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Geschrieben

Ich muss sagen, bisher ärgert es mich null und ich finde die kleinen Dinge, die Du erwähnt hast, auch nicht ärgerlich. Mein Problem ist mehr, dass ich es einfach relativ langweilig finde :ugly:.

Ist definitiv kein Spiel, das ich bingen kann, eher so ab und zu mal ein oder zwei Stündchen.

Geschrieben (bearbeitet)

Need for Speed: Most Wanted (X360)

 

So, mein Uralt-Backlog hat wieder mal um ein Spiel abgenommen. Nachdem ich im Jahre des Herrn 2008 den vierzehnten Fahrer in der Blacklist auf keine Art und Weise besiegen konnte, habe ich das Spiel vor zwei Wochen wieder hervorgekramt und relativ easy durchgezockt.

 

Aber war schon krass, wie die Rennspiele aus dieser Zeit alle so braunmatschig waren :ugly:

 

Edit: Um es in genauen Zahlen auszudrücken: Von Nummer 15 bis Nummer 1 brauchte ich genau 4234 Tage, 5 Stunden und 27 Minuten :waltz:

bearbeitet von hoochli
Geschrieben

Das mit den Brauntönen kann ich bestätigen. Da spielen Nostalfie & Erinnerung teils ein gefährliches Spiel. Sind nicht alle Games dieser Zeit davon betroffen, klar. Aber rückblickend würde sich manch einer wundern :ugly:

Geschrieben

Life is Strange 2 

 

Ich habe noch nie in meinem Leben bei einem Spiel geweint. Heute Abend tat ich es 4 Mal... Wolfsbrüder für immer!

 

Mein GOTY, was auch immer das zu bedeuten hat...

Geschrieben
8 hours ago, ushan said:

Life is Strange 2 

 

Ich habe noch nie in meinem Leben bei einem Spiel geweint. Heute Abend tat ich es 4 Mal... Wolfsbrüder für immer!

 

Mein GOTY, was auch immer das zu bedeuten hat...

Yeah! Gebe mir die letzte Episode dieses Wochenende noch. Bin gespannt. Gefällt mir bisher zumindest um einiges besser als die erste Season.

24 minutes ago, XoliX said:

Tönt vielversprechend.

 

Muss man den ersten Teil gespielt haben?

 

Nicht wirklich. Storymässig sind sie grundverschieden. Season 2 fragt Dich am Anfang ob Du den ersten Teil gespielt hast - je nachdem gibt's in der ein oder anderen Szene etwas, dass mit dem ersten Teil zu tun hat resp. mit einer Entscheidung.

 

Dann eher zuerst noch Captain Spirit spielen.

Geschrieben

Storymässig hängen beide Teile nicht wirklich zusammen. Es gibt einfach ein paar Anspielungen und in Episode 5 einen wunderschönen Callback. Der funktioniert aber gut auch ohne Vorkenntnisse. Viel Spass euch allen. Ich hoffe ihr seid weniger nah am Wasser gebaut.

Geschrieben
11 hours ago, ushan said:

Life is Strange 2 

 

Ich habe noch nie in meinem Leben bei einem Spiel geweint. Heute Abend tat ich es 4 Mal... Wolfsbrüder für immer!

 

Mein GOTY, was auch immer das zu bedeuten hat...

 

Ich habe die scheisse nach Episode 5 gleich deinstalliert. :lol:

 

1-4 sehr gut mit ein paar Ausnahmen, 5 = Müll. Das Writing war einfach nur faul und stellenweise sowas von dumm, was ich bei einem auf Story ausgelegten Spiel nicht verzeihen kann.

Geschrieben
1 hour ago, Somnium said:

 

Ich habe die scheisse nach Episode 5 gleich deinstalliert. :lol:

 

1-4 sehr gut mit ein paar Ausnahmen, 5 = Müll. Das Writing war einfach nur faul und stellenweise sowas von dumm, was ich bei einem auf Story ausgelegten Spiel nicht verzeihen kann.

Klingt ähnlich wie mein Eindruck von Teil 1, nur hats bei mir schon in der Mitte von Episode 3 begonnen, mit einem kurzen Zwischenhoch Anfangs Episode 5.

Geschrieben (bearbeitet)

Pokémon Schild

 

Etwa 35h für die Story gebraucht, war am "Schluss" dann noch nicht so schnell fertig^^

Hat mir sehr gut gefallen. Fands wieder grossartig, dass man die Pokémon sieht und nicht über random-Encounter stolpert. Hab zuerst gedacht nach Lets Go machen sie es wieder "klassisch".

Die Story reisst keine Bäume aus, das Fangen unzähliger Pokémon und das Besiegen der verschiedenen Arena-Leiter motiviert aber wie eh und je. Die Formel funktioniert (für mich) einfach immer.

Typisch auch die grandiosen, hochwertigen Dialoge wieder :lol: Habs auf Deutsch gespielt (halt wegen den Pokémon-Namen) und bei einigen Zeilen frage ich mich schon was bei Nintendo geraucht wurde haha. 

 

Die Kämpfe sind auch sehr einfach, hatte bei keinem Gegner gross Mühe. Schnell hat man auch ein gutes Team zusammen und hat die Konter parat. Wenn man den Arena-Typ weiss marschiert man regelrecht durch.  

 

Die Naturzone ist ein nettes Feature und die Dynamax-Formen fand ich geil. Kann aber verstehen, wenn sich einige daran stören.

 

Rundum hat Nintendo wieder ein gutes Pokémon geliefert. Die Freundin wird wohl noch etwas weiterzocken und möglichst viele Monster fangen, die wir bis anhin verpasst haben.

