrung das Mad-Max-Games wieder rausreissen :ugly:

 

T5 hab' ich grad zu Hause... wird am Wochenende geschaut :lamy:

Geschrieben (bearbeitet)

Terminator: Genisys

 

Terminator-Genisys-T-3000-Character-Poster.jpg

 

Phuu... Auch hier ohne grosse Erwartungen rangegangen.. aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass er schlechter als der vierte Teil ist... der zwar für sich genommen auch nie und nimmer an die ersten beiden rankommt, aber definitiv über Genisys steht.

 

Das Problem beim fünften Teil ist, dass man schlicht zu viel machen wollte. Ich sitze nach 2h da und habe eigentlich keinen blassen Schimmer darüber, was ich gerade gesehen habe. Die Macher spielten zu sehr mit den Zeitlinien und -verschiebungen, als dass man sich irgendwie an einem roten Faden hätte festhalten können.

 

Ausserdem:

 

[spoiler=...]Wieso nur hat man John Conner zum Bad Guy umfunktioniert? John Connor war IMMER der Anfrührer der Resistance gegen die Maschinen, er hat immer gegen sie gekämpft, war die letzte Hoffnung der Menschheit. Alle Filme spielten auf dieses Szenario an - alle waren storytechnisch darauf ausgerichtet, dass Sarah Connor überleben musste, damit es auch John schaffte. Ihn hier plötzlich zu einem neuen T-XXXX-Modell umzufunktionieren... funktioniert einfach nicht. Empfand ich als billig und gab' dem Film einen ebenso billigen 08/15-Touch.

 

 

Actiontechnisch ist er eigentlich gar nicht so übel - und auch manche Effekte können sich sehen lassen. Ausser die Young-Arnie-CGI-Abschnitte - die wirken sehr sehr künstlich und fast schon puppenhaft. Nicht unbedingt am besten besetzt wurden meiner Ansicht nach auch die Rollen von Kyle Reese und Sarah Connor. Jai Courtney als Kyle wirkte irgendwie immer wie ein bubihafter Channing Tatum :ugly:... und Emilia Clarke als Sarah... nun ja... ein zu junges Püppchen irgendwie :ugly:. Die zwar immerhin taff daherkommt, aber trotzdem.. beide erreichen nicht das Charisma der Ur-Besetzung ...

 

Positiv sind die vielen hommageartigen Szenen, die an Terminator 1 & 2 angelehnt sind oder teilweise glatt daraus kopiert sein könnten. Da wären z.B. die jeweiligen Zeitreisen des Terminators und Kyle, der sich seine Kleidung in einem Kleiderladen zusammenklaut und die Hose erst mal von einem Obdachlosen entwendet. Die Verfolgungsjagd mit dem Flüssigmetall-Terminator ebenso wie Sprüche à la "Komm mit mir, wenn du leben willst" oder "Ich komme wieder". Gelungen sind auch die eher witzigen Momente, die sich aus der Maschine-versucht-menschlich-zu-wirken-Situation heraus präsentieren.

 

Trotzdem: Diesen Terminator hier hätte es sicherlich nicht gebraucht - und da es mit Garantie einen weiteren geben wird, einen anderen Schluss lässt dich Szene im Abspann gar nicht zu, sehe ich diesem mit noch weniger Erwartungen entgegen. Alles in allem kann man nur hoffen, dass es Disney mit Star Wars nicht verkackt :ugly:.. bis jetzt war die lange gehegte Freude auf Fortsetzungen bekannter Marken eher mit durchwachsenen Resultaten gesegnet :ugly:.

 

Terminator 2 > Terminator 1 > Terminator 4 /3 -> (...und mit grossem Abstand) Terminator 5

 

Schade drum.

 

Edit: Siehste Toxic - ich mag T5 auch nicht :ugly:.. Der Film entwickelt zu keiner Zeit die Rasanz, Brisanz und auch Bildgewalt, die ein T2 vor über 20 Jahren entwickeln konnte. Das hätte Regisseur Alan Taylor nach Thor: The Dark Kingdom eigentlich besser hinbekommen sollen :ugly:.. .ansonsten, habe ich gesehen, dreht der ja nur TV-Serien :ugly:

 

Naja...

bearbeitet von radiant
Geschrieben
Terminator 2 > Terminator 1 > Terminator 4 /3 -> (...und mit grossem Abstand) Terminator 5

 

Schade drum.

