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Geschrieben

looper-sept27.jpg

 

Looper

 

Ausgangsidee und einige kleinere Einfälle auf der Strecke sind gut, doch was der Film daraus macht ist eine mittelmässige Katastrophe. Platte, eindimensionale Charaktere sind ja nicht per se schlecht, wenn der Film in die entsprechende Kerbe schlägt, aber dieser Film weiss nicht ob er Action, Drama, Zukunftskritik oder Dystopie sein will. Er scheitert an seiner eigenen Prätenziösität, der er nicht einmal ansatzweise gerecht wird. Alle diese Ansprüche werden meiner Meinung nach dilettantisch miteinander vermischt und sind im Ergebnis höchstens halbgar. Die Action ist aufgesetzt und fehl am Platz, da sie nur B. Willis vorbehalten bleibt. Sein Charakter hat doppelt Potenzial und dieses wird doppelt vergeudet - der junge Looper macht genau null Veränderung durch, selbst nach dem Schlüsselereignis des verpassten Loops. Der alte, lebenserfahrene Looper ist dann genauso egozentrisch und oberflächlich wie der junge - ein mal Tränen vergiessen wegen der Kinder gilt nicht. Zudem widerspricht sich der ganze Film an fast jeder Stelle und ich meine nicht mal nur im Bezug auf die Zeitreisen. Es ist schon kurz vor der Mitte klar wer der Rainmaker ist und wie es enden wird sieht man schon aus 5 Kilometer Entfernung.

 

Der Film hätte so gut werden können, wenn die Prämissen tiefgründig erforscht worden wären. Einfach Schade!

 

5 von 10

 

[spoiler=Die einzige interessante Szene]ist imo wie man einen älteren Looper zwingt sich zu stellen, indem man sich seines jüngeren Ichs bemächtigt...

 

Geschrieben
Merci fürs Review, dä muesi ono luege, aber ha o nid sones guets Gfüeu drbi :ugly:.

Auerdings hett mr jo z.B. scho Eagle Eye gfaue, wo ou vo viune isch verrisse worde.

 

 

Eagle Eye isch ja ou rächt guät....ke verglich mitem fadä Looper (ha i geschter gse).

 

Wertung Looper: 4/10

 

Geschrieben (bearbeitet)

mr-nobody.jpg

 

Mr. Nobody

 

Before he was unable to make a choice because he didn't know what would happen. Now that he knows what will happen, he is unable to make a choice.

 

Bevor Kinder geboren werden leben sie glücklilch und zufrieden im Himmel. Es lasten keine zu erfüllenden Erwartungen auf sie, weil sie ganz genau wissen was in ihrem Leben einmal passieren wird. Bevor Kinder geboren werden, werden sie von einem Engel der Vergessenheit geküsst - es entsteht der Amorbogen auf der Lippe und das ungeborene Kind vergisst alles was in seinem Leben einmal geschehen wird. Unvorbelastet wird das Kind geboren und tritt sein Leben an - ein Leben erfüllt aus unzähligen Wahlmöglichkeiten und deren Konsequenzen. Nemo Nobody wird bei diesem Übergang übersehen - die Engel der Vergessenheit küssen ihn nicht und so wird er geboren und weiss zu jedem Zeitpunkt vor welche Wahlen er einmal gestellt wird und welche mannigfaltigen Konsequenzen seine Entscheidungen bis ins Grab nach sich ziehen werden.

Im Jahre 2097 ist Nemo Nobody 118 Jahre alt und wird der letzte Mensch sein, der an seinem Alter sterben wird. Die Menschheit hat die Quasi-Unsterblichkeit erreicht, die unendliche Zellregeneration schafft den Alterstod ab. Die ganze Welt schaut Nemos letzten Lebensstunden im Krankenhaus gebannt im Rahmen einer Reality-Serie live zu und erwartet seinen Tod. Interviews sind verboten und dennoch schleicht sich ein Reporter in das Krankenzimmer des alten Mannes und beginnt ihn über sein Leben auszufragen. Und Nemo erzählt ihm drei völlig unterschiedliche Geschichten seines Lebens die auf einer Grundwahl in seiner Kindheit beruhen und drei völlig unterschiedliche Folgen hatten.

Nemos Eltern trennen sich als er 9 Jahre alt ist. Die drei stehen am Bahnhof und Nemo muss sich entscheiden - geht er mit seiner Mutter? Bleibt er bei seinem Vater? Muss er sich entscheiden? Lernt er in der Folge Anna, Elise oder Jeanne kennen und lieben? Wie wird sein Leben in der entsprechenden Konstellation ablaufen?

 

Der Film Mr. Nobody mit Jared Leto in der Hauptrolle ist ein Märchen. Er ist ein Drama. Er ist ein Science Fiction Film. Er ist eine Liebesgeschichte. Er ist eine Lüge. Er ist eine Wahrheit. Er ist alles. Er ist nichts. Zutiefst philosphisch werden Themen wie der Schmetterlingseffekt, die Chaostheorie, der Entropiezwang des Universums, der Big Bang, der Big Crunch, die String Theorie, Choice and Consequence, der Richtungsfluss der Zeit, Vorsehung, Schicksal etc. behandelt.

 

Each of these lives is the right one! Every path is the right path. Everything could have been anything else and it would have just as much meaning.

 

Über knapp drei Stunden wird der Zuschauer in eine Erfahrung hineingesogen, die persönlichkeitsverändern ist. Wer sind wir eigentlich? Warum sind wir so wie wir sind? Welchen Einfluss haben wir darauf zu sein, wer wir sein wollen? Was liegt innerhalb unserer Kontrolle und was entzieht sich ihr? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Warum? Welche Bedeutung liegt hinter unserem Leben? Welchen Sinn hat es? Hat es überhaupt einen Sinn? Welches Leben hat Nemo geführt? Hat er überhaupt gelebt? Ist er wirklichkeit oder Phantasie?