400 finde ich auch eine gute und doch umfangreiche Anzahl, verstehe die Crybabys nicht die da alle 900? drin haben wollen.

bearbeitet von BliNkEr]
Geschrieben

Death Stranding (PS4)

 

Sicher eines der ungewöhnlichsten, merkwürdigsten, einprägsamsten Spieleerlebnisse aller Zeiten. Nur schon deshalb aus meiner Sicht ein Must-Play. Die ersten Stunden empfand ich als exquisiten Genuss. Der Einstieg ins Spiel, die ersten Schritte, die Spannung, die Neugier, die aufgebaut wird. Das ist schlichtweg Spitzenklasse. Aber auch danach über viele Stunden tolles Pacing mit immer neuen Spielelementen, die behutsam eingeführt werden, sodass sich kaum je Langeweile einstellt, obwohl man im Prinzip immer dasselbe tut. Von den unnötigen und unverständlichen Längen in Kapitel 3 und 7 abgesehen, ist das insgesamt hervorragendes Pacing. Aussergewöhlich waren für mich auch die Bergabschnitte, wo die Essenz dieses Abenteuers besonders deutlich in Erscheinung tritt. Genial die Einbindung der Mehrspieler-Komponente, wundervoll die audivisuelle Präsentation; beinahe alles fühlt sich durchdacht, konsequent auf das Ziel gerichtet und homogen an. Hier werden keine Kompromisse gemacht. Leider hat mich die Geschichte, die anfangs so neugierig gemacht hatte, im Laufe der (wie gesagt etwas zu sehr gestreckten) Spielzeit immer mehr verloren. Insbesondere die Motivation der einzelnen Charaktere wurde mir immer weniger klar, und die abschliessenden Kapitel waren für mich Verwirrung pur. Hier hat Kojima aus meiner Sicht einmal mehr zu viel gewollt; die vielen Wendungen insbesondere gegen Ende hätte es aus meiner Sicht überhaupt nicht gebraucht. Es hätte genügt, den Wiederaufbau, den Reconnect dieser durch die Katastrophe beinahe zerstörten Welt zu inszenieren, und die Beziehungen der Charaktere in den Vordergrund zu stellen. Für mich zweifellos der grösste Kritikpunkt, der auch ziemlich schwer wiegt, steht doch die Story gerade in den letzten 10 Stunden sehr im Vordergrund, nachdem sie im Mittelteil des Spiels etwas zu sehr vernachlässigt worden ist. Insgesamt muss ich dennoch feststellen, dass hier etwas Einzigartiges geschaffen wurde, das jeder spielen sollte. 

 

9/10

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Geschrieben (bearbeitet)

Life is Strange 2

 

Muss sagen, mich hat es schlussendlich auch recht berührt. Nicht "Telltale's The Walking Dead: Season 1+2 - berührt" :ugly: ...  aber doch. 

 

Es erzählt eine erstaunlich erwachsene und harte Geschichte. Viele tolle Charaktere und ein Fokus, der schlussendlich ganz wo anders liegt, als dass man anfänglich meinen würde. Das alles im Gameplay/Artstyle-Gewand wie man es von solchen Spielen und hier in diesem Falle von Dontnod, gewöhnt ist.

 

Die Episodenqualität, das writing resp. die Richtungen die teils eingeschlagen werden, schwanken durchaus ein bisschen gen Schluss. Aber das ist wohl wirklich auch Geschmackssache. Sehr grausig fand ich's nicht, originell glänzend aber auch nicht gerade. 

 

Interessante Charakterentwicklungen die vom Spieler einschlägige und harte Entscheidungen abverlangen und vice versa. 

 

Alles in allem echt cool!

 

Wie gesagt, bei meinem Ende (muss mal noch die anderen Möglichkeiten anschauen) hat's mich schlussendlich doch noch ein bisschen mitgenommen. Habe mich hier wieder mal auf's olle "auf die nächste Episode Warten" eingelassen. Chronologisch passend auch noch "Captain Spirit" gespielt. So hat sich eine lange Zeit mit den Protagonisten und deren Geschichte ergeben. Könnte durchaus den Effekt ein bisschen verstärkt haben. Ist halt schon bissl so wie 'ne gute Serie über eine längere Zeit gucken :)

 

Mir gefällt es nach wie vor um einiges besser als Life is Strange 1 (Nicht dass dieses per se schlecht wäre, make no mistake) Aber nur schon durch die Voraussetzung der Story ist dieser verdammte hipster-teenage-angst-artsy-rebel-shizzle gehörig in den Hintergrund geruckt. Schon noch da, klar, passt auch... aber lange nicht so penetrant wie im Vorgänger. Danke dafür. :ugly: (@ushan Der callback war tatsächlich wunderbar!)

 

 

It's gonna be alright, enano. 

 

bearbeitet von Ruffneck
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Ruffneck:

Life is Strange 2

 

Muss sagen, mich hat es schlussendlich auch recht berührt. Nicht "Telltale's The Walking Dead: Season 1+2 - berührt" :ugly: ...  aber doch. 

 

Es erzählt eine erstaunlich erwachsene und harte Geschichte. Viele tolle Charaktere und ein Fokus, der schlussendlich ganz wo anders liegt, als dass man anfänglich meinen würde. Das alles im Gameplay/Artstyle-Gewand wie man es von solchen Spielen und hier in diesem Falle von Dontnod, gewöhnt ist.

 

Die Episodenqualität, das writing resp. die Richtungen die teils eingeschlagen werden, schwanken durchaus ein bisschen gen Schluss. Aber das ist wohl wirklich auch Geschmackssache. Sehr grausig fand ich's nicht, originell glänzend aber auch nicht gerade. 

 

Interessante Charakterentwicklungen die vom Spieler einschlägige und harte Entscheidungen abverlangen und vice versa. 

 

Alles in allem echt cool!

 

Wie gesagt, bei meinem Ende (muss mal noch die anderen Möglichkeiten anschauen) hat's mich schlussendlich doch noch ein bisschen mitgenommen. Habe mich hier wieder mal auf's olle "auf die nächste Episode Warten" eingelassen. Chronologisch passend auch noch "Captain Spirit" gespielt. So hat sich eine lange Zeit mit den Protagonisten und deren Geschichte ergeben. Könnte durchaus den Effekt ein bisschen verstärkt haben. Ist halt schon bissl so wie 'ne gute Serie über eine längere Zeit gucken :)

 

Mir gefällt es nach wie vor um einiges besser als Life is Strange 1 (Nicht dass dieses per se schlecht wäre, make no mistake) Aber nur schon durch die Voraussetzung der Story ist dieser verdammte hipster-teenage-angst-artsy-rebel-shizzle gehörig in den Hintergrund geruckt. Schon noch da, klar, passt auch... aber lange nicht so penetrant wie im Vorgänger. Danke dafür. :ugly: (@ushan Der callback war tatsächlich wunderbar!)