 

Edit: Siehste Toxic - ich mag T5 auch nicht :ugly:.. Der Film entwickelt zu keiner Zeit die Rasanz, Brisanz und auch Bildgewalt, die ein T2 vor über 20 Jahren entwickeln konnte. Das hätte Regisseur Alan Taylor nach Thor: The Dark Kingdom eigentlich besser hinbekommen sollen :ugly:.. .ansonsten, habe ich gesehen, dreht der ja nur TV-Serien :ugly:

 

Naja...

 

:waltz:

 

100% Agree!

 

 

 

Original-Opening-For-Ant-Man.jpg

 

Ant Man

Hach wie erfrischend! Nachdem mich das ganze Marvel-Universum zu langweilen anfing, ist Ant Man wieder was neues, cooles und extrem spassiges. Ich liebe eh Filme in denen mit extremen Grössenunterschieden gespielt wird. Der Film hat mich von der ersten Minute an gepackt und nicht mehr losgelassen. Oftmals wurde ich an den 57er-Klassiker "Die unglaubliche Geschichte des Mister C." erinnert...

Alles in allem ein toller Streifen mit cooler Action, spannend und mit einer guten Portion Humor verfeinert.

 

Das einzig schade war, dass schon wieder ein Link zu den Avengers gemacht wurde. Ich hätte gerne noch unabhängige Ant Man-Abenteuer gesehen. Aber vielleicht kommt da ja noch etwas...

 

8/10

Geschrieben

pixels-1.jpg

 

PIXELS

Ok... es werden sämtliche 08/15-Hollywood-Komödien-Klischées verbraten inklusive schnulziger Lovestory, oberkitschigem Pathos und zusätzlich beinhaltet Pixels noch mein absoluter Anti-Schauspieler Adam Sandler. Nur schon bei der schlichten Erwähnung dessen Namens gehen bei mir normalerweise sämtliche Alarm-Glocken an.

 

Aber irgendwie fand ich den Trailer halt wegen der Thematik doch irgendwie witzig und so hab ich mir das Ding gestern angeschaut.

 

Und ja, ich finde Pixels absolut genial. Auf der Negativ-Seite sind sicherlich die im Eingangssatz erwähnten Probleme. Aber der Film strotzt einfach nur so vor tollen Einfällen und lassen ein Zockerherz das mit sämtlichen diesen Videospielen aufgewachsen ist, absolut höher schlagen. Alleine die Verfolgungsjagd mit Pac-Man und den Minis ist das Geld wert. Absolut Detail-Verliebt verbindet Pixels so ziemlich alle Arcade-Hits der 80er in einen witzigen und rasanten Invasions-Movie.

Die coole Inszenierung, die fantastischen Effekte und die witzige Story machen Pixels echt sehenswert. Und auch die restlichen Schauspieler - Adam mal ausgenommen - machen ihre Sache absolut genial. Allen voran natürlich Peter Dinklage...

 

Alles in allem tolle Unterhaltung...

 

8/10

Geschrieben

Bridge of Spies

 

bridge-of-spies-wallpaperjpg-9b32f0_1280w.jpg

 

Spielberg und Hanks, nicht unbedingt eine Kombination, die mich normalerweise vom Hocker hauen würde.

Mit Bridge of Spies ist Spielberg allerdings ein wirklich überzeugender, unaufgeregter Film gelungen, der von sehr guten Bildern, einer gut erzählten Geschichte und starken schauspielerischen Leistungen profitiert.

Bridge of Spies enthält - wohl auch aufgrund des gewählten Szenarios des Kalten Krieges bedingt - ebenfalls eine gewisse pro-amerikanische Färbung, letztlich tut dies der zweistündigen Unterhaltung jedoch zu keinem Zeitpunkt Abbruch.

 

Wer sich für die Thematik des Kalten Krieges interessiert und dazu keinen Kriegsfilm sehen will, erhält hier ein schönes Feel Good-Melodrama, welches unterhaltsam anzuschauen und gut zu verdauen ist.

 

Empfehlenswert!

 

7.5/10

Geschrieben

Up

Wunderschöner Film, sehr bewegend und auch herrlich lustig. Hat mir ausserordentlich gut gefallen, einer von Pixars besten Filmen. Die ersten 10 Minuten wo das ganze Leben des Mannes gezeigt wird... so schön und so traurig :glupsch:

 

5/5

 

The Royal Tenenbaums

Immer noch einer meiner liebsten Wes Anderson Filme. Empfinde diese etwas verschrobene Familie hat viel von meinem eigenen Familienbild drin. Lustig, traurig und lässt mich trotzdem immer mit einem zufriedenen Gefühl zurück. Auch nach dem 5. oder 6. Mal ^_^

 

5/5

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung wiederherstellen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Neu erstellen...