 

In chess, it's called Zugzwang... when the only viable move... is not to move.

 

Wundervoll! Grauenhaft! Phantasievoll! Ernüchternd! Ermutigend! Niederschmetternd! Hoffnungsvoll! Trostlos! Der Film ist mit nichts zu vergleichen, was ich jemals gesehen habe. Er ist Inbegriff der Kunst den Zuschauer zu überraschen, mit hineinzuziehen und nie wieder loszulassen!

 

10 von 10

 

Klare Empfehlung an Killu, Somnium und einige andere ^_^

 

Hier noch der Trailer zu diesem absolut überwältigenden Meisterwerk:

 

bearbeitet von ushan
Geschrieben

Lockout

 

lockout_film_posterjsu9w.jpg

 

gähn...

 

+ nette Sprüche von Guy Pearce

+ nette Effekte die aber...

- ...teilweise auch echt mies aussehen, vorallem anfangs Film

- aus der Story wurde zu wenig gemacht

- Action relativ unspekakulär, wenig Kampfszenen

- Dialoge von CIA und US Regierung schon fast B-Movie würdig

- dumme Bösewichte, inkl. Far Cry 3 Vaas Psycho der absolut peinlich ist

 

Der Film wird eigentlich nur von Guy Pearce gerettet. Ohne diesen hätte ich wohl in der Hälfte angeschaltet.

 

6/10

Geschrieben
Lockout

 

gähn...

 

+ nette Sprüche von Guy Pearce

+ nette Effekte die aber...

- ...teilweise auch echt mies aussehen, vorallem anfangs Film

- aus der Story wurde zu wenig gemacht

- Action relativ unspekakulär, wenig Kampfszenen

- Dialoge von CIA und US Regierung schon fast B-Movie würdig

- dumme Bösewichte, inkl. Far Cry 3 Vaas Psycho der absolut peinlich ist

 

Der Film wird eigentlich nur von Guy Pearce gerettet. Ohne diesen hätte ich wohl in der Hälfte angeschaltet.

 

6/10

 

 

.....dann würde ich aber auch Deine Punktewertung entsprechend nach unten anpassen! :rolleyes:

 

Mir persönlich hat der Film zum einmal schauen gar nicht so schlecht gefallen.

Geschrieben

American Beauty

 

american-beauty.jpg

 

Ich machs kurz, einer der besten Filme, die Hollywood in den letzten 20 Jahren hervorgebracht hat. Eine wunderbare, düstere, zuweilen sehr zynische, spannende, bewegende und nachhaltig im Gedächtnis bleibende Studie über den Wahnsinn, der unter der gutbürgerlichen Facette des American Way of Life schlummert.

Und nicht zu vergessen mit einem überragenden Kevin Spacey.

 

Schäme mich fast, dass ich den bis heute nie gesehen habe.

 

 

9/10

Geschrieben

Hab den als 14 Jähriger oder so geschaut und dort hab ich nicht ganz verstanden, wieso der so viele Oscars bekommen hat...sollte den jetzt unbedingt nochmals schauen, mit 14 hatte ich doch noch keinen Plan von Filmen.

Geschrieben
Allerdings... aber nid willeren bis jetzt no nig gseh hed, sondern willer nid 10/10 gid. Alles weniger für de Film isch Blasphemie, weiss jetzt jedä.

 

Habe mir noch einen Moment lang überlegt, ob ich eine 9.5 geben soll. Aber ich muss sagen, mir ist der Film dafür dann doch einen Hauch zu selbstgefällig.

Geschrieben
Habe mir noch einen Moment lang überlegt, ob ich eine 9.5 geben soll. Aber ich muss sagen, mir ist der Film dafür dann doch einen Hauch zu selbstgefällig.

 

mitme hübsche Vampir wärs de scho 10/10 worde he?

 

 

 

 

:coolface:

Geschrieben

Hansel & Gretel: Witch Hunters

 

Hansel tönt so witzig im Englischen, hihi.

Ansonsten joa, kann man sich ein Mal geben. Paar Kampfszenen, bisschen Splatter (wovon es ruhig mehr hätte geben können^^) und ein paar Sprüche zwischendurch.

Jeremy Renner und Gemma Arterton machen einen soliden Eindruck.

 

6/10

Geschrieben

Life of Pi

 

:sad::sad:

So unendlich schön. Am Schluss kullerten die Tränen förmlich :')). Will eigentlich gar nicht so viel dazu sagen. Natürlich ist es kitschig und reitet teilweise auf der Feel Good-Welle.

Aber es war auch eine feinfühlige, spirituelle Reise, die ich so noch selten gesehen habe in einem westlichen Film.

 

Den "Twist" ganz zum Schluss hin, fand ich auch clever und passend und nimmt dem Film ein wenig seine blauäugige Komponente.

 

 

Wird mir jedenfalls noch sehr, sehr lange im Kopf bleiben.

 

 

8.5/10

Geschrieben

Mr. Nobody

 

 

Vielen Dank Ushi, für die Entdeckung dieser Perle. Der Film hat mir stellenweise das Herz gebrochen und wird sicher noch längers seine Wogen ziehen. Ein Stück Lebensweisheit.

Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich 7 war. Ich kann mich aber nicht erinnern, ob ich vor die selbe Wahl gestellt wurde. Zehn Jahre später bin ich jedoch zu meinem Vater gezogen, was sich als die beste Entscheidung meines bisherigen Lebens herausstellte.

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