 

 

It's gonna be alright, enano. 

 

Mich interessiert was jetzt dein Ende war. Bei mir sah es so aus:

 

Spoiler

Nach allem was sie durchgemacht haben war für mich die letzte Entscheidung absolut sonnenklar - ich habe keine Sekunde überlegt. Sie mussten einfach den ganzen Hass, Rassismus und Ohnmacht hinter sich lassen. Sich ergeben kam für mich überhaupt nicht in Frage. Thelma und Louise 2.0. Ich war sicher, dass sie sterben werden...Sean bretterte los, Daniel verletzte dank guter Erziehung niemanden. Im Gegensatz zu Sean, der alle Hoffnung verloren und nichts mehr hatte, war es bei Daniel anders - Chris, die Grosseltern, Joanne, die Mutter, Sarah Lee - Daniel hatte Beziehungen aufgebaut. Er wusste aber, dass Sean in den USA keine Zukunft hatte. Er sicherte sein Durchkommen auf die andere Seite und sprang aus dem Auto. Das Rudel existierte nicht mehr. Daniel wuchs bei den Grosseltern auf, pflegte seine Freundschaften, versöhnte Mutter und Grosseltern und setzte unter Auflagen (Fussfessel sei Dank) seine Kraft zum guten ein. Der Brief von Sean, der glücklich mit Cassy in Puerto Lobos lebt und der Sand - das war für mich so perfekt! Beide Brüder hatten, trotz Trennung, ihr Happy End gefunden.

 

Ich habe noch das andere Ende geguckt - sich ergeben. Wie traurig ist das denn bitte! 15 verdammte Jahre im Gefängnis! Für nichts! 15 Jahre! Und als Sean, ein gebrochener Mann, dann in der Höhle zusammenbricht und sich an Daniels Brust die 15 Jahre von der Seele weint, sehe ich auch nix mehr, weil ich in meinen eigenen Tränen ertrinke...

 

Ich liebe das Spiel dafür wie es mein Herz bricht. Natürlich war LiS1 toll, aber LiS2 ist soviel erwachsener, deprimierender, ernster und emotionaler. Mich hat es, trotz seiner Schwächen, bewegt wie kein Spiel zuvor - und ich spiele seit 35 Jahren... :sad:

 

Geschrieben (bearbeitet)
1 hour ago, ushan said:

Mich interessiert was jetzt dein Ende war. Bei mir sah es so aus:

 

  Ushis Ende (Reveal hidden contents)

Nach allem was sie durchgemacht haben war für mich die letzte Entscheidung absolut sonnenklar - ich habe keine Sekunde überlegt. Sie mussten einfach den ganzen Hass, Rassismus und Ohnmacht hinter sich lassen. Sich ergeben kam für mich überhaupt nicht in Frage. Thelma und Louise 2.0. Ich war sicher, dass sie sterben werden...Sean bretterte los, Daniel verletzte dank guter Erziehung niemanden. Im Gegensatz zu Sean, der alle Hoffnung verloren und nichts mehr hatte, war es bei Daniel anders - Chris, die Grosseltern, Joanne, die Mutter, Sarah Lee - Daniel hatte Beziehungen aufgebaut. Er wusste aber, dass Sean in den USA keine Zukunft hatte. Er sicherte sein Durchkommen auf die andere Seite und sprang aus dem Auto. Das Rudel existierte nicht mehr. Daniel wuchs bei den Grosseltern auf, pflegte seine Freundschaften, versöhnte Mutter und Grosseltern und setzte unter Auflagen (Fussfessel sei Dank) seine Kraft zum guten ein. Der Brief von Sean, der glücklich mit Cassy in Puerto Lobos lebt und der Sand - das war für mich so perfekt! Beide Brüder hatten, trotz Trennung, ihr Happy End gefunden.

 

Ich habe noch das andere Ende geguckt - sich ergeben. Wie traurig ist das denn bitte! 15 verdammte Jahre im Gefängnis! Für nichts! 15 Jahre! Und als Sean, ein gebrochener Mann, dann in der Höhle zusammenbricht und sich an Daniels Brust die 15 Jahre von der Seele weint, sehe ich auch nix mehr, weil ich in meinen eigenen Tränen ertrinke...

 

Ich liebe das Spiel dafür wie es mein Herz bricht. Natürlich war LiS1 toll, aber LiS2 ist soviel erwachsener, deprimierender, ernster und emotionaler. Mich hat es, trotz seiner Schwächen, bewegt wie kein Spiel zuvor - und ich spiele seit 35 Jahren... :sad:

 

Spoiler

Wir durften beide das selbe Ende geniessen! :likeasir:

 

So wie du es beschreibst bringt es absolut auf den Punkt; und es ist wohl genau all das, was einem durchaus mindestens feuchte Augen bereiten dürfte. 

 

Für mich gab's auch absolut keine andere Möglichkeit, als den Versuch über die Grenze zu kommen zu vollenden. Soweit haben's die Wölfe geschafft, jetzt sich einfach ergeben? Der verhängisvolle Tag im Vorgarten, alles und alle zurücklassen, der Wald, die Tankstelle, die netten und nicht so netten Bekanntschaften, das Campen, die Farm, ein Tattoo, Daniel's power, Winter, HItze,  der Kult...und und und! 

 

Und wenn's nicht klappen würde, (an's Sterben habe ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht... uff ohje... aber Glück gehabt :ugly:) so hoffte ich auf nicht so harte Konsequenzen für Daniel. Er ist noch sehr jung! Das finde ich echt geil am Spiel, wie Sean und der Spieler immer mehr die Verantwortung für Daniel übernehmen und ihn entlasten wollen, schützen, erziehen, ihn für seinen kommende Weg wappnen... Es hat mich dann umso mehr aus den Socken gehauen, als der Kerli ausm Auto hupft. Das war wohl der erwachsenste, vernünftigste Move vom ganzen Spiel - und das von enano. So gut!

 

Dadurch hat sich ein wirklich melancholisches und schönes Ende ergeben. Scheisse, das Bild von Cassy und Sean (die Briefe von ihr in den vergangen Episoden..) der Sand aus dem Briefumschlag, Daniel und Chris, die Mutter und Grosseltern.. alles ziemlich nice. Und dann aber diese kleine bittere Pille - die Distanz zwischen den Wolfsbrüdern. Ich wiederhole was du geschrieben hast, aber... aww man. :sad: 

 

ABER, alle sind safe - bin sehr zufrieden damit. 

 

Gerade auch im Vergleich mit den anderen Enden. Hab' mir alle vorhing beim Kochen angeschaut, ein ca. 40 Minütiges Video. Die sind schon nicht ganz so happy. Oder zumindest auch heavy bittersweet. Es gibt z.Bspl. vom Sean/Knast Ende noch eine Version, die hat mich auch fast gebodigt. Jesses. Das waren defintiv nicht die Zwiebeln die mir Tränen in die Augen trieben. :ugly:

 

... ach ja was sag' ich, es sind alle ziemlich heftig oder emotional in irgend einer Form. :sad: :ugly:

 

Und joa, ganz ehrlich... je mehr ich mir Gedanken über das Spiel mache und jetzt hier schreibe, desto weniger stören mich dessen Schwächen. :) 

 

Wirklich toll! 

 

 

bearbeitet von Ruffneck
Geschrieben

Star Wars Jedi: Fallen Order (PS4 Pro)

 

Star-Wars2.png

 

Star Wars-Videospiele werden schon länger entwickelt als ich alt bin. Nämlich seit 37 Jahren. Darth Radi erblickte erst 2 Jahre später nach dem ersten Star Wars-Spiel (Star Wars: The Empire Strikes Back für Atari 2600 und Intellivision) das Licht der Welt. Und hat in dieser Zeit trotzdem schon einige spielerische Erfahrungen mit diesem Universum der Universen gemacht - vornehmlich auf Nintendo-Systemen. Zu nennen wären hier:

 

  • Star Wars: Shadows Of The Empire
  • Star Wars Episode 1: Racer
  • Star Wars Rogue Squadron
  • Star Wars Rogue Squadron II (noch heute flasht mich der Anflug auf den Todesstern komplett weg)
  • Star Wars Rogue Squadron III (setzte grafisch nochmals ne Schippe drauf - Gamecube-Power eben)
  • Star Wars: Racer Revenge
  • Star Wars: Knights Of The Old Republic (für mich irgendwie immer noch das Mass der Dinge und immer noch das Spiel, welches das Universum am besten einfängt)
  • Star Wars: Knights Of The Old Republic II
  • Star Wars: The Force Unleashed
  • Star Wars: The Force Unleashed II
  • Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht (ich wurde nach dem Film schwach)
  • Star Wars: Jedi Knight II: Jedi Outcast

 

Es könnten natürlich bei weitem mehr sein - aber ich denke, dass ich darüber urteilen kann, was ein gutes Star Wars-Spiel ausmacht und was nicht. Speziell auch, nachdem ich mit dem Universum an sich mehr oder weniger gut vertraut bin (ich erachte es als Religion, lese Bücher aus dem offiziellen Kanon, habe die Original- wie auch die Prequel-Trilogie öfters geschaut als meine Hände Finger haben und gehe standesgemäss in einem SW-Shirt gekleidet ins Kino, wenn ein neuer Film erscheint. Ja, ich bin ein Fan. Und ich erlaube mir nun deshalb, nachdem ich das Spiel nun etwas habe sacken lassen, nachdem ich es vor ca. 2 Wochen beendet habe, meine Meinung darüber kund zu tun.

 

Und ganz ehrlich - zu Beginn wollte ich es vermutlich hassen. Ich hab es mir bewusst nicht gleich zum Release gekauft - erst wollte ich ein paar Reviews darüber lesen und anschauen. Dies ganz einfach deshalb, weil ich EA alles andere als vertraue und erst auch mit der Auswahl des Entwicklers hinten und vornen nicht einverstanden war. Respawn Entertainment war zwar bekannt dafür, gute Spiele zu liefern. Aber dies nunmal hauptsächlich im Shooter-Segment. Dass sie aber auch "Story" gut können, haben sie schliesslich mit Titanfall 2 unter Beweis gestellt - ein Shooter, den ich wirklich sehr schätze.  Die Reviews der "Grossen" waren also allesamt sehr überschwänglich des Lobes.

 

  • Easy Allies: 9/10
  • Worth Playing: 88/100
  • GamePro: 85/100
  • IGN: 9/10
  • DualShockers: 8/10
  • Gamespot: 8/10
  • u.s.w.

 

mit wenigen Ausnahmen wie
Giant Bomb: 6/10

 

Nun gut - so hab ich mich also ins Abenteuer gesürzt und musste nach einigen Spielstunden feststellen: Wenn es um Franchises mit hohem emotionalen Wert geht, ist den Grossen der Schreiberindustrie eigentlich kaum mehr zu vertrauen. Mit Floskeln wie "Spiel des Jahres, Amazing 1elf11, und anderen" wurde nur so um sich geworfen. Und ich sass wie gesagt nach ein paar Stunden da und labte mich meiner Ernüchterung. Das soll es sein? Das Spiel des Jahres? Leider nein.

 

Da hätten wir erst einmal das Tutorial aka die Einstiegsszene, die mit ihrem Schlauch-Design und sehr eingeschränkten Möglichkeiten nicht wirklich geeignet war, auf die eigentlichen Qualitäten, die das Spiel ja effektiv hat, aufmerksam zu machen. Präsentationstechnisch wurde einer auf Uncharted/Tomb Raider gemacht, ohne wirklich deren Qualität zu erreichen und die Einsatzmöglichkeiten des Lichtschwertes waren gelinde gesagt besch...eiden. Das Spiel gibt speziell während des Einstiegs ganz genau vor, was zersäbelt werden darf und was nicht. Nicht mal die verfickten herumstehenden Droiden kann man auseinandernehmen, was in einem bald 20 Jahren Spiel wie Jedi Knight 2: Jedi Outcast möglich war. Das hat - im Jahre 2019 - gewiss andere Schwächen, ist aber letzten Endes vermutlich noch immer mehr Star Wars als Jedi: Fallen Order. Ausserdem fällt schon hier auf, wie beschränkt Respawn/EA die KI für Fallen Order umgesetzt hat. Sicherlich, die Strumtruppler sind jetzt nicht so gewieft wie die Sith, aber verfickte Henne... wenn ich auf nem Zug-Wagon stehe... und 20 Meter vor mir auf dem nächsten Wagon stehen 6 Sturmtruppler... sehen mich, drehen sich um... und bleiben wir angewurzelt stehen... und bringen dann noch Sprüche wie "Ach, der ist zu weit weg" - dann denke ich mir bezüglich KI einfach nichts Gutes. Die Sache mit der KI lässt sich noch endlos weiterspannen. Beispielsweise kann man mit gezücktem und surrendem Lichtschwert hinter einem Sturmtruppler stehen, der dann den Spieler nicht bemerkt. Nicht mal dann, wenn ein anderer Truppler, der sich vor diesem befindet, mich bemerkt, sogar auf mich schiesst und ich dessen Blasterschuss retourniere... was zur Hölle treibt der Strumtruppler, der sich dazwischen befindet? Textet er gerade seiner angepissten Space-Freundin? Bekommt er gerade nen angepissten Funkspruch von Vader höchstpersönlich und fürchtet um seine Anstellung? Oder pisst er gerade in seinen Schalenanzug und traut sich in seiner Anzugssauce keinen Schritt mehr zu gehen? Es ist vieles möglich - oder Respawn/EA haben's mit der KI einfach etwas verkackt.

 

Darüber hinaus war ich - pardon - angepisst von vielen technischen Ungereimtheiten. Von Clipping-Fehlern (Cal verschwindet gerne mal zur Hälfte in einer Wand, mitsamt Lichtschwert)), ständigen Rucklern (egal in welchem Modus, und das von einem Entwickler, der ansonsten bei offeneren Welten 60fps liefert), wirklich behinderten Schlitter-Partien (wer hat die Steuerung dafür bereitgestellt - der gehört ans Kreuz genagelt), teils grenzwertigen und nervigen Puzzles (das eine Kugel-Rätsel auf dem Startplaneten) etc. Ich war und bin kein Freund von Cameron Monaghans Hackfresse, die Cal Kestis verkörpert... oder dem Fischglubschaugenkopf von Cere Junda, verkörpert von Debra Wilson (das gesagt: Ich finde, dass hier was beim Design des Kopfes schief gelaufen ist - denn Cere ist im Grunde ein wirklich interessanter Charakter).  Und wieso nochmal brauchen wir in einem Star Wars-Spiel, speziell im Jahre 2019, verschlossene Türen, die sich nur von der anderen Seite öffnen lassen? Was tun Jedis normalerweise in so einer Situation, wenn sie ihr Lichtschwert nicht gerade unterm Kopfkissen vergessen haben? Eben... kein Freund dieser Designentscheidung. Aber so ist es nun mal. Auch hier - das gesagt: Mit der Zeit öffnen sich geile Abkürzungen und es stellt sich fast schon so etwas wie Souls-Feeling ein.

 

So, genug rumgepisst. Scheisse ist Jedi: Fallen Order nämlich nicht. Die etlichen Unzulänglichkeiten, die am Ende meines Textes auch nochmals schön in einem Video zusammengefasst werden (das für mich beste Video-Review zu Jedi: Fallen Order ;) ), verhindern lediglich, dass aus Fallen Order ein sehr gutes Spiel geworden ist. Es eiert irgendwo zwischen ok-gut rum. Und ähnlich wie im Review von "Girlfriend" weigere ich mich schlichtweg, Bestnoten zu zücken, nur weil sich EA mit einem kleinen Schritt in die richtige Richtung bewegt, wo doch eigentlich zwei grosse Sprünge zu erwarten wären. Man sieht dem Spiel fast schon an, dass EA die beleidigte Leberwurst spielt. Über 100 Schatztruhen gibt es zu finden. Und nur acht davon enthalten spielerisch Sinnvolles. Der ganze verfickte Rest enthält SKINS für Cal Kestis, das Raumschiff und Sympathie-Träger/Droide BD-1.

 

Doch nun wirklich mal zum Positiven!

 

Wie gesagt, nach ein paar Spielstunden, befindet man sich erst einmal im ersten Tempel, eröffnet sich Cal Kestis ein eigentlich sehr schönes, stimmiges, atmosphärisches Star Wars-Universum. Die Welten, Tempel, Wege, Klippen, abgestürzten Raumschiffe, Wälder von Kashyyyk, Wüstenregionen von Dathomir, der verschneit-eisige Jedi-Palast... alles ist - nun, Star Wars! Respawn hat diese Art von Welten erschaffen, die man auch ohne eingeblendete Lichtschwerter mit dem Star Wars-Universum identifizieren könnte. Selbst bei den Gegnertypen gibt's genügend Abwechslung, auch wenn die Sturmtruppen natürlich die vorherrschende Gegnerspezies sind (wenngleich auch diese unterschiedlich auftreten und zum Teil stärkere Gegner aufbieten). Auf Kashyyyk erwehrt man sich einer lebendigen und nicht immer freundlich gesinnten Flora und Faune. Auf Dathomir bekommt man es mit ... eher magischen Wesen zu tun. Und so weiter. Und je nach dem reagieren sie unterschiedlich auf die Wirkung der Macht. Gut "geMacht".

 

Gerade noch "gut" ist das Kampfdesign. Es eifert ohne Zweifel Dark Souls nach, ohne aber auch nur im Entferntesten dessen Qualität zu erreichen. Es ist gut genug, um Spass zu machen, allerdings auch nur dann, wenn man es nicht mit 10 und mehr Gegnern gleichzeitig zu tun bekommt. Speziell dann, wenn die eigenen Machtfähigkeiten noch nicht vollends ausgebildet sind. Dann artet es aus und die Schwächen bei eh schon mangelhaften Ausweichen und teils auch Blocken (als gäbe es speziell nur da erhöhtes Input-Lag) werden offenkundig. Das kommt aber nicht all zu oft vor und ist im Gesamtkontext zu vernachlässigen. Grundsätzlich machen die Kämpfe mit allen Lichtschwertoptionen (drei insgesamt) Spass und es fühlt sich toll an, diesen Jedi zu steuern (wobei das Movement nicht wirklich gelungen ist und speziell bei kleineren Stickbewegungen als fragwürdig zu bezeichnen sind).

 

Das Spiel hat definitiv seine Momente. Oftmals aber sind es gescriptete oder sie sind Teil einer Filmsequenz. Der initiale Kampf auf Kashyyyk im AT-AT (kennt man eh aus den Trailern und ersten Gameplay-Szenen), die Landesequenzen des Raumschiffs, die Fights gegen die gröberen Gegner - das alles kann sich sehen lassen. Das aber mit Abstand beste Element im ganzen Spiel ist das Leveldesign. Da kommt nach kurzer Zeit bestes Metroid-Feeling auf. Speziell beim Aufrufen der gelungenen Holo-Karte. Selbstverständlich sind beim ersten Erkundschaften der Planeten noch nicht alle Bereiche zugänglich - was mit dem Hinzugewinnen von Fähigkeiten letztlich in viel Backtracking mündet. Das macht am Anfang noch Spass, ist aber für den Spielabschluss nicht in jedem Fall erforderlich. Im Gegenteil.. Oftmals findet sich lediglich ein verstecktes Echo, welches mal mehr mal weniger zur Hintergrundstory beiträgt, oder im leidesten Fall nur eine Schatztruhe mit einem Raumschiff- oder Poncho-Skin, von denen einer wie der andere aussieht. Ehrlich EA, was zum zerfickten Arschloch habt ihr euch dabei gedacht? Was soll diese vermaledeite Skin-Sammlerei in einem Spiel wie diesen? Habt ihr euch gedacht "Na schön, wenn wir schon mal nit alles vermonetarisieren und bis in den hintersten Winkel mit Microtransactions verseuchen, dann geben wir den Spielern die einfallslosesten und noch viel sinnloseren Poncho-Skins"? Die darüber hinaus nicht mal eine spielerische Wirkung wie zum Beispiel zu Tarnungszwecken haben? Wäre wohl mit der behinderten KI nicht aufgegangen, was? Ihr Luschen? Seriously...

 

Trotzdem: Das Leveldesign ist etwas vom besten, was ich in meiner langen Zockerkarriere schon zu Gesicht bekam - das kann definitiv mit den ganz grossen Messlatten mithalten.

 

Das Leveldesign hat ausserdem einen knappen Verfolger. Der Auftritt von "ihm". Es ist dann bereits kurz vor dem (gefühlt abrupten) Spielende, als "er" seinen Auftritt hat und sämtliche Spermien in meiner Hodengegend zum Strammstehen bringen. Das ist fantastisch inszeniert. Garantierte Gänsehaut. Und dann is es... leider auch schon vorbei. Dann, als es spannend wurde. Und... für mich fast noch schlimmer:

 

Spoiler

man wendet 15-20 Spielstunden auf, um ein Artefakt zu finden, das den Aufenthaltsort von Jünglingen gespeichert hat - und dann... am Ende sagt man dem Spieler, dass das alles eigentlich für die Katz war, da man es eh vernichtet :lol: ... das Imperium hätte nicht mal davon gewusst, wenn sich der Trupp nicht auf die Suche danach gemacht hätte. Und wenn, hätte es keine Ahnung gehabt, wonach oder wo es suchen müsste :lol:

 

wieder mal irgendwas...

 

Anyway:

 

Zu guter letzt meine ehrliche, ernst gemeinte Wertung. Es ist nicht scheisse. Aber auch nicht überragend, gewaltig, amazing, GOTY oder sonst was. Es ist ok. EA / Respawn (um Himmels Willen Leute... wieso habt ihr eine Rückkehr ins Spiel nach dem Ableben allen Ernstens "Respawn" genannt :ugly: - das ist KEIN Multiplayerspiel...) haben bis auf das Leveldesign und die Inszenierung des Endes ein Minimum dessen abgeliefert, was man als Star Wars-Fan erwarten durfte. Speziell in Anbetracht der Tatsache, dass EA zuvor schon zwei vielversprechende Star Wars-Singleplayer-Projekte eingestampft hat und letztlich die Arbeiten wohl aus Zeitgründen an Respawn übertragen hat. Und das merkt man dem Spiel leider auch an. Ushi hat's schon mal angetönt: Fallen Order hätte locker noch gut 6 Monate Entwicklungszeit vertragen können. Aber damit wäre der familienfreundliche Disney-Konzern wohl nicht einverstanden gewesen. Das Spiel muss aus rein wirtschaftlichen Gründen noch vor dem neuen Kinofilm in die Läden kommen. Es ist ein qualitätsbezogenes Armutszeugnis. Und nur, weil Jedi: Fallen Order das erste "gute" Star Wars-Game seit etlichen Jahren ist (am besten schaut ihr euch abseits von Battlefront I und II gar nicht erst an, was mit der Star Wars-Franchise angestellt wurde.... "mobile, hüstel"), verfalle ich nicht mehr totaler Hysterie. Denn wie gesagt - es ist ein kleiner Schritt in Richtung Top-Qualität, ein erstes kleines Zugeständnis aus dem Hause EA, dass man es doch noch könnte, aber trotzdem hat man sich an etlichen Stellen selbst ein Bein gestellt. Gestellt sind damit aber nun hoffentlich auch die Weichen für einen Nachfolger. Storytechnisch kann, muss aber nichts dazu folgen. Doch wenn doch -> dann wisst ihr jetzt, woran gearbeitet werden muss.

 

Deshalb:

 

fairg1szb.jpg

 

In visueller Form zusammengefasst:

 

 

 

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Geschrieben

Gravel (PS4 Pro)

 

img-details.jpg

 

Nun, was soll ich sagen. Gravel gab's für 9.90 bei WoG (E-Version), also hab ich mal zugeschlagen. Und gedacht "so schlimm kann's ja jetzt nicht sein".

 

Und in der Tat - so schlimm ist Gravel nicht. Es ist sogar pures Mittelmass. Und macht trotzdem Spass. Warum wieso genau? Lauschet meinen Worten.

 

Gravel kommt aus dem Hause Milestone. Das sind jene Italos, die tag ein tag aus nichts anderes als Rennspiele entwickeln. Folgt man seinem Gespür für Logik, dann müsste irgendwann mal ein absoluter Top-Hit erscheinen... Schliesslich gibt's den Entwickler ja auch nicht erst seit gestern. Aber nun ja, wer sich die Liste der veröffentlichten Games mal anschaut, wird ernüchtert feststellen, dass da nicht all zu viel geiles dabei war. Man kennt zwar das eine oder andere Spiel (nicht, dass noch irgendwer den Durchblick bei all den MXGP-Games hätte..), aber in Erinnerung geblieben ist davon wohl keines. Und normalerweise kauft man deren Spiele ja auch nicht. Ausser sie sind gerade extrem günstig und es herrscht langeweile beim Käufer. Beides traf auf mich zu. Aber gut - ich hatte letztes Jahr mal 1-2 Gameplay-Videos gesehen und eigentlich sah das gar nicht so überl aus.. also, warum nicht mal zuschlagen für nen 10er.

 

Gravel - Schotter... Es geht also über Stock und Stein. Und in der Tat - in den allermeisten Fällen befindet man sich kaum je auf Asphalt. Schlamm/Matsch, Sand(-strand), Wiesen und eben Schotter sind die bevorzugten befahrbaren Unterlagen in Gravel. Von Anfang an stellt sich so ein komisches Spassgefühl ein. Man sieht an allen Ecken und Kanten, dass Gravel kein absoluter Top-Hit ist, kein Gran-Turismo- oder gar Dirt Rally-Konkurrent. Aber ein Spiel mit einer Exitenzberechtigung. Es ist alles andere als realistisch - bietet aber dennoch eine mehr als annehmbare, leicht erlernbare Arcade-Steuerung. Zuweilen hab ich mich etwas an San Francisco Rush zurückerinnert gefühlt (nicht, dass Gravel so gut ist wie SFR, aber es erinnert eben manchmal daran). Riesensprünge, physikalisch kaum nachvollziehbares Überschlags- und Unfallverhalten (schaut euch dazu die in diesem Beitrag verstreuten Videos von mir an :lol: ), generischer Metal-Soundtrack, dämliche und immer gleiche Ansagen zu Beginn der Karriererennen und so weiter.

 

 

Dabei geht es durch die Wüsten und Savannen Namibias, Fischerdörfer und speedige Abfahrten in Alaska, nen australischen Steinbruch, über polynesische Strände und noch ein paar Territorien mehr. Zugegebenermassen sind die Strecken gar nicht mal so übel designed, einige machen sogar Lust darauf, sie mehrfach hintereinander zu befahren. Nur ein freies Befahren der oftmals doch sehr weitläufigen Strecken gönnen die Milestoner dem Spieler nicht. Wer auch nur etwas zu sehr vom gewünschten Pfad abweicht (obwohl es nebenbei Land gibt so weit das Auge reicht), wird automatisch auf die eigentliche Strecke zurückgesetzt. Das sind keine neuen Methoden - aber ich hasse es. Und gerade hier... wäre ein freies Erkunden eigentlich angebracht gewesen.

 

Wie gesagt - das ganze gibt sich äusserst arcadig, obwohl man die Möglichkeit hat, vor jedem Rennen diverse Einstellungen an der Fahrdynamik und Fahrzeugen vorzunehmen - aber ganz ehrlich: Weder werden die Gewinnchancen damit verschlechtert oder verbessert.. Es ist ein purer Arcade-Racer mit gelungener Steuerung, der andere Probleme hat. Der Schwierigkeitsgrad gehört nicht dazu und bietet nicht etwa eine Need for Speed-Gummiband-KI. Wer gut fährt, fährt nen Vorsprung heraus, Wer scheisse fährt, holt eventuell wieder auf. Oder eben auch nicht. Auch wenn der geneigte Beobachter ein absolut vorhersehbares KI-Modell erkennen kann. Auf Stufe Mittel gab es bei mir immer diesen einen Fahrer, der sich an mein Heck geklemmt hat zu Beginn und dann mit der Zeit zurückgefallen ist.

 

 

 

Analog Driveclub gibt es übrigens zusätzliche Punkte für die eigenen Fahrkünste. Für jeden Drift, für jeden Sprung, für das Fahren auf zwei Rädern ... und wer sich geschickt genug anstellt, kann daraus eine Kombokette entwickeln. Die Punkte werden nach jedem Rennen auf das eigene Konto gutgeschrieben und man levelt auf (bis Stufe 99). Je nach erreichtem Level werden neue Fahrzeuge oder Fahrzeuglackierungen freigeschaltet. Das doofe daran: Nach Abschluss der Karriere hat man in etwa Level 50 - 56, und wer die Trophäe für alle Lackierungen will, der muss bis Lvl 99 weitergrinden. Und weil mir nur noch 2, 3 Trophäen bis zur Platin gefehlt habe, hab ich mir das eben mal angetan :lol: . Es ist machbar. Nicht unbedingt empfehlenswert, auch wenn der Grind nur ca. 5h in Anspruch nimmt, aber machbar. Warum man die ne beschissene Lackierung an Lvl 99 gebunden hat und nicht etwa ne obergeile Karre, ist mir allerdings ein Rätsel.

 

Von wegen Karren - auch da gibt's gute Abwechslung. Von kleinen 600-PS-Furzern wie den Hyundai Veloster in der Rally-Ausführung, über Klassiker wie nen Renault Alpine, ne massiv aufgemotzte Version von meinem Mitsubishi ASX (Offroad-Version, 350 Pferde, geht gut ab), Toyota HiLux und Co. gibt's auch die üblichen Verdächtigen wie Lancer Evo VI & X, sowie ein zwei Impreza-Versionen, Lancias und alles, was das Offroad-Herz begehrt. Wer noch zusätzlich Kohle ausgeben will, bekommt auch Humvees oder Strand-Buggies.

 

 

Achtet hier auf Señor Blanco :lol:

 

 

 

 

Aber eben - irgendwas hält Gravel ja in der Mittelmässigkeit fest - und das liegt nicht an der gegebenen Abwechslung und den eigentlich spassigen Rennen. Es ist die Technik - und das fehlende Feintuning. In den Stadionrennen nerven die unzähligen Pyrozündungen (den Soundeffekt kann ich echt nicht mehr hören), bei Nacht brennt die aufspritzende Gischt beim Befahren eines Tümpels in Namibia Ultra-Krebs in die Augen (es ist so hell und scheisse dargestellt und spritzt selbst bei 1.544 Km/h, als würde man mit 200 Km/h durchdonnern 🙄), es läuft selbst auf der Pro nicht wirklich flüssig (man kann auch in keinen Performance-Modus umschalten - die einzige Grafik-Einstellung ist die Gamma-Einstellung :ugly: ) und für ein Spiel, das sich Gravel nennt... sehen speziell die hinterlassenen Fahrspuren einfach scheisse aus.

 

Selbst wenn man durch Matsch fährt - es spritzen so ein paar billige Grafikeffekte an den Hinterrädern hoch, die sogar mein N64 besser hinbekommen hätte. Gravel sieht nicht grundsätzlich scheisse aus - auch hier wird jedes erdenkbare Mittelmass geboten mit ein paar atmosphärischen Ausreissern nach oben, speziell bei Regen auf Asphalt!). Aber Herr Gott nochmal! Das hat ein mittlerweile 13 Jahre altes Spiel namens SEGA Rally (der Reboot für PS2, Xbox 360 und PC) um ein vielfaches besser hinbekommen. Da drückten die Fahrzeuge individuelle Furchen in den schneeweissen oder braunmatschigen Untergrund! Und das hat man beim Fahren auch gespürt. In Gravel gibt es nichts davon. Nicht mal ansatzweise. Alles, was man hinterlässt, sind platte - und nicht plastische wie bei SEGA Rally - Texturen, die keinerlei Einfluss auf das Fahrgefühl haben. Seht euch mal das nachfolgende Video an (selbst die Grafik wirkt hochwertiger, noch viel mehr bedenkt man das Alter des Spiels!)

 

 

 

 

Und jetzt macht es mich traurig, dass es so still um SEGA Rally geworden ist - und speziell um gute, spassige, ARCADIGE Offroad-Racer. Nochmals.. Gravel kann eigentlich in kaum einem Bereich glänzen. Die Ladezeiten sind länger als für das Laden der Texturen wahrscheinlich nötig wäre, die Grafik macht nicht wirklich was her (und zieht sogar gegen Spiele, die mehr als ne Dekade älter sind den kürzeren :ugly: ) , die ganze Präsentation ist der Inbegriff von Mittelmass und online wurde bereits der Rückwärtsgang eingelegt. Es finden sich kaum noch Spieler (und wenn, sind sie nach einem Rennen wieder weg (und leider braucht's 10 Online-Rennen für die Platin-Trophäe :lol: ) - und es gibt keinerlei Terraindeformationen wie bei SEGA Rally. Und trotzdem ist da ein undefinierbares Element, welches mich das Spiel durchspielen liess :ugly: Es lebt spielerisch, gameplaytechnisch irgendwie auf magische Art und Weise den alten Geist einiger Arcade-Games, ohne jemals deren Qualität zu erreichen.

 

Es ist wirklich verrückt. Aber glaubt mir.. sobald das Karriereende erreicht wurde - spätestens dann ist die Luft raus. Letztlich hat es zu wenig Fleisch am Knochen, um längerfristig zu motivieren. Das ist hier definitiv kein Driveclub (welches ich gerade heute wieder gespielt habe!) und eine Online-Community, die für Spass sorgen könnte, gibt es auch nicht mehr. Wenn es denn jemals eine gegeben hat.

 

Weil's aber trotzdem kurrzeitig für Spass gesorgt hat, würde ich sagen, war's den 10er durchaus wert :ugly: . Eines der besseren Milestone-Game ist Gravel gewiss auch. Man merkt es dem Spiel an, dass da nicht das Reinigungsteam des Entwicklers damit beauftragt war. Man muss sich einfach ins Bewusstsein rufen, dass Milestone 2018 nebst Gravel noch vier weitere Games veröffentlicht hat :ugly: - irgendwo muss die Qualität ja leiden. Darunter übrigens auch Monster Energy Supercross, welches gerade via PS Plus verhökert wird. Und welches ich nach 20min - im Gegensatz zu Gravel - gleich wieder von der Platte gelöscht habe. Monster Energy Supercross ist der aktuell grösste Rennspieldreck, den ich in den vergangenen 10 Jahren gespielt habe. Und das will was heissen. Lustig ist nur, dass es in diesen 20min weniger Monster-Werbung gab als in Death Stranding - aber genug davon ;).

 

Gravel ist ok. Nicht mehr, nicht weniger.

 

fairg1szb.jpg